Die Jour fixe (Club Abende) finden in der Regel alle zwei Wochen statt mit dem Ziel:
                                          
                                         Attraktives Thema + geselliges Miteinander
 
 Aktuell Lions-Jahr 2017/2018 - Clubabende 2018

Clubabend am 11. Juni 2018 -  Rundfunk im Wettbewerb der Medien

Mit Bezug zu den Erläuterungen auf dem Clubabend ist es sicher hilfreich, Kernpunkte des Rundfunkstaatsvertrages aufzuzeigen. 

                
                                                  .......................................................................................Kontroverse Debatte in der Medienpolitik.......................................................................
                                                           
Der Staatsvertrag für Rundfunk und Telemedien (kurz Rundfunkstaatsvertrag oder RStV) ist im Recht  der Bundesrepublik Deutschland ein Staatsvertrag zwischen allen 16 deutschen Bundesländern, der bundeseinheitliche Regelungen für das Rundfunkrecht schafft. Neben dem eigentlichen Rundfunkstaatsvertrag umfasst das Rundfunkrecht unter anderem den ARD-Staatsvertrag, den ZDF-Staatsvertrag, den Deutschlandradio-Staatsvertrag, den Rundfunkbeitragsstaatsvertrag und den Rundfunkfinanzierungsstaatsvertrag. Zu den seit März 2007 im Rundfunkstaatsvertrag ebenso geregelten Telemedien enthält z. B. das Telemediengesetz (TMG) des Bundes weitere Regelungen.

Regelungsgebiete - Inhalte sind unter anderem:
das duale Rundfunksystem (Koexistenz von öffentlich-rechtlichem und privatem Rundfunk)
Auftragsdefinition für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk
die Dauer und Form der Rundfunkwerbung (Fernseh- und Radiowerbung)
das Recht auf Kurzberichterstattung
die Überwachung der
Medienkonzentration
die Einführung und Nutzung von analogen und digitalen Übertragungsverfahren
(zum Beispiel von
DAB, DVB-T und weiteren Verfahren, zum Beispiel digitalem Rundfunk)
Vorschriften zu inhaltlich geprägten Telemedien
Einteilung der Sender in die mit Vollprogramm und die mit Spartenprogramm

Der Rundfunkstaatsvertrag regelt in § 2 Abs. 1 unter anderem auch den Begriff des Rundfunks: „Rundfunk ist ein linearer Informations- und Kommunikationsdienst; er ist die für die Allgemeinheit und zum zeitgleichen Empfang bestimmte
 Veranstaltung und Verbreitung von Angeboten in Bewegtbild oder Ton entlang eines Sendeplans unter Benutzung elektromagnetischer Schwingungen. Der Begriff schließt Angebote ein, die verschlüsselt verbreitet werden oder gegen
besonderes Entgelt empfangbar sind.“ Diese Definition schließt also sowohl drahtlose wie drahtgebundene Übertragung ein und auch die Übertragung durch paketorientierte Medien wie das Internet. Relevant ist , dass die Inhalte nicht
wie die normaler Webseiten zu jedem beliebigen Zeitpunkt abgerufen werden können, sondern nur zeitgleich mit ihrer Verbreitung".
Innerhalb der Bundesländer wird der Rundfunkstaatsvertrag durch die jeweiligen Länderparlamente als Zustimmungsgesetz im Landesrecht umgesetzt.


       
                              ...............................................Interessante Diskussionen auf dem Clubabend.................................
                                                          

In der Diskussion wurde in einem Beitrag Verständnis gezeigt für eine eventuell notwendige mäßige Anhebung der Rundfunkbeiträge, da von den Sendeanstalten auch technische Innovationen zu finanzieren sind.
In einer anderen Anmerkung wurde darauf verwiesen, dass Kosteneffizienz nicht nur bei Programminhalten angestrebt werden sollte. Bei einem breit gefächerten Vertrag mit allen 16 Bundesländern erscheint es heute in einer Zeit digitaler
Medien nicht mehr notwendig, in allen Bundesländern zahlreiche Sender zu unterhalten. Hier könnten durchaus auch strukturelle Einsparungen möglich sein.

Ein weiterer Diskussionsbeitrag nahm nochmals Bezug auf die grundsätzliche Bedeutung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es ist essentiell für eine Demokratie, ein breites objektives Informationsangebot zu haben. Dieser Auftrag
wurde über die Zeit vernachlässigt. Informationen und Meinungen werden nicht mehr klar getrennt. Vielfalt ist meist nur über Spartenprogrammen gegeben. Unterschiedliche Meinungen zu  komplexen Themen werden im Fernsehen kaum mehr diskutiert. Zahlreiche Talkrunden sind mehr Inszenierungen.
Es wäre essentiell, ausgehend von der Spitze der Sendeanstalten  wieder attraktive Programminhalte zu konzipieren, die Kunden mittel- und langfristig binden und nicht nur kurzfristig auf die Einschaltquote zielen. Wenn es gelingt,
die Kunden mittleren Alters inhaltlich anzusprechen und die Jugend zu gewinnen, dann hat der öffentlich- rechtliche Rundfunk auch eine Zukunft und wird seinem Auftrag eines breiten Informationsangebotes gerecht.
Dessen ungeachtet bleibt für jeden Bürger die Aufgabe, sich über verschieden Kanäle breit zu informieren und bei der Nutzung digitaler Medien Echo-Effekte zu vermeiden, um sich einen ausgewogenen Informationsstand zu komplexen
Themen zu verschaffen.
Es war ein interessanter Abend mit Prof. Kreile mit Impulsen und Einblicken, die jeder gut gebrauchen kann bei der Nutzung des großen Angebotes an Informationen.

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  •                                Heitere Begrüßungsworte                                                                                       Gute Stimmung

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  •                              Harmonie auch im Outfit...                                                  Aus und vorbei.............ein Lions-Jahr spannender Clubabende

  • Clubabend am 28. Mai -  Amoklauf OEZ  München Juli 2016 - Auswirkung der Medien

    Jede Krisensituation hat ihre eigene Handschrift. Es sind jedoch bei den Rettungskräften Einsatz-Szenarien entwickelt und mit entsprechenden Strategien für das Vorgehen hinterlegt..
    Auch dieser Amoklauf konnte trotz des erstmaligen Charakters einem solchen Szenarium zugeordnet werden und hat maßgeblich das überlegte und professionelle Vorgehen der Einsatzkräfte bewirkt.
    So war die Situation am OEZ nach rund einer Stunde weitgehend im Griff.
    Die offiziellen Pressestellen der Polizei und auch der Rettungskräfte hielten sich mit Meldungen sehr zurück, so lange Informationen nicht eindeutig gesichert waren.
    Aber dann kam es zu einer fatalen Entwicklung, verursacht durch  soziale Medien. Auslöser war der Post eines Studenten mit einem angeblichem Bild von der teilweisen Verwüstung in einem der Geschäfte des OEZ. Aber es war Fake News. Wie sich später herausstellte ein Bild von einem Einkaufszentrum aus Südafrika aus dem Jahr 2015. Es wäre für ortskundige zu erkennen gewesen, denn auf
    dem Bild waren deutlich Tragsäulen  zu erkennen, die es im OEZ nicht gibt.
                              
           
                   Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble                                         Gepostetes Fake Photo                                            Verlauf der Informationslawine auf Twitter

    Aber SAT 1 war gerade auf Sendung und hat diese Meldung sofort aufgegriffen, um Erster zu sein im Medienwettstreit.
    Man erinnere sich dabei an eine Aussage von Siegmund Gottlieb, den langjährigen Chefredakteur des BR, der meinte:" Be first - but first be sure". Dies war hier nicht der Fall.

    Die "Authorisierung" der Meldung durch einen Fernseh-Sender befeuerte eine Informationslawine im Internet, primär über Twitter.
    Phasenweise gingen bei der Polizei 1 400 Tweets / min ein ! 

    Die Frage war, wie kann hier wieder die Meinungsführerschaft gewonnen werden.  Vor allem aber wie ist Hinweisen nach einer möglichen Ausdehnung des Amoklaufs nachzugehen.
    Denn es kam immer mehr Hektik und Dynamik in Twitter auf mit ersten Meldungen über vermeintliche Schießereien auch  im Zentrum der Stadt. 
    Dies war nicht auszuschließen - der oder die Täter waren noch nicht gefaßt, es war Terroralarm ausgelöst, Terroranschläge aus Frankreich und Belgien zeigten, dass Attentäter durchaus versuchen
    könnten, an verschiedenen Orten zuzuschlagen.
    Um 18.55 Uhr meldete dann die Polizei Schießerei am Stachus.                     

                                            

    Um 19.30 Uhr dann Anordnung von Eigenschutz für die Rettungskräfte, d.h. nur noch von der Polizei gesicherte Brennpunkte anzufahren.
    Und die Bereitstellungsräume wurden mit Rettungsfahrzeugen und Hubscharubern  vorsorglich weiter aufgefüllt.

    Bis 20.45 Uhr gingen dann Meldungen über eine Vielzahl von Schießereien ein, u.a. auch im Umfeld des Hofbräu-Hauses.
    Es wurden Plätze weiträumig abgeriegelt und auch Zugänge zur U-Bahn gesperrt. Dennoch begegneten zahlreiche Passanten in den Straßen schwer bewaffneten Polizisten - dies in einer unübersichtigen Lage - 
    sind aber den Anweisungen diszipliniert gefolgt 
        
          

    Erst um 22.30 Uhr erging dann sichere und offizielle Meldung: es war ein Einzeltäter, er ist erschossen. Es besteht keine weitere Gefahr.

    Welche Lehren wurden aus diesem fatalen Medien-Verhalten gezogen? Offizielle Sender und im Nachgang auch Print-Medien wurden bei der Berichterstattung  zurückhaltend.
    Das zeigte sich schon wenige Wochen später bei einem versuchten Terroranschlag in Ansbach.
    Zudem kam es zu einem Projektverbund der Rettungsleitstellen in großen Städten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg und München. Die nicht am Einsatz beteiligten Städte überwachen für ihre Kollegen
    bei großen Kriseneinsätzen die Entwicklung im Internet, um z.B. auf Twitter mit abgesicherten Meldungen  gegenzusteuern.

    Mit diesem hervorragenden Vortrag von  Oberbranddirektor Wolfgang Schäuble haben wir über die Dimension und Wirkung sozialer Medien in Krisensituationen erfahren und schlüssig die Zusammenhänge erkannt, warum es beim Amoklauf im OEZ zu einem derartigen Großeinsatz von Polizei und Rettungskräften auch im Zentrum der Stadt kam.
    Dieser authentische Vortrag mit hohem Informationsgewinn war für uns alle wie ein Geschenk...und dem Referenten wurde mit herzlichem Beifall gedankt..

        
       Zahleiche Teilnehmer bei sommerlichen Temperaturen                  Hervorragender Referent                                 Interessierte, aufmerksame Zuhörer                                                        Angeregte Diskussion





    Clubabend am 14. Mai - Was ist Industrie 4.0

    Industrie 4.0 ist ein Synonym für die bereits laufende  4.industrielle Revolution. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung von Software und Mikroelektronik werden neue Dimensionen  technischer Möglichkeiten erschlossen - künstliche Intelligenz einzelner Systeme wie bei der beschriebenen Beinprothese oder hochauflösende Bilderkennungssysteme in der Diagnostik oder  Vernetzung von Anlagen zu "smarten" Fabriken, von autonomen Fahrzeugen zu "smart mobiltiy" oder von technischen Geräten in der Medizin  zu "smarten Krankenhäusern".
     
                                                     
                 
                            Dr. Christian Platzer                        Über Software vernetzte ...... Fabrik                                     ...........   Krankenhäuser                                       ........          Mobilität in Städten

    Eine Grundlage hierfür bildet die kontinuierliche, rasante Weiterentwicklung der Leistungsfähigkeit von Rechnereinheiten.
    Konrad Zuse hat 1943 die erste funktionsfähige Rechenmaschine entwickelt, mit 1 Rechenoperation pro Sekunde. Über die Jahrzehnte ist es gelungen, alle 5 Jahre die Rechenleistung  solcher Hautprozessoren ( Central Processing Units CPU) um den Faktor 10 zu erhöhen. Das heißt auch, bei gleicher Rechenleistung läßt sich das Bauteil auf einem Zehntel der ursprünglichen Größe realisieren. So können heute hochleistungsfähige Mikroprozessoren, die alle Prozesseinheiten auf einem Mikrochip vereinen, mit kleinsten Abmessungen hergestellt werden, z.B. für die beschriebene Beinprothese.

                                          
                                                            Konrad Zuse mit der Z 3                                                     Mikroprozessoren heute

    In den 75 Jahren seit 1943 ist die machbare Rechenleistung also auf 10 hoch 15 Rechenoperationen / sek. angestiegen.
    Nach Dr. Platzer ist auch in den nächsten 30 - 40 Jahren noch kein Ende dieser Entwicklung abzusehen. Auch wenn atomare Begrenzungen eine physikalische Limitierung der weiteren Miniaturisierung nahe legen, so könnten andere Phänomene wie Quantencomputing diese Entwicklung noch weiter fortsetzen.
    Mit diesen leistungsfähigen Mikroprozessoren und kontinuierlich weiterentwickelten Algorithmen in der Software können große Datenmengen in kurzer Zeit analysiert und verarbeitet werden, weit über menschliche Fähigkeiten hinaus. Dies eröffnet ungeahnte Möglichkeiten - selbst lernende Systeme ( künstliche Intelligenz ) oder die Erschließung neuer Möglichkeiten in der Produktion durch die Vernetzung bestehender wie auch neuer Anlagen.
    Die Menge an generierten und verfügbaren Daten wird weiter ansteigen, obwohl sie sich schon heute in einer astronomischen Größenordnung  von Zetabytes, also 10 hoch 21 Daten bewegt. 
    Schließlich nehmen auch die Datenübertragungsraten kontinuierlich zu.
    Durch dieses Zusammenspiel, vor allem aber auch kontinuierliche Weiterentwicklung von innovativer, anwendungsspezifischer Software, zeichnen sich vollkommen neue technische Möglichkeiten ab.
    Dr. Platzer hat es so formuliert: "In Industrie 3.0 wurde primär die Hardware von Anlagen weiterentwickelt und mit Standard Software betrieben. Bei Industrie 4.0 werden primär bestehende Anlagen mit neuer Software zu neuen Leistungsmerkmalen befähigt ".
    Abschließend präsentieret Dr. Platzer noch ein herausragendes Beispiel für künstliche Intelligenz eines Roboters anhand des in Asien beliebten  Brettspieles "Go".
    Das Brett ist von  deutlich größerer Dimension  als ein Schachbrett und bietet ein Vielfaches an Optionen im Vergleich zu einem Schachspiel. Ein von Google programmierter Roboter hat  bereits nach wenigen Tagen den besten Go-Spielern Paroli geboten.
    Und der Roboter ist auch in der Lage, gegen sich selbst zu spielen und auch dabei zu lernen. Es wurden ihm nur die 4 Grundregeln des Go-Spiels einprogrammiert...und nach wenigen Tagen war er auf dem Niveau von Spitzenspielern.
                                                                                               
                                                                                                   
                                                                                                                               Roboter beim Brettspiel "Go"
                                                                                                                              
     
    Im direkten Wettstreit ist also  kaum zu gewinnen. Diese Erfahrung machte auch Schachweltmeister Gary Kasparow gegen einen Schachcomputer. Aber bei der Analyse der Züge des Computers hat er Strategien entdeckt, die er sich bislang nicht erschlossen hatte.
    Fazit  - wir können immer einen Vorteil aus Systemen mit künstlicher Intelligenz ziehen, wie auch aus vernetzter Produktion...es liegt an uns, es "intelligent" zu machen. 

    Ein exzellenter Vortrag von Dr. Christian Platzer, dessen Ausführungen uns noch lange begleiten werden, wann und wo immer wir Aspekten von Industrie 4.0 begegnen.

                                 
                                      VP Dr. Herbert Bauer stellt den Referenten vor                       Dr. Christian Platzer                    Dankesworte von Präsident Paul Hendrys



    Clubabend am 9. April 2018 - Die richtigen Führungskräfte finden

    Aufgabe eines Personalberaters ist es,  im Auftrag eines Unternehmens eine offene Stelle mit einem geeigneten Kandidaten zu besetzen.  Hierzu gilt es, die best möglichen Köpfe zu identifizieren - " zu jagen"- und für eine Arbeit im Unternehmen des Auftraggebers zu interessieren und letztlich zu gewinnen. 
                          
                                                        
                                                          Gerhard Schermutzki ......                                                                                                  ...die besten Köpfe finden                                                                              


    Gerhard Schermutzki ist selbständiger Personalberater und hat sich seit Jahren auf die Gewinnung von Führungskräften für die Personalabteilungen von Unternehmen spezialisiert. Zu seinen Kunden in Deutschland zählen zahlreiche Eigentümer geführte Unternehmen.
    Obwohl die Arbeit eines Personalberaters vielfach einen wichtigen Mosaikstein für den Unternehmenserfolg darstellt, gibt es bisher in Deutschland keine spezielle Ausbildung zum Personalberater. Deshalb gibt es auch große Qualitätsunterschiede bei den Personalberatern. Dies spiegelt sich z.B. wieder in einer Umfrage unter rund 1300 Vertretern von Firmen, von denen immerhin rund 60 % von Erfahrungen mit unseriösen Personalberatern berichteten.
    Deshalb ist es für einen Personalberater wichtig, sich durch seriöse und erfolgreiche Tätigkeit zu qualifizieren und sich einen entsprechenden Ruf zu erwerben.

    Zu den Qualitätskriterien zählen u.a.                       
    - profunde Kenntnis der Lage am Arbeitsmarkt,
    - Netzwerk an potentiellen Kandidaten, auch mit bestehendem Arbeitsverhältnis,                                                                                                                                                                                              
    - professioneller Umgang mit online Portalen wie Xing oder Linkedin,
    - meßbare Fehlerreduktion und Zeitersparnis gegenüber der normalen Personalbeschaffung eines Unternehmens
    - Diskretion und Image


         Wie arbeitet ein Personalberater?                                

          1. Einführungsgespräch zwischen Auftraggeber und PB: ca. 40 wesentliche Fragen werden diskutiert.
          2. Entwicklung eines Personalprofils für die gesuchte Person
         3. Online-Akquise (über XING, FACEBOOK und persönliches Netzwerk). Das Recruiting läuft immer stärker über diese Social Media Online-Plattformen (als neue Einkommensquelle).
         4. Kandidatensuche über online Plattformen wie XING, Facebook oder Linkedin, die immer mehr an Bedeutung gewinnen, sowie über persönliche Kontaktaufnahme zu potentiellen Kandidaten
            aus dem eigenen Netzwerk ( Direct Search, Executuve Search). Dabei ist es durchaus üblich, auch  Mitarbeiter der Konkurrenz anzusprechen und abzuwerben. 
           Absolute Verschwiegenheit von allen Beteiligten ist selbstredend gefordert.
        5. Kommunikation der besten Kandidatenprofile an den Auftraggeber und Vorbereitung von Interviews.
        6.Teilnahme an den Kandidaten-Interviews und gegebenenfalls Ausarbeitung einer Empfehlung an den Auftraggeber für die endgültige Entscheidungsfindung

    Trotz der zunehmenden Bedeutung von online Portalen im Umfeld der Besetzung von offenen Stellen ist Gerhard Schermutzki überzeugt, dass auch in Zukunft der Personalberater aufgrund seiner Erfahrung und seiner persönlichen Netzwerke und Kontakte eine bedeutende Rolle bei der Personalbeschaffung von Unternehmen spielen wird.

     

                                     
                                                      
                                                     Präsident Paul Hendrys begrüßt Gäste und Referent                                                         Head Hunting ??
                                                                                                             

    Clubabend am 26. März 2018 - Vererben mit Sinn und Verstand

    Dr. Wolfram Theiss strukturierte seinen Vortrag in 7 Punkte
    1 Kein Notfallplan  -  2 Kein Testament - 3 Heimliche  Nachfolge - 4 Selbstgestricktes Testament - 5 Berliner Testament - 6 Testierfähigkeit - 7 Erbschleicherei

    Vererben mit Sinn und Verstand erfordert in der Regel ein Testament, in dem der Erblasser seine Vorstellungen formuliert. 
    Dies ist wichtig, denn....

                                                       
                                                                   ....."Es gibt ein Leben nach dem Tod. Das Aufleben der Erben" so Dr. Theiss

    Bei der Abfassung eines Testaments gibt es  zahlreiche Aspkete zu berücksichtigen, um  sicher zu stellen, dass die Erbangelegenheit im beabsichtigten Sinn geregelt wird.
    Dazu einige Details zu den Punkten 3 - 6 .

    Heimliche  Nachfolge
    Manche Personen waren ein Leben lang gewohnt, Entscheidungen allein zu treffen.
    .
                                                     

    Diese neigen dazu, mit ihrer Erfahrung auch ein Testament allein ohne Rücksprache mit der Familie zu formulieren.
    Dr. Theiss machte an Beispielen deutlich, welche Probleme  auftreten können. Diese liegen häufig in einer nicht ausreichend präzisen Formulierung z. B. keine genaue Festlegung, wer Erbe ist
    und mit welcher Erbquote, oder Verwendung unklarer Formulierungen, z.B. "Mutter" - ist die Mutter der gemeinsamen Kinder gemeint oder die noch lebende eigene Mutter?
    Aber auch rechtliche Aspekte können nicht beachtet sein, z.B. Zugewinnausgleich/ Pflichtteilsanspruch der Ehefrau. Letztlich kann man so sein Lebenswerk in Gefahr bringen..
    Also es empfiehlt sich nicht, ein Testament allein zu erstellen. 
                                                                                 
    Selbstgestricktes Testament
    Auch ein selbst gefertigtes Testament unter Einbeziehung von Familienangehörigen kann zahlreiche Risiken in sich tragen, die zur Konsequenz haben können, dass die Erbfolge nicht so geregelt wird, wie vom Erblasser eigentlich gewollt.

                             

    Die Gründe  liegen auch hier oft in einer unzureichenden Präzision der Formulierungen.
    Dr. Theiss nannte diesbezüglich einige Beispiele, die zu unterschiedlicher Auslegung führen können. Ein Aspekt sind regionale Sprachgewohnheiten . "Mein letzter Wunsch wäre.." bedeutet im altbayerischen
    eine gebräuchliche Ausdrucksform für den Rechtsfolgewillen. Was der Erblasser als Zuwendung eines Nießbrauchrechts sieht, könnte auch eine Vorerbschaft sein. Barvermögen kann auch Sparkonten umfassen. Mit Bibliothek könnte unter Umständen auch ein Weinkeller gemeint sein. Zuwendung der gemieteten Wohnung kann möglicherweise auch als Zuwendung der Wertgegenstände in der Wohnung ausgelegt werden. Ein gravierendes Beispiel. Eine Erblasserin hatte in ihrem Testament 6 Personen als Erben eingesetzt. Das Oberste Bayerische Landesgericht kam aber aus den Formulierungen zu der Auffassung, dass nur zwei der Personen als Erben anzusehen sind, die weiteren vier nur als Vermächtnisnehmer.
    Deshalb die Empfehlung von Dr. Theiss : keine umgangssprachlichen oder missverständlichen Begriffe verwenden. Zudem genau definieren, was ein Sammelbegriff umfassen soll...und juristischen Rat einholen.

    Berliner Testament
                                          

    Zweck des Berliner Testaments ist es sicherzustellen, dass dem überlebenden Ehepartner der Nachlass des verstorbenen Ehepartners alleine zufällt. Dieses Ziel wird durch den Ausschluss der Nachkommen des Verstorbenen von der gesetzlichen Erbfolge erreicht. Ansonsten würden Kinder gleich miterben, so dass dem überlebenden Partner nur die Hälfte – bei Gütertrennung evtl. sogar nur ein Viertel – des Nachlasses bliebe, was dazu führen könnte, dass größere Vermögenswerte (vor allem gemeinsam erworbenes Haus- und Grundeigentum) vom überlebenden Ehepartner verkauft werden müssen. Auch hier gilt es natürlich auch alle Vorschriften exakt einzuhalten. Aber auch Weiterentwicklungen zu bedenken.

    Dr. Theiss stellte folgendes Beispiel vor. Ein Ehepaar verfasste  bereits in relativ  jungen Jahren ( 1975)  ein Berliner Testament. Der Überlebende wurde Alleinerbe. Die Erben des Überlebenden wurden zu gleichen Teilen Sohn und Tochter. Im Jahr 2000 stirbt die Ehefrau. Der Mann wird Alleinerbe.
    Über die Zeit kommt es zu einer Entfremdung von Vater und Sohn, während sich Tochter und Schwiegersohn liebevoll um den Vater kümmern. Im Jahr 2013 ändert dieser das Testament und setzt Tochter und Schwiegersohn als Erben ein. Der Sohn ging dagegen erfolgreich vor, denn das Testament aus 1975 hatte noch Bestand, da keine Öffnungsklausel vorgesehen war.... 

     

    Testierfähigkeit

    Hierzu erwähnte Dr. Theiss den Fall des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt, der kurz vor seinem Tod einen Großteil seiner Gemälde einem Museum in Bern vermachte. Eine Cousine erhob den Einwand,
    Cornelius Gurlitt sei nicht mehr testierfähig gewesen. Diesem Einwand wurde aber nicht stattgegeben und zahlreiche Gemälde gingen entsprechend dem Testament nach Bern.
     
                                                          

    Grundsätzlich machen übergangene Erben immer häufiger den Einwand geltend, dass der Erblasser wegen einer geistigen Einschränkung nicht mehr testierfähig gewesen wäre und das ihnen nachteilige Testament deshalb ungültig sei. Die Testierfähigkeit anzuzweifeln ist ein Dreh- und Angelpunkt, um ein Testament zu kippen. Dieser Einwand wird zunehmend vorgebracht, da Personen immer öfter bis ins hohe Alter mit der Abfassung eines Testaments warten und u.a. die Anzahl dementiell Erkrankter zunimmt. 
    Deshalb empfiehlt sich im Einzelfall, vorsorglich eine Bestätigung der Testierfähigkeit einzuholen. Diese kann nur von einem Facharzt für Psychiatrie und Neurologie ausgestellt werden. Und es gibt nur testierfähig oder nicht testierfähig ( kein eingeschränkt testierfähig). Viele gute Gründe, mit der Abfassung des Testaments nicht zu lange zu warten.

    Zusammenfassung und Fazit bezüglich Testamentsgestaltung:

                      
                                                            Fazit                                                         .                                  von Dr. Wolfram Theiss

    Dr. Wolfram Theiss erhielt langanhalten Beifall für seine überzeugenden Ausführungen. Obwohl Rechtsanwalt, hat er auf juristische Feinheiten weitgehend verzichtet. Vielmehr hat er nachvollziehbare Beispiele aus dem richtigen Leben aufgegriffen, die jeder gleich ein- und zuordnen konnte. Neben dem Vererben waren implizit auch einige Tipps für das Erben eingebaut. 
    Mit seinem Humor hat er alle Teilnehmer des Abends erreicht, für einen guten Dialog gesorgt und eine fröhliche Stimmung bewirkt, vielleicht auch, weil mancher schmunzelnd dachte: " Erst noch erben - dann vererben". Jedenfalls hat  Dr. Theiss  zu verstehen gegeben, dass auch er von der Atmosphäre, dem Leben auf diesem Clubabend sehr angetan war.

       
                                ..............................................................................................Impressionen vom Clubabend............................................................................................

                                                 
                                                                  Dr. Wolfram Theiss....                                             ... und Präsident Paul Hendrys


    Clubabend am 12. März 2018 - Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

    Prof. Dr. med Klaus Timmer informierte zunächst über Aspekte  der ärztlichen Betreuung und Versorgung nicht mehr handlungsfähiger Patienten.
    Dann ging er auf grundlegende juristische Fragen der Formulierung von Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung ein anhand der Charts seines diesbezüglichen Partners  RA Klaus Kitzinger.
    Sinn und Zweck der Vorsorgevollmacht ist die selbst bestimmte Betreuung durch eine Person des Vertrauens, z.B. Sohn oder Tochter. 
    Mit einer Vorsorgevollmacht entfällt ein Betreuungsverfahren durch ein Gericht mit Auswahl eines (berufsmäßigen) Betreuers mit Festlegung von Aufgaben und Kontrolle.

                                                                                                    
                                                                                   
         
     Die Vorsorgevollmacht erstreckt sich auf 2 Bereiche:         
    Vermögensangelegenheiten - z.B. Entgegennahme von Post, Bankgeschäfte, Vermögensverwaltung etc.
    Persönliche Angelegenheiten - z.B.  Bestimmung des Aufenthaltes,  Einwilligung in ärztliche Behandlung, Beachtung und Durchsetzung einer Patientenverfügung.
    Die Erteilung der Vorsorgevollmacht verlangt Geschäftsfähigkeit. Dieser Schritt ist also rechtzeitig vorzunehmen. 
    Es gibt keine besonderen Bestimmungen, jedoch empfiehlt sich die Schriftform. Muster und Formulare unter www.bmj.de oder www.justiz.bayern.de.

    Die Patientenverfügung dient dem Recht auf Selbstbestimmung  hinsichtlich ärztlicher Betreuung. Sie formuliert Wünsche für den Fall, dass man entscheidungsunfähig wird.
    Sie bezieht sich auf Einleitung, Umfang und Beendigung von ärztlichen Maßnahmen, wenn eine Heilung nicht mehr abzusehen ist. Sie bildet eine wesentliche Ergänzung zur  Vorsorgevollmacht.
    Für die Patientenverfügung ist ein klarer rechtlicher Rahmen gegeben. Sie verlangt recht konkrete Beschreibungen - der Situation, der Maßnahmen etc. Allgemeine Formulierungen sind nicht ausreichend. 
    Es ist  also eine Herausforderung, in guten Tagen zu antizipieren, wie man im Fall der Entscheidungsunfähigkeit die ärztliche Betreuung geregelt haben möchte, die für Ärzte und Angehörige verbindlich ist.
    Deshalb ist es auch im eigenen Interesse berechtigt, sich von Zeit zu Zeit die Frage nach der Notwendigkeit einer Aktualisierung zu stellen.

    Prof. Dr. Klaus Timmer erhielt lang anhaltenden Beifall für seine klaren Ausführungen zu einem komplexen und emotional besetzten Thema. Dieses wurde anschließend mit großem Interesse diskutiert,
    wohlwissend um dessen Bedeutung, aber auch um die Neigung, die Ausführung gerne noch etwas vor sich herzuschieben.
     
     
       
                                         Gespannte Teilnehmer                                              Klare Ausführungen  -  Rahmen für Patientenverfügung                                    Aufmerksames Zuhören - eifrige Notizen                 
                                                    

                                                                                         
                                                                                                                                             Auftakt zur Diskussion


    Clubabend am 26. Februar 2018 - "Cross Over Team Stiftung in Schliersee" - Herausragende Jugendarbeit seit über 20 Jahren

    Das Cross-Over Team wurde 1995 von Karin Maichel-Ritter in Schliersee gegründet.

                                                           

    Ziel ist die „Begabungsförderung“ bei Kindern und Jugendlichen. Cross Over bedeute dabei "...quer durch alle sozialen, religiösen und Bildungs-Schichten“Karin Maichel-Ritter ist hierfür in besonderer Weise prädestiniert mit ihrem multikulturellen Hintergrund .....mehrsprachig aufgewachsen in Japan in einer deutsch-österreichischen Familie, seit Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Bayern eingerichtet. Zudem hat sie internationale fachliche Qualifikation durch Studium in Japan und in den USA mit einem Schwerpunkt  "Berufsnahe spezielle Therapie und Begleitung von Kindern".

    Selbst Mutter von 3 Kindern hat sie 1995 den Mut gefasst, selbst etwas für die Leute in der Gemeinde zu tun, insbesondere für die Kinder und Jugendlichen, und das Cross Over Team gegründet.

    Ziel ist es junge Leute in der Freizeit für kulturelle Projekte  zu gewinnen und zu begeistern sowie durch schulische Projekte in den Abschlussklassen auf den Übertritt in die Arbeitswelt vorzubereiten.

    Dabei sollen sie lernen, ihren Körper, Geist und zeitgemäße Technik zu beherrschen und dadurch ziel- und anwendungsorientiert zu arbeiten. Das Hauptaugenmerk richtet sich auf eine lebensfreundliche Entwicklung der individuellen Persönlichkeiten auf der Basis christlicher Grundüberzeugungen.  Zivilcourage, Respektierung der demokratischen Grundordnung und die Teamarbeit sollen besonders gefördert werden. Das Cross-Over Team möchte kulturelle Traditionen und Wurzeln in seinen Projekten bewahren.
    "Werte zu bewahren, bedeutet für uns, sie gemeinsam zu hinterfragen. Wer der jungen Generation Ziele anbieten oder vorgeben will, muss erklären können, warum sie erstrebenswert sind, und diese Ziele sinnvoll und erreichbar gemeinsam mit den jungen Leuten gestalten," so Karin Maichel-Ritter.


    Dr. Alois Maichel schilderte wesentliche Etappen der Entwicklungsgeschichte des Cross Over Teams.


                                        


    Bezüglich der Teamarbeit haben sich aus den rund 250 Kindern bis heute  8 Talentgruppen gebildet, von der Cross Over Dance Group über die Media IT Nerds  bis zur Cross Over Song Group. Mit  Kreativität und Können bereichern sie z.B. Gottesdienste, Kirchentage oder Seefeste. Jährlich organisieren sie eine Großveranstaltung, treten aber auch bei zahlreichen Anlässen im Landkreis auf, aber auch in München, z.B. in der Muffathalle.


        
                                                Cross Over Team                                                                  Mediale Lichtgestaltung in der Kirche                                                   Cross Over Dance Group


    Im Jahr 2003 wurde dann die Cross Over Team Stiftung gegründet durch ein von privater Seite eingebrachtes Stiftungskapital. Dieser Schritt hat keine besondere wirtschaftliche Zielrichtung. Vielmehr bietet eine gemeinnützige operative Stiftung des bürgerlichen Rechts einen stabilen rechtlichen Rahmen.

     
    Bernd Ritter als Geschäftsführer, Karin Maichel-Ritter als 1. Vorsitzende und Dr. Alois Maichel als 2. Vorsitzender sind die tragenden Säulen und stehen für Kontinuität. 


                                                                                     

    In  dem schulischen Projekt Jugend Perspektive Arbeit besteht eine enge Zusammenarbeit im Landkreis mit 8 Kommunen  und deren Schulen. Diese Arbeit verzeichnet hervorragende Erfolge.
    Im Rahmen der Bewerbung des Landkreises Miesbach um die Zertifizierung als Bildungsregion wurde Jugend Perspektive Arbeit als Best Practic - Projekt hervorgehoben. 
    Durch diese Erfolge und die zahlreichen Auftritte erfreut sich die Cross Over Team Stiftung großer Wertschätzung, auch "cross over" bei renommierten Persönlichkeiten mit Bezug zum Bayerischen Oberland wie Robert Salzl, früherer Chef Pilot der Lufthansa, oder Peter Schlickenrieder, Olympiazweiter im Schilanglauf in Salt Lake City 2002.


    Die Präsentation auf dem Clubabend hat einen schlüssigen Überblick wie auch tiefe Einblicke in die so komplexe wie auch erfolgreiche Cross Over Team Stiftung geben. "Just in Time" kam am Tag danach  im Münchner Merkur, Ausgabe Miesbach, die Meldung, dass die Kommunen Hausham und Bayrischzell die Kooperation mit der Stiftung um weitere 2 Jahre verlängert haben..  und die anderen Kommunen  werden sicher folgen. Herzlichen Glückwunsch und ein "weiter so" im Sinne der Jugend und unserer Zukunft! 


      
                         Großes Interesse der Teilnehmer                                                         Beifall für die Ausführungen                                         Kleines Geschenk und große Wertschätzung


    Clubabend am 29. Januar 2018   " Politik, Medien, wir alle" - Einschätzungen von Siegmund Gottlieb, langjähriger Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens 

    Siegmund Gottlieb bedankte sich für die Einladung und war sich sicher, hier einen Kreis von Zuhörern anzutreffen, der interessiert seinen Thesen und Einschätzungen folgt... und er hatte Recht.


    Sein Thema des Abends hat er wie folgt formuliert:

                                                                                                 Politik, Medien und wir alle – Deutschland im Härtetest.



                                                                     
       



        1. Wir alle

    An den Beginn seiner Ausführungen stellte Gottlieb die Frage:

                                                            Was ist los in Deutschland?      Es geht uns gut. Die Wirtschaft boomt, der Konsum ist hoch.

     
                                      
                                                                     ..................................................Es geht uns gut.............................................................

    Flüchtlinge und Migranten kommen zu uns in das vermeintlich „gelobte Land“.

    Aber wir haben einen signifikanten Vertrauensverlust, vor allen in Eliten der Politik. Aber auch immer weniger Vertrauen in Informationen.  Die Toleranz läßt nach. Vieles geht uns zu langsam.
    Dieser Eindruck wird bestärkt durch das nun schon 4- monatige Ringen um eine neue Regierung.
     

    Gottlieb`s These: Wir haben das Gefühl, etwas zu verlieren. Wir sind nicht unzufrieden mit dem gegenwärtigen Stand, aber haben Sorge beim Blick in die Zukunft.
    Und Sorgen sind weit verbreitet bis hinein in den Mittelstand, auch hinein in die jüngere Generation.

                                                                                               


    Gründe für Sorgen.

    Unkontrollierter Zustrom von Flüchtlingen und Migranten und daraus resultierende langjährige  Herausforderung der Integration ist nur ein Grund.

    Noch geht es uns gut. Politische Prognosen werden auf  Basis der Annahme erstellt, es geht so weiter.

    Dennoch befürchten viele, es könnte anders werden. Die Konjunktur könnte sich abschwächen. Nicht auszuschließen, die Automobilindustrie, wichtigste Säule der Wirtschaft, könnte zerrieben werden zwischen
    USA und China, im Wettlauf um neue Technogien wie hochautomatisiertes Fahren oder E-Autos, aber auch durch selbst verursachten Imageverlust, zudem überzeichnet von den eigenen Medien.

    Die Digitalisierung ist unumkehrbar und eine besondere Herausforderung. Politiker haben hierauf noch keine ausreichende Antwort. Deshalb wäre nach Meinung von Siegmund Gottlieb die FDP diesbezüglich als
    Partner in einer Regierung hilfreich gewesen.

    Aber auch Sorge hinsichtlich Zukunftstechnologien wie Künstliche Intelligenz und deren Auswirkung auf Arbeitsplätze ist zu spüren. Sorge, wer wird zukünftig die Renten bezahlen. Sorge bezüglich
    Verschuldung des Bundes und fast aller Staaten der EU. Wer wird die Zeche bezahlen? Wir alle?

    Auch die neue Große Koalition ( GroKo) dürfte dazu beitragen, das Erbe von Schröder weiter zu verspielen. Mindestlohn und Rente mit 63 waren diesbezüglich erste Elemente. Die Politik ist zu sehr beschäftigt,
    kurzfristige Probleme zu lösen oder Erwartungen zu erfüllen.

    Norbert Bolz, prominenter Medien – und Kommunikationswissenschaftler, meinte in einer Münchner Runde: „Politik ist zur Lösung von Problemen mutiert, die sich täglich neu ergeben -  also zur Behandlung von
    Opportunitäten -  aber wenig zur Entwicklung längerfristige Strategien“.


    Nach Einschätzung von Siegmund Gottlieb ist das in wenigen Worten die Gefühlslage der Menschen hier im Lande. Gerade in so einer Situation gilt es sich an ein Wort von John F. Kennedy zu erinnern:       „Frage nicht was Dein Land für Dich tun kann, sondern was Du für Dein Land tun kannst“.


    2. Politik

    Seit der Wahl am 24. September 2017 haben wir 7 Parteien im Deutschen Bundestag mit über 700 Abgeordneten. 

                                                                                        



    Rund 80 %  der Wähler votierten für eine breite Mitte, rund 20 % der Stimmen gingen an die Ränder des politischen Spektrums . Das ist verkraftbar.

    Die 3 großen Parteien haben das bisher schlechteste Wahlergebnis erzielt. Aus großen Parteien wurden „kleine“ Parteien. Die Zeit der absoluten Mehrheiten scheint vorbei zu sein. Sicher im Bund, vielleicht sogar in Bayern.

    Wo stehen die Parteien und ihre Spitzenvertreter?

    Für die CDU bricht mit einer neuen GroKo die letzte Amtsperiode mit Kanzlerin Merkel an. Eine Nachfolgeregelung ist zaghaft andiskutiert mit Annegret Kramp-Karrenbauer

    Die SPD ist tief zerrissen. Der Spaltungsprozess hat vor vielen Jahren begonnen mit den Aktivitäten der Linken, hat sich fortgesetzt in den Diskussionen um die Agenda 2010 und geht jetzt weiter mit dem Ringen um eine neue GroKo. Obwohl Martin Schulz mit 100 % der Stimmen zum neuen Parteivorsitzenden gewählt wurde, hat er nur wenig Rückhalt in der Partei. Dazu tragen auch seine Kehrtwendungen in den Aussagen bezüglich Fortsetzung GroKo und Übernahme eines Ministeramtes bei.

    Die CSU befindet sich auch in einer schwierigen Situation. Die Arbeitsteilung Seehofer (Parteichef) und Söder (Ministerpräsident) wird aus Erfahrung nicht gut.  Ämtertrennung war bei der CSU immer ein Problem, wie die Beispiele aus der Vergangenheit zeigen  - Strauß und Goppel, Stoiber und Waigel, Beckstein und Huber. Wenn eine GroKo kommt, dürfte Seehofer ein Ministeramt übernehmen, sonst wäre er nur mehr einfaches Mitglied des Landtages unter Ministerpräsident Söder. Entscheidend wird sein, wer wird neuer Parteichef der CSU.

    Die AfD wird bei einer GroKo größte Oppositionspartei. Das kann nicht ungeteilt gefallen, solange einige rechtsradikale Tendenzen nicht eliminiert sind. Aber 6 Mio AfD Wähler sind nicht rechtsgerichtet, sondern vielleicht vorwiegend Protestwähler, so die These von Gottlieb. Die AfD dürfte wachsen bei Unzufriedenheit mit der Regierung und abnehmen bei guter Arbeit der Regierung.

    Die FDP wollte nach Ansicht von Gottlieb keine Jamaika Koalition. Aber vielleicht hat die FDP gemeint, dass auch Merkel diese nicht wollte. Zumindest hat sie sich sehr passiv verhalten. Die FDP wußte, dass es mehr Nähe gab zwischen CDU und den Grünen. Letztlich hat auch Jürgen Trittin maßgeblich zum Austritt der FDP aus den Sondierungsgesprächen beigetragen.
    Gottlieb ist  der Meinung, dies dürfte der FDP aber auf Dauer nicht schaden. Möglicherweise versucht sich die FDP als Alternative zu positionieren, als „Versteher“ der Wirtschaft und der Digitalisierung.

    Die Grünen befinden sich mit den neuen Parteivorsitzenden Robert Habeck und Annalena Baerlock in einer Aufbruchstimmung.
    Man will an manchen alten Parteidogmen nicht mehr festhalten. Der Parteitag folgte Habeck und stimmte der vorläufigen Fortsetzung seines Ministeramtes in Schleswig-Holstein auch als Parteivorsitzender zu. Man will Verantwortung in Regierungen übernehmen…bislang in zahlreichen Bundesländern, mittelfristig auch in einer Bundesregierung. Dazu wollen die Grünen das thematische Spektrum erweitern. Sie könnten zum Sammelbecken für Links-Liberale Wählerinnen und Wähler werden

    Was ist von einer neuen GroKo zu erwarten?

                                                                                    

    Primär ein weiter so in Deutschland. Alle bevorzugen die GroKo  im Vergleich zu einer Neuwahl mit ungewissem Ausgang – und es winken Ämter.
    „Einzigartig“  die Mitgliederbefragung in der SPD zur Politik ihrer Spitze bezüglich GroKo.                                                    

    Das Sondierungspapier enthält  einen Passus, dass nach 2 Jahren alles auf den Prüfstand kommt. In der Technik würde man von einer „Sollbruchstelle“ sprechen.
    Wenn die GroKo nicht hält,  könnte das der Zeitpunkt für ein Ende und für einen Neubeginn sein, sofern dies nicht am Widerstand der Abgeordneten scheitert.


     3. Medien  

                                                    
                                                                     

    Manchmal heißt es.“ Die Medien sind an allem schuld“. Wenn auch  verständlich, ist das natürlich zu kurz gesprungen. Eine differenzierte Betrachtung ist notwendig und hilfreich.
    Eines wurde von Gottlieb vorab klargestellt. „Eine Lügenpresse gibt es nicht“. Denn Lüge setzt Absicht voraus.

    Auch wenn manche Meldungen und Berichte Anlass zu berechtigter Kritik geben, so sollte man die Herausforderungen der Medien bedenken.

    Medien müssen in einer komplizierten Welt immer mehr erklären. Hierzu  meinte Gottlieb schmunzelnd: "Manchmal eine Ahnung so weit wie ein Meer, aber nur so tief wie eine Pfütze“.
    Zum Teil fehlt die Zeit für profunde Recherche, manchmal aber auch ausreichende Kenntnis zu bestimmten Themenkreisen.

    So werden oft Vorgänge ohne profunde Hintergrundinformation geschildert. Als Beispiel wurde auch die Flüchtlingsthematik genannt. Dort wurde mangelndes Wissen mit viel Gewissen überdeckt. Das ist aber unzureichend. Denn die berechtigte Wahrnehmung von Einzelschicksalen ersetzt nicht die Notwendigkeit, Gesamtzusammenhänge aufzuzeigen

    Zusätzlich zu  der komplexen Welt wird infolge der Digitalisierung eine zunehmende Schnelligkeit in der Berichterstattung erwartet.  Dies führt zu einem quasi kontinuierlichen Vibrieren an Meldungen in der Medienlandschaft mit Inhalten von immer kürzerer Halbwertszeit. Letztlich verleitet dies auch zum Kopieren.

    Erster sein – das ist die Währung, in der bei den Medien gezahlt wird. „Dieser Sofortismus hat naturgegeben nicht viel Stabiles".

                                                                                                  
                                      
    Als Beispiel für einen „Supergau“ durch super schnelle Berichterstattung nannte Gottlieb die Nachricht eines Teils der Medien, das Bundesverfassungsgericht habe die NPD verboten.
    Einige Medien wollten die Ersten sein… haben dann fälschlicherweise die Formulierung des Antrages als Endergebnis kommuniziert.

    Glücklicherweise war da die BR 24 App nicht involviert, die von Gottlieb ins Leben gerufen wurde. Er hat seinen Mitarbeitern klar kommuniziert: „Für eine erfolgreiche Markenbildung ist es unerlässlich, dass ihr oft bei den Ersten genannt werdet“. Dessen ungeachtet gilt aber der Grundsatz: „Be first, but first be sure“.

    Sachverhalte werden manchmal auch zu sehr durch Personalisierung ersetzt. Zum Teil übertrieben in der Politik, aber auch in der Wirtschaft, wie z.B. in der Automobilindustrie. Und die Schwester der Personalisierung ist die Skandalisierung.

    Zusätzlich zu Komplexität und Schnelligkeit besteht harter Wettbewerb um den Kunden, wie bei ARD und ZDF, z.B. bezüglich aktueller Sendungen wie Brennpunkt oder Heute spezial.

    Bezüglich politischer Informationen wird oft auch der Vorwurf erhoben, nicht mehr nur kritisch über Vorgänge zu berichten, sondern durch eigene Meinungen zu einem Teil der „handelnden Eliten“ zu werden.

    Mit Recht fragen sich auch viele: „Wo bleibt das Gute, das Positive in der Berichterstattung?“

    Der Journalismus ist gefordert, wieder das richtige Maß zu finden, die Mitte zwischen Alarmismus und Themendemenz, also dem abrupten „Vergessen“ eines Themas, obwohl nachhaltigere Berichterstattung angebracht wäre.

    Gerade für kleinere Medien wird die journalistische Arbeit oft zu einem Härtetest - kommerzielle Zwänge, keine Ressourcen für ausreichende Recherche. Kopieren oder schnelle Informationsbeschaffung in großen Onlineportalen ist eine Folge.

    Dennoch kein Grund zu verzagen. "Nach 3 Wochen USA ist man wieder froh über unsere Medienlandschaft".

    Und Gottlieb schloss seine Ausführungen mit einem Vergleich. „In einem Härtetest zeigen Ingenieure, welche Belastungen technische Produkte wie z.B. ein Flugzeug aushalten …vor allem, wenn es zudem die richtigen Piloten hat“. Darauf können wir in Deutschland hoffen, bezüglich Medien, bezüglich Politik. Und in einer Demokratie können wir alle unseren Beitrag dazu leisten.

        

                                                                                    

    Siegmund Gottlieb erhielt langanhaltenden Beifall für seine Ausführungen, offen und ehrlich, klar in der Aussage, ohne zu überzeichnen, getragen von umfangreichen Wissen und langjähriger Erfahrung, geprägt von hoher Qualität und Professionalität.

    Aus der Diskussion seien beispielhaft einige Aspekte zitiert.
    Unter anderem wurde hinterfragt: “Wenn es keine Lügenpresse gibt, könnte es eine Schweigepresse geben, z.B. durch Absprachen?“ Dies wurde von Gottlieb verneint.

    Eine weitere Wortmeldung  bezog sich auf die Chance, dass Medien wieder vermehrt Zukunftsthemen mit längerem Zeithorizont aufgreifen. Nach Gottlieb wäre dies wünschenswert. Es  bleibt aber fraglich, u.a. aufgrund der notwendigen fachlichen Tiefe in speziellen Themen, aber auch der kommerziellen Zwänge.

    Abschließend wurde noch angesprochen, dass Information und Kommentar oft vermischt werden. Diese Mischung erzeugt Verzerrung. Gottlieb teilte diese Auffassung. So folgt z.B. in der Tageschau auf einen Bericht häufig noch eine Einordnung durch einen Korrespondenten. Dann und wann sogar zu Kommentaren. Aber auch die Einstimmung eines Moderators auf einen Bericht kann schon subjektiv gefärbt sein.

    Der Vortrag von Siegmund Gottlieb mit Diskussion war ein besonderes Erlebnis. Die Ausführungen haben eigene Einschätzungen bestärkt, vor allem aber neue Einblicke eröffnet, die es erleichtern, Einzelmeldungen besser einzuordnen und Gesamtzusammenhänge klarer zu erkennen. Ein bleibender Mehrwert für jeden von uns.                                                                                                              

                                                                                                                              

         

                                  Vortrag von Siegmund Gottlieb                                                                                      Moderierte Diskussion                                                                   Dank von Präsident Paul Hendrys


        

                                                  ...............................................................Fortsetzung lebhafter Diskussionen an den einzelnen Tischen...................................................
     



    Clubabend am 15. Januar 2018   " Geld- und Kapitalmarkt" - Erläuterungen und Diskussion zu Finanz-Anlagen von Bankdirektor Peter Prasser


    Nachfolgend zu einigen Aspekten weitere Hintergrundinformation, wie sie auch in der Diskussion zur Sprache kam. 

    Bezüglich politischer Einflüsse bedeutet der Brexit einen massiven Einschnitt. Es ist zum ersten Mal, dass ein Land die EU verlässt.
    Großbritannien ist das Land mit der zweitgrößten Wirtschaftskraft, nach Deutschland und noch vor Frankreich. Die Wirtschaftskraft der Briten entspricht der Summe der 20 kleineren EU Länder.

     
                                  
                                                                                                                                     Quelle Wikipedia

    Deutschland als wirtschaftsstarkes Exportland verliert mit Großbritannien den natürlich Verbündeten für eine weltoffene Handelspolitik.
    Deshalb steht zu erwarten, dass die Bundesrepublik bei der Diskussion um den Kurs der EU und letztlich beim Wettstreit um das gemeinschaftlich verwaltete Geld zunehmend in die Defensive gerät.
    Mit dem Brexit wird Deutschland auch im Ministerrat der EU die Sperrminorität verlieren, über die sie mit Großbritannien und den Ländern des ehemaligen D- Mark Blockes  - Niederlande, Österreich und Finnland  - verfügte, deren Währungen früher fest an den Kurs der D-Mark gekoppelt waren. Das gilt auch für den wichtigsten Rat, den Eco-Fin-Rat mit den Wirtschafts- und Finanzministern der EU.  

    Noch gelingt es Europa nicht, seine Staatshaushalte zu sanieren. Bei 11 Ländern liegt die Verschuldungsquote bezogen auf das BIP über der selbst auferlegten Grenze von 60 %.
    Auch von der EU und der Euro Zone wird in ihrer Gesamtheit diese Grenze  jeweils deutlich überschritten. Reformen erscheinen notwendig, um Risiken zu reduzieren.

    Chinas Bankenmarkt und Immobilienpreise sind überhitzt. Dies wird aber  nicht als aktuell akutes  Risiko für eine eventuelle nächste Finanzkrise gesehen, denn in China herrscht eine staatlich gelenkte Wirtschaft. Zudem ist China der größte Investor in amerikanische Staatsanleihen.
    Also werden China und USA  Interesse haben, ihre großen Länder in wirtschaftlich ruhigen Fahrwassern zu halten.
    Gold ist also sogenannte Angstwährung eine bewährte Form für Anlagen in Krisenzeiten. Zur Zeit ist aber keine Krise

    Die Größe der Geldmenge hat keinen wesentlichen Einfluss mehr auf die Inflation. Anlagestrategien sollten sich idealerweise an den Megatrends orientieren, die unsere Zukunft beeinflussen.
    Sie lassen sich in 4 Kategorien fassen: Digitalisierung, Wachstum & Ressourcen, Klima & Nachhaltigkeit, Niedrigzinsen & Demographie.
    Für den Anleger bieten sich als stabiles Portfolio  u.a. folgende Anlage-Klassen: Aktien, Renten, Rohstoffe, Alternative Investments, Immobilien.

    Für dieses Jahr ist noch eine gute Entwicklung zu erwarten, da die Auftragsbücher der deutschen Industrie voll sind. Prognosen für die Jahre danach sind noch zu früh.
    Risiken könnten sich ab 2020  aber durchaus erhöhen.


                                                                                           
                                                                                                              Peter Prasser in der Diskussion.

    Präsident Paul Hendrys dankte Peter Prasser für seine profunden Ausführungen und die interessante Diskussion und meinte schmunzelnd. "Sollten sich am Trend Radar für Anleger gefährliche Entwicklungen abzeichnen,würden wir uns über ein zeitnahes Warnsignal freuen". Lächelnd entgegnete Peter Prasser:  " Die Clubabende im 2 wöchigen Abstand sind sicher zeitlich eng genug gestaffelt".
     
                     Die Gäste treffen ein                                     Dr. Hans-Otto Feldhütter bedankt sich für die               Paul Hendrys u. Gattin im Gespräch mit Peter Prasser            Lächeln  -  und ein Präsent zum Dank 
                                                                                                 Glückwünsche  zum runden Geburtstag                          

     
                                                                                                                         

    Aktuell Lions-Jahr 2017/2018 - Clubabende 2017

    Clubabend am 13. November 2017   "Erläuterungen zu Koran und Islam"  - Vortrag und Diskussion mit Buchautor Joachim Wildeis 

    Bezüglich freier Ausübung der Religion und einem Bestreben nach friedlichem Miteinander mit den Muslimen in unserem Land gab es volles Einvernehmen. Dies war auch kein Punkt in der Diskussion. die sich auf den Aspekt "Islam und Gesellschaftsordnung" konzentrierte. Joachim Wildeis wies schon zu Beginn seiner Ausführung auf die unzureichende politische Diskussion dieser Thematik hin, die auch von den Medien kaum aufgegriffen wird.
                               

    Dieses Thema hinterfragten Teilnehmer in der Diskussion, z.B. auch vor dem Hintergrund, dass einige Imane in Deutschland öffentlich den Stellenwert der freiheitlichen Demokratie relativieren.
    Einer der Gründe für unzureichende Diskussion könnte sein, dass zur Zeit die Politik primär das freiheitliche, multikulturelle Zusammenleben unterstützt und ein Einfordern hierfür notweniger Regeln in der Öffentlichkeit nicht besonders thematisiert, um jeglicher Art von Diskriminierung vorzubeugen. Ein weiterer Aspekt könnte aber auch sein, dass die politische Komponente eine größere Dimension hat als man uns gemeinhin wissen läßt. Darauf ließe eine politikwissenschaftliche Studie aus den USA über das Phänomen der Massenmigration schließen. Eine Wellenbewegung im Zustrom von Muslimen  nach Europa hat es über die Jahrhunderte immer wieder gegeben. Aber in jüngster Zeit kamen die meisten Menschen über organsierte Schleuser, die wiederum Kontakt zu Regierungen haben dürften. Zumindest haben Gespräche auf politischer Ebene z.B. mit der Türkei und Libyen Änderungen bewirkt.
    Letztlich wurde in der Diskussion auch der Aspekt der "wehrhaften Demokratie" angesprochen, vor Jahren ganz oben auf der politischen Agenda. Dabei ist jeder Bürger aufgerufen, sich auf unsere kulturellen und religiösen Wurzeln zu besinnen und für unsere freiheitliche Grundordnung einzutreten. Und der Staat ist aufgerufen, für die Einhaltung der für ein freiheitliches Zusammenleben notwenigen Grundregeln zu sorgen und diese vor allem von allen Staatsdienern, z.B. in den Sicherheitskräften und der Justiz, ohne wenn und aber einzufordern.
    Diese wenigen Sätze dürften eine zutreffende Zusammenfassung der Diskussion wiedergeben.

         
                 Gegenseitiges Zuhören auch bei der Diskussion                                  Konzentrierter Referent                                               "Reich beschenkt"                                            Fortsetzung  am "runden" Tisch

    "Ziel erreicht" hieß es mit Recht am Ende dieses interessanten Clubabends zu einem aktuellen Thema, das uns jeden Tag begegnet. Ein informativer Referent, eine zielführende Diskussion, getragen von kundigen Fragen und ausgewogenen Argumenten in einer Atmosphäre des Zuhörens und gegenseitigem Respekts. So würde man sich auch manche Talkrunde wünschen.


    Clubabend am 23. Oktober 2017 -   "Wie sicher ist München?" - Vortrag von Stefan Kastner, Ltd. Kriminaldirektor München

    Die grundsätzliche Struktur des Vortrages und einige wesentliche Inhalt der Ausführungen von Stefan Kastner sind bereits auf der Startseite beschrieben.
    Mit den nachfolgenden Informationen sollen einige Aspekte noch weiter verdeutlicht werden.
    An den Beginn stellte Stefan Kastner die Entwicklung der Straftaten in München von den 50-iger Jahren bis zum Jahr 2015. Es zeigt sich ein leichter kontinuierlicher Anstieg, verursacht u.a. durch die steigende Zahl an Einwohnern in der Stadt. Dabei ist fast jede Dekade geprägt von einem besonderen Phänomen. Vom beginnenden Konsumverhalten in den 60.iger Jahren über  Linksterror, die Grenzöffnung in de 90-iger Jahren, die Verbreitung des Internets um die Jahrhundertwende bis hin zur Zuwanderung von Flüchtlingen in 2015. Der gerade hieraus resultierende anteilige Anstieg an Straftaten bezieht sich aber vorwiegend auf Vergehen gegen  Asyl- und Aufenthaltsbestimmungen. .
                                                                  

    Der  angesprochene Einfluss von Zuwanderern auf Strafftaten in München ist ebenfalls in  einer Graphik verdeutlicht. Bei leichtem Diebstahl und Rohheitsdelikten war ein Anstieg gegeben, bei schweren Straftaten aber nur ein marginaler Anteil  zu verzeichnen. Die Polizei in München hat die Situation unter Kontrolle. Hier haben nach Ansicht von Kastner auch viele Helfer in der Betreuung von Flüchtlingen indirekt einen wichtigen Beitrag geleistet.

    Der Hauptbahnhof in München ist unverändert ein Brennpunkt für Strafftaten. Viele wurden unter Alkoholeinfluß begangen. Das verhängte Alkoholverbot ab den späten Nachtsunden hat positive Wirkung gezeigt. Was bleibt ist eine hohe Anzahl von Rauschgiftdelikten. Die Polizei hat diese Szene aber unter besonderer Beobachtung.
    Bezüglich des brennenden Themas Wohnungseinbrüche ist München über die vergangenen 30 Jahre mit Abstand die sicherste Großstadt in Deutschland ( s. rote Balkenreihe: im Vergleich zu Berlin, Hamburg,   Frankfurt und Köln).  Eine Situation, die allgemein beruhigt, ohne sorglos zu machen.
                                                                                                   
                                                              
                                                                         
                                            

    In der Diskussion wurde u.a. die Frage bezüglich terroristischer Gefährder gestellt. Stefan Kastner erklärte, es wird mit allen relevanten Stellen eng zusammengearbeitet. Zur Zeit ergeben sich keine  Anzeichen für ein spezielle Gefährdungslage. In diesem Zusammenhang meinte er, dass  psychisch labile Personen, teilweise Wiederholungstäter, akut ein höheres Risiko darstellen. Er bezog sich in diesem Zusammenhang auf den Großeinsatz vor wenigen Tagen aufgrund von Messerattacken eines Täters im Bereich des Ostbahnhofs. Dabei hat Stefan Kastner auch erwähnt, dass hier nicht nur diensthabende Polizeikräfte zusammengezogen werden, sondern Einsatzkräfte auch spontan z.B. aus dem Wochenende geholt werden. Dies funktioniert vorbildlich und spricht für den hervorragenden Zusammenhalt innerhalb der Polizei in München. 

      
                                                         
                                                                                                         Wohlfühlatmosphäre mit individuellen Gesprächen zur Einstimmung auf den Abend
          
              
              Es kann losgehen : Begrüßung durch Präsident Paul Hendrys                                       Vortrag von Stefan Kastner                                                                           Dank des Präsidenten an den Referenten

    Die Ausführungen von Stefan Kastner vermittelten einen sachliches Überblick von der Bekämpfung von Straftaten durch die Polizei in München, verstärkten bei allen Zuhörern das gute Gefühl bezüglich hoher Sicherheit und erhöhen die schon vorhandene Wertschätzung für die Arbeit der Polizei zum Schutz und Wohle der Bevölkerung.

    Clubabend am  9. Oktober 2017  -    "Nach der Wahl ist vor der Wahl" - Politischer Abend mit Dr. Thomas Goppel 

    Die Ausführungen von Dr. Thomas Goppel im Rahmen seines Impulsreferates sind auf der Startseite komprimiert wiedergegeben.
    Sie führten zu einer angeregten und konstruktiven Diskussion. Dabei wurde von Präsident Paul Hendrys jedem Teilnehmer die Möglichkeit zur Wortmeldung eingeräumt. 
    In den ersten Beiträgen wurden von den Teilnehmern Aussagen aus dem Referat genauer hinterfragt: - bezüglich Wiedervereinigung zu Aspekten der durchaus vorhandenen Industrie in Ostdeutschland, zum Wachstum des Islam weltweit und der Migration In Europa sowie zu Tendenzen in den Mainstream-Medien. Dr. Goppel präzisierte hierzu seine Aussagen.
    Von einem Teilenehmer wurde dann nochmals das Thema Migrantenströme aufgegriffen. Es geht dabei nicht nur um die Integration, sondern auch um die finanzielle Belastung des Staates. Ein Zustrom von rund 200 000/Jahr bedeutet eine nicht unerhebliche Belastung, insbesondere wenn die wirtschaftliche Situation sich einmal nicht mehr so positiv darstellen sollte und Finanzkriterien ( der EU)verantwortungsvoll eingehalten werden. Außerdem wurde auch noch einmal Bezug genommen auf die Bedeutung christlicher Wertvorstellungen und kulturellem Erbe. Wenn dieses von führenden Politkern nur auf die Sprache reduziert werden sollte, ist dies mehr als verwunderlich angesichts z.B. zahlreicher historischer Bauten und Denkmäler, einer wesentlichen Säule jeder Kultur. 
    Ein weiterer Teilnehmer sprach die Digitalisierung mit weiter zunehmender Bedeutung der Robotik an. Hier wurde die Sorge auch bezüglich Arbeitsplatzverlusten geäußert. Dr. Goppel erwiderte, diese Problematik sei erkannt. Aber grundsätzlich wird man sich dem Fortschritt nicht verschließen können. Letztlich bedeutet er auch ein Chance.Wer sich hier öffnet, wird auch in Zukunft wettbewerbsfähig sein. Eine ähnliche Situation stellte sich vor ca. 20 Jahren mit der Einführung der PCs.
    Bei einem gegenwärtig weiten Spektrum an Parteien war  eine Frage, wann denn eine Partei nicht mehr als demokratisch anzusehen sei. Die Antwort von Dr. Goppel :" Wenn sie demokratische Prinzipien aufgibt oder massiv verletzt". Und er nannte einige Beispiele für Verletzung elementarer Grundregeln. In  einem nächsten Beitrag wurde das parlamentarische Erscheinungsbild angesprochen. Es gibt keine zündenden Debatten mehr. Das Parlament bleibt stumm selbst bei brennenden Fragen wie der Flüchtlingsproblematik. Sie verstehen offensichtlich nicht mehr die Sorgen und Wahrnehmungen der Bürger...  oder sind zufrieden, es in das Parlament geschafft zu haben.
    In einer anschließenden Wortmeldung wurde konkreter nachgehakt. Warum übernehmen Politiker häufig keine Verantwortung mehr? Bespiel Flughafen Berlin oder Krawalle in Hamburg.  Man geht viel zu schnell zur Tagesordnung über. Andererseits werden manchmal unverständliche Entscheidungen getroffen, an der Meinung viele Bürger vorbei. Beispiel die Standort-Entscheidung für den neuen Konzertsaal in München.Dr. Goppel hat all diesen Anmerkungen viel Verständnis entgegengebracht.
    Schließlich wurde von einem Teilnehmer noch ein weiteres  brennendes Problem angesprochen . Zunehmende Mißachtung des Rechts in der EU- Währungsunion,.So sind z.B. die Zahlen aus Griechenland sehr fragwürdig. Letztlich wurden nur die Zahlungsfristen verlängert. Hier ist kaum Kritik aus den politischen Reihen zu vernehmen. Die Probleme werden auf die nächste Genration verlagert. Vielleicht ist die Passivität bei langfristigen Zielen aus einer Haltung zu erklären, dass man selbst nicht mehr betroffen sein wird. Dr. Goppel wird diese Problematik mangelnder Finanzdisziplin  bei nächster Gelegenheit aufgreifen.
    Schließlich kam noch die Frage nach absehbaren personellen Veränderungen in der CSU. Dazu konnte Dr. Goppel erwartungsgemäß keine Aussagen machen.
    Abschließend wollte noch ein Teilnehmer wissen, ob eine Jamaila-Koalition nicht doch auch eine Chance sein könnte. Dr. Goppel sieht da gravierende Differenzen, aber vielleicht ändern sich auch einige Politiker der Grünen, wenn sie in die Regierungsverantwortung eintreten. Erfahrungen aus Bundesländern läßt dies nicht ganz unmöglich erscheinen.



      
                                  Spannendes Impulsreferat                                                                     Diskussionsbeiträge von rechts .......                                                                           ....und von links
     
                                                                                                  
                                                                                                                             Einvernehmen und Freude

    Ein besonderer  Abend mit spannendem Vortrag und intensiver Diskussion; eine Bereicherung für alle, die Dr.Thomas Goppel im kleinen Kreis persönlich erleben durften.  

    Clubabend am 25. September 2017 - Vortrag über "Event-Management" am Beispiel des G20-Gipfel in Hamburg

    Die Planung und Durchführung eines politischen Ereignisses wie eines G20-Gipfel ist für ein Unternehmen eine große technische Herausforderung, verlangt hohe logistische Kompetenz und ist auch eine besondere psychologische Anspannung ... treffen sich doch die Regierungschefs der 20 wichtigsten Länder der Erde.
    Die beteiligten Länder repräsentieren rund zwei Drittel der Weltbevölkerung, 80 % der weltweiten Wirtschaftsleistung und drei Viertel des Welthandels.
    Wolfgang Köllen ging kurz auf die Entstehung des G20 ein. Seit 1999 finden regelmäßige Treffen der G20-Finanzminister statt. Seit der Finanzkrise 2008 erfolgt die Beteiligung der Staats- und Regierungschefs. Die G20- Präsidentschaft wechselt jährlich und liegt seit 1.12.2016 bei der Bundesrepublik Deutschland.
    Das G20 bedeutet nicht nur ein Gipfeltreffen, sondern auch ein ganzjähriges Treffen von Fachministern und Arbeitsgruppen. Entsprechend umfangreich ist die Aufgabe der technischen Organisation.
    Derartige "Events" zu managen, verlangt entsprechenden Planungsvorlauf, in der Umsetzung aber dann eng getaktete Arbeitsschritte. 
    Es wurden für den G20 die kompletten Messehallen Hamburg umgestaltet. Planungsbeginn war im November 2015. Dabei galt es zunächst, entsprechend dem Programmablauf des G20 die einzelnen Hallen funktional zuzuordnen und dann die zweckgerechte Umgestaltung zu planen.. 
                                 
                 
                                                          ...............................................            Messe- und Kongress-Zentrum Hamburg                    ...........................................................
    .
                    
                                            Leere Halle                                                 Perspektive Wolfgang Köllen:  Licht, Klima, Audio, Video  alles o.k.?               20 Stunden nach Konferenzende

    Der Aufbau begann Anfang Juni 2017. Abnahme war Anfang Juli 2017. Der G20-Gipfel fand am 7./8. Juli 2017 statt. Abbauende und Übergabe an die Messe nur eine Woche später Mitte Juli

    Der G20-Gipfel führt die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Länder der Welt zusammen, in sehr unterschiedlichen Gesprächsrunden, mit vielfältigen aktuellen Themen und Problemen. 

      
                                                                                                     Vielfältige  Gesprächsrunden von Regierungschefs und Beraterstäben 

    Diese persönlichen Gespräche der Politiker wie auch der Arbeitsgruppen sind wichtig für den Austausch von Informationen und Argumenten, aber auch zum Aufbau von gegenseitigem Vertrauen und damit ein wichtiger Faktor für Stabilität und Frieden in weiten Teilen der Welt. Eine Meldung, die es kaum in die Medien geschafft hat. 
    Die Bilder in den Medien waren geprägt von gewalttätigen Ausschreitungen. Aber es gab sie auch, die friedlichen Demonstranten und jene, die die Atmosphäre der Stadt einfach genossen haben. Bilder die es auch kaum in die Medien geschafft haben.

                                   
                                                                            Gewalttätig                                                                            Friedlich                                                                           Authentisch


    Wolfgang Köllen hat mit seinem Erlebnisbericht aus der 1. Reihe einen profunden Eindruck von den technischen und organisatorischen Herausforderungen im "Event-Management" eines politischen Großereignisses vermittelt, aber auch einen vertiefenden Eindruck von dem unbestrittenen Wert eines G20-Gipfels. Ein Clubabend, der lange in Erinnerung bleiben wird.
                                   
                                                                                                  Exzellenter Vortrag von  Wolfgang Köllen auf unserem Lions-Clubabend







                                                                                                           

    Aktuell Lions-Jahr 2016/2017 - Clubabende 2017

    Clubabend am 19. Juni 2017 - Vortrag über Graphen - Material der Zukunft

    Präsident Prof. Josef Nassauer und LF Dr. Hans-Otto Feldhütter hatten dieses Thema für den letzten Clubabend gewählt und gemeinsam  ausgearbeitet. Leider war Hans - Otto Feldhütter kurzfristig beruflich verhindert, sodass Prof. Nassauer neben seinen Ausführungen auch dessen vorbereitete Charts erläuterte.

                                
                               Beobachtung aus der Ferne         Gliederung Vortrag H.-O. Feldhütter                                          Präsentation Josef Nassauer

    Graphen ist ein Wundermaterial.  Es besteht aus Kohlenstoffatomen, die im Molekül in Wabenform angeordnet sind und sich nur in der Fläche erstrecken. 
    Dieses erste 2 D Material wurde von Dr. Novoselov und Dr. Geim über eine geniale Methode aus Graphit gewonnen. Hierfür erhielten sie 2010 den Nobelpreis für Physik.

                                                      
                                              Ausgangsmaterial Graphit             Komplizierte Versuchsanlage            Gewonnenes Graphen mit 2 D Struktur 
                 
    Eine andere Herstellmethode, so Hans-Otto Feldhütter in seinen Charts, ist die Abscheidung aus der Gasphase. Dabei wird Methan bei hoher Temperatur auf eine gereinigte Kupferplatte geleitet, auf der sich dann Graphen bildet.
    Forscher der RWTH Aachen und des Forschungszentrums Jülich haben jüngst berichtet, dass hier nun ein Durchbruch bevorsteht. Denn es sei ein Verfahren gefunden worden, diese dünnsten Graphen-Schichten trocken auch auf andere Träger-Materialien zu transferieren, z.B. Polymere.

                                                                                
                                                                                                Vakuumofen - Gewinnung von Graphen auf Kupfer über Methan

    Graphit hat als Ausgangsmaterial auch eine besondere Bedeutung bei der Gewinnung von funktionalisiertem Graphen nach dem Blähgraphit-Verfahren.Dabei werden sehr hohe spezifische Oberflächen von Graphen erzielt mit weiter erhöhter Funktionalität des Materials.
    Die Anwendungspotentiale für Graphen sind sehr vielfältig. Im Automobil z.B.  für verbesserte Li-Ionenbatterien, für hoch leistungsfähige Sensoren und Transistoren, z.B. für autonomes Fahren, aber auch zur Verstärkung von Kunstsoffen mit damit verbundener Einsparung von Material und Gewicht, z.B. im Innenraum.
    Im Bereich der IT und Elektronik  sind es z:B neuartige Touchscreens oder die Chance auf eine neue Dimension von Mikroelektronik und Super Computer und organische Licht emittierende Dioden (OLEDs)

                                           
                                       Kunststoff mit zugemischtem Graphen       
    Biegsamer Touchscreen aus Graphen                 Erste OLED aus Graphen 
                                                                                                                                                                                                

    Im Textil Bereich ist es neben dem erhöhten Flammschutz z:B für Schutzkleidung von Rettungskräften, die Chance auf eine neue Generation  von wearable Electronics, also Textilien mit integrierter Elektronik. So haben australische Forscher einen Prozess entwickelt, Graphen-Fäden in Textilien als elektrisches Leitsystem einzuweben.

                                                               
                                                                                 Mikro Fasern aus Graphen                  Jacke mit integrierter Elektronik

    Besonders interessant sind laufenden Entwicklungen in der Medizintechnik. Man ist zuversichtlich, dass kleinste Implantate mit Graphen beschichtet, das Potential  haben wie Nervenzellen zu kommunizieren. Damit eröffnen sich für Menschen mit Behinderung partiell Chancen, z.B. wieder sehen, hören oder sich bewegen zu können.

                                                                         
                                                                                         Kommunikation mit Nervenzellen -  Biokompatibles Implantat
                                                                                           aus transparentem Graphen mit integrierten Leitungen 
                                                                                                      
                                                                                                                 
    Der Wettlauf für die industrielle Herstellung von Graphen ist in vollem Gange wie auch für die Erschließung weltweiter Märkte für neue Produkte. mit Graphen "inside". 
    Das weltweite Marktvolumen beläuft sich jetzt schon auf geschätzte 120 Mrd. US $. .
    Dieser Wettlauf ist entbrannt zwischen USA, Asien mit China und Korea und Europa.
    Prof. Nassauer nannte hierzu beispielhaft einige Fakten. In USA werden erste Erfolg versprechende Herstellprozesse und Produkte vermeldet. Zudem findet jedes Jahr in Kalifornien die bedeutendste Graphen-Messe mit Kongress statt, mit Experten von Wirtschaft und Wissenschaft aus aller Welt.
    China und Korea sind mit an der Spitze der Patentanmeldungen. Korea hat eine spezielle Produktionsanlage mit Samsung entwickelt. China ist dabei, ganze Industrie-Parks mit Graphen orientierten Firmen aufzubauen. Und China hat sich die Hälfte der weltweiten Graphit Vorkommen gesichert.
    Erfreulich ist, dass auch Europa eine führende Rolle spiel,  z.B. mit dem EU Flaggschiffprojekt Graphen. Rund 150 Institute aus 23 Ländern arbeiten gemeinsam mit zahlreichen Industriepartnern an einem breiten Portfolio an Graphen Projekten. Die Fraunhofer-Gesellschaft ist ebenfalls voll involviert. Prof. Nassauer erläuterte  aus den Charts von H.-O. Feldhütter die Struktur dieses EU Flaggschiff-Projektesektes   ( 1 Mrd Euro Fördergelder über 10 Jahre), und beschrieb die aus Deutschland beteiligten Partner. Abschließend erwähnte er in allgemeiner Form die zahlreichen weiteren Graphen bezogenen Förderprojekte der Fraunhofer Gesellschaft an 6 Instituten.
    Mit Graphen ist eine neue Ära von Materialien und Produkten im Entstehen. Europa und Deutschland sind vorne mit dabei. Dies ist wichtig, um auch zukünftig wettbewerbsfähig zu bleiben... denn man ist auch schon auf der Spur nach weiteren 2D Materialien z.B. Silizium. 
    Ein Dank den Zuhörern für ihr Interesse an diesem Zukunftsthema und insbesondere an Dr. Hans-Otto Feldhütter für seine Bereitschaft, diesen Clubabend gemeinsam zu gestalten.

                                                                              
                                                                                                Tandem :   H.-O.  Feldhütter u. Josef  Nassauer


    Clubabend am 22. Mai 2017 - Vortrag über aCar, ein neues Fahrzeugkonzept für ländliche Regionen in Afrika

    Prof. Markus Lienkamp, Inhaber des Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik an der TU München und Initiator dieses Projektes berichtete über diese richtungsweisende Entwicklung.
    Mobilität verbessert die Lebensbedingungen der Menschen vor Ort, durch Transport von Personen und Waren für z.B. höhere Ernte, für Zugang zu Information und medizinische Grundversorgung..
    Deshalb wurde die Idee geboren, ein neuartiges Fahrzeug zu entwickeln, das den Bedürfnissen der dortigen Bevölkerung entspricht und später auch in Afrika hergestellt werden kann.
    In einer Situations- und Bedarfsanalyse in Nigeria, Ghana und Tansania wurden zunächst ausreichend  Informationen gewonnen.

                                  
                                                                   Eindrücke vor Ort                                                                              Projektziele
    Hieraus wurden die übergeordneten Projektziele formuliert. In einem nächsten Schritt wurde dann die Fahrzeugkonzeption entwickelt, zusammen mit weiteren Instituten und Industriepartnern sowie technischen Universitäten aus Afrika.

     
                                     
                                                                                                                               Fahrzeugkonzept
    Bezüglich diese Konzeptes und dessen technischer Umsetzung seien drei Aspekte besonders hervorzuheben.
    Der Rahmen des Chassis besteht aus  einfachen Baustahl. Die  Knotenpunkte sind mit Muffen ausgebildet, in die das Profil gesteckt und verklebt wird. Eine einfache Verbindungstechnik.

    Interessant ist die Topologie des Antriebsstranges. Es werden für das Fahrzeug mit Allradantrieb zwei E- Motoren verwendet, an Vorder- und Hinterachse. Hierzu werden Startergeneratoren eines namhaften Zulieferers eingesetzt, deren Leistung von je  ca.12 KW ausreichend ist und die kostengünstig zu beziehen sind.

                                    
                                                                              Aufbau des Rahmens                                                       Topologie des Antriebs

    Kreativ ist der modulare Aufbau von aCar, wodurch je nach Ausstattung verschiedene Zusatzfunktionen übernommen werden können. 

                                       
                                                                                                      Modularität für zusätzliche Funktionen

    Der Preis für aCar liegt noch über 10 000 Euro; ist aber auch für Afrika in einer erschwinglichen Größenordnung. Das teuerste Einzelaggregat ist die Batterie mit einer Kapazität von ca. 20 kWh. In Zukunft wird der Preis für Batterien signifikant sinken, sodass dann ein Preis von unter 10 000 Euro zu erzielen ist, vor allem auch bei höheren Stückzahlen.
     Bezüglich Kooperationspartner in Afrika war eine interessante Aussage, dass u.a. im Umfeld der Universitäten sowie in ländlichen Kommunen mit Nähe zur katholischen Kirche besonders zuverlässige Partner gewonnen werden konnten. Eine  Information, die in dieser Form bei uns wenig bekannt ist.
    Mit großer Zuversicht werden die weiteren Projektschritte verfolgt - der jetzige Prototyp wird in wenigen Wochen nach Afrika zu einem finalen Test gehen.

                                                                                  
                                                                                                       Prototyp   -   zum Test nach Afrika

    Ein zweiter Prototyp wird noch in diesem Sommer gebaut,  eine erste kleine Produktionslinie erstellt, eine Unternehmensgründung durch die Projektleiter vorbereitet. Alle Zeichen stehen auf Erfolg für dieses richtungsweisendes Projekt  für Mobilität im ländlichen raum mit zusätzlicher Wertschöpfung vor Ort. Das ist beste Entwicklungshilfe ´bottom up´` und wird sicher auch das Interesse der Politik finden. 

         
                        Begrüßung von Prof. Lienkamp                                                       Interessiertes Zuhören, bewunderndes Staunen                                            Dank des Präsidenten




    Clubabend am 8.Mai 2017   - Vortrag zu Unternehmensgründung und Wahrnehmung von Jungunternehmern 

    Mittelständische Unternehmen sind das Rückgrat der Wirtschaft, in Bayern, Deutschland und Europa. Unternehmensgründungen gerade auch aus den Hochschulen kommt immer größere Bedeutung zu.
    Ein Beispiel hierfür ist Dr.Thomas Braun. Er hat nach der Promotion an der TU München das Unternehmen Teseon gegründet. Geschäftsidee war Komplexitätsmanagement in der Produktentwicklung. Dazu dient eine brandneu entwickelte Software.LOMEOO
    Unter Komplexität versteht man ein System mit zahlreichen Paramatern, die das Endergebnis bestimmen, aber sich auch wechselseitig beeinflussen. Diese Abhängigkeiten mathematisch formulieren und mit der einzigartigen Software in einem Netzdiagramm sichtbar machen, ist ein erster Lösungs-Schritt.

     

                                         
                                                                                  Beeindruckende Ausführungen                                  Visualisierung der Vernetzung in einem komplexen System  

    Durch gezielte Veränderung der Einflussgrößen beginnt das Bild  zu atmen, sich zu verändern: Man kann damit relativ schnell erkennen, welche Parameter maßgebend für das Endergebnis sind und in welcher Größenordnung sie gewählt werden sollten.
    Das erste Projekt, das akquirieret wurde, war gleich ein richtig Großes von einem renommierten Automobilhersteller.
    In der Entwicklung von Fahrzeugsicherheitssystemen sind mehr als 100 Parameter von Einfluß. Die Weiterentwicklung geht über Jahre mit wechselndenTeams.Dies kann manchmal zu zusätzlicher Komplexität führen.
                                                      
                                               
                                                                     Crash Test                                                                  Fahrzeugsicherheit - Systeme von höchster Komplexität
                         
    Bezüglich Fahrzeugsicherheit gilt es immer wieder, neue gesetzliche Crash-Anforderungen zu erfüllen. Mit der Visualsierung der Komplexität dieser Problemstellung gelang es relativ kurzfristig und zielsicher, die Ursachen und Auswirkungen der einzelnen Parameter zu analysieren und vor allem die Parameter zu finden, die als Stellschrauben zur Erzielung der geforderten Crash-Sicherheit maßgebend sind. 
    Das Projekt wurde zu einem vollen Erfolg und führte sukzessive zur Akquisition weiterer Projekte und Kunden mit einer heute beeindruckenden Liste von Referenzen. 

    Schrittweise wurde das Beratungsspektrum ausgebaut. Die  Konzentration galt nicht mehr allein der Lösung bestehender Probleme. Vielmehr wurde  gemeinsam mit dem Kunden begonnen, neue Marktmöglichkeiten erschließen.
      
                        
                                                 Innovationsprozess                                                         Problemlösung im Auftrag                                     Neue Marktchance Lärmschutzwand

    Ein Beispiel mag das verdeutlichen. Ein Kunde stellt Platten aus reycelten Reifen her, um bei Bahnübergänge gleiches Höhenniveau zu realisieren mit deutlich weniger Lärmentwicklung beim Befahren. Einige der Platten brachen nach relativ kurzer Belastungsdauer. Mit der Teseon Methode konnte relativ zügig die Ursache gefunden werden. Mit einer kleinen konstruktiven Änderung an den Verstärkungsstreben war das Problem behoben. Daneben ging man mit dem Kunden daran, neue Möglichkeiten für das recycelte Material zu entwickeln. Beispiel ist eine einfach zu montierende, lokal begrenzte Lärmschutzwand entlang der Schienen. Nachher ganz einfach und trivial..  aber erst wenn die Lösung gefunden ist. 

    Projektaufträge bringen Erlös, aber auch immer neue Erfahrung und neues Wissen. Dies gilt es zu aktiv speichern und nutzbar zu machen für zukünftige Aufträge. Eine ideale Kombination von Software Produkt und sich kontinuierlich erweiternder Beratungskompetenz  für innovative Lösungen komplexer Problemstellungen von morgen.
            

        
                          Dr. Braun im Dialog mit den Teilnehmern                                         mit Präsident Prof. Josef Nassauer                                  mit Hermann Pointl (li) und Prof. Horst Schmidt- Bischoffshausen


    Clubabend am 10. April 2017  - Vortrag zum Thema "Infrastrukturprojekte in Bayern - Schwerpunkt Nachhaltige Stadtentwicklung"

    Der weitere Zuzug von Unternehmen und Personen in die Ballungsräume ist eine der großen Herausforderungen hinsichtlich Ausbau der Infrastruktur. Hierzu gehören primär die Schaffung von weiterem Wohnraum sowie die Erweiterung der Verkehrsinfrastruktur für das Pendeln zwischen Wohnung und Arbeitsplatz.
    OB Tobias Eschenbacher stellte deshalb die Aspekte einer nachhaltigen Stadtentwicklung in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Diese folgt der Vision, wie sie u.a. in der Charta von Aalborg aus dem Jahre 1994 formuliert wurde.
                                            

    Die Herausforderungen einer nachhaltigen Stadtentwicklung umfassen u.a. den Siedlungsdruck durch Zuzug, den daraus resultierenden Flächenverbrauch in  Abwägung mit z.B. Emissionen, Aspekten von Natur- und Umweltschutz, Bereitstellung von Wohnraum und ermöglichen von Mobilität sowie die Berücksichtigung weicher Standortfaktoren wie Kultur, Wissenschaft, soziale Inklusion. Dies alles unter weitgehender Information und Beteiligung der Bevölkerung.
    Tobias Eschenbacher schilderte dann an drei Beispielen die jeweiligen Zielkonflikte, das Abwägen der Argumente und die letztendliche Entscheidungsfindung.
    Erstes Beispiel war die Planung der 3. Start- und Landebahn am Flughafen München, die Freising massiv tangiert. Dem wirtschaftlichen Interesse der Flughafenbetreiber stehen eine weiter zunehmende Belastung mit Emissionen sowie  Eingriffe in die kommunale Planungshoheit, insbesondere mit einer starken Beschneidung der Ausweisung von Wohnbauland, entgegen
    Zweites Beispiel war der jetzt erfolgte Baubeginn für eine Umfahrung der Stadt durch die sogenannte Westtangente. Diese Infrastrukturmaßnahme war schon vor 40 Jahren in ersten Planungen enthalten. Durch Widerstand von Teilen der Bevölkerung und dem Ausschöpfen aller rechtlichen Möglichkeiten hat sich dieser ungewöhnlich lange Planungszeitraum ergeben. 
    Drittes  Beispiel war die geplante Ansiedelung eines Logistikunternehmens aus der Nahrungsmittelbranche unmittelbar an der Autobahn A 92. Dem wirtschaftlichen Interesse der Kommune stand das Belastungsempfinden einer kleinen Gruppe der Bevölkerung entgegen. Deren initiierter Bürgerentscheid war erfolglos. Die verursachte zeitliche Verzögerung hatte aber dennoch zur Konsequenz, dass sich das Unternehmen kurzfristig für einen Standort in einer anderen Kommune entschieden hat. Die finanzielle Einbußen der Stadt haben auch Konsequenzen für die Realisierung anderer Infrastrukturprojekte, da bei Förderung immer auch ein entsprechender finanzieller Eigenanteil erbracht werden muß. 
    Umfassende Information und Einbindung der Bevölkerung ist  eine erklärtes Ziel von OB Tobias Eschbacher. "Sie ist nicht immer, aber immer öfter erfolgreich". Der Bürger erwartet nicht, dass alle seine Belange berücksichtigt werden können, aber er will gehört und mitgenommen werden. Und das ist für beide Seiten eine wichtige Erfahrung, denn Planungshorizonte von ca 3 Jahren sind realistisch für eine dann zügige technische Umsetzung. 
                                                                                 


    Tobias Eschenbacher ist es gelungen, auch die Zuhörer auf dem Clubabend mitzunehmen. Beeindruckend seine fachliche Kompetenz, sein umfassendes Wissen und seine Erfahrung aus über 20 Jahren Tätigkeit in Bau-  Planungsausschüssen von Stadt und Städtetag. Dieser Bereich ist seine Passion...und es ist seine Überzeugung, mit fachlich orientierten Lösungen, mit Unterstützung von Weggefährten und  Einbeziehung der Bevölkerung, wirklich Zukunft gestalten zu können.
    Vortrag  und Begegnung mit Tobias Eschenbacher, einem jungen Oberbürgermeister von knapp 40 Jahren, sind für uns von nachhaltigem Eindruck.

                                                               

      
                                             Damen-Runde                                                Dreier-Runde  - re. Dr. Hans-Otto Feldhütter, Clubmaster                             Vollbesetzte Tisch-Runde


      
                                   Interessierte Zuhörer                                                                           Moderierte Diskussion                                                  "Lions Centennial Wein" als herzlicher Dank





                      

    Business Dinner am 27. März 2017 - Vortrag über "Mechatronik und Robotik - Technologien für Fortschritt und Wohlstand, aus Deutschland für die Welt"

    Mechatronik ist die Kombination von Mechanik und Elektrik/Elektronik. Robotik beutet die Kombination von Mechatronik mit Datenübertragungstechnik zur Fernsteuerung.
    Die Luft- und Raumfahrt ist mit ihren Technologieentwicklungen ein Treiber für Innovationen in zahlreichen Branchen. Das gilt auch in Zukunft, wie auf der CeBIT im März 2017 deutlich wurde.
    Prof. Gerd Hirzinger gab in seinem Vortrag einen Überblick über Meilensteine technologischer Entwicklungen in der Luft- und Raumfahrt, die heute in bedeutenden Branchen unserer Wirtschaft Anwendung finden.Hierfür einige Beispiele.

    Mit der ROTEX Mission 1993 wurde erstmals ein Roboter in den Weltraum gesandt und von der Erde ferngesteuert. Wesentliche Voraussetzung hierfür war die Realisierung des Prinzips Autonomy bzw. shared Autonomy, das für alle Fernsteuerungen von essentieller Bedeutung ist. Ein weiterer wesentlicher Schritt war die Nutzung einer Planetenwälzgetriebespindel. Mit deren verlustfreier Kraftübertragung lassen sich aüßerst präzise Steuerung verwirklichen. Die u.a. hieraus entwickelte Spacemouse ist die Grundlage für die Computer- Mouse, die heute jeder kennt und zig-millionenfach auf dem Markt ist.

                          
                                   Prof. Dr. Gerd Hirzinger                            ROTEX -  Autonomie für Fernsteuerung                                             Space Mouse                                             

    Weitere  bahnbrechende Entwicklungen waren die Realisierung ultraleichter Arme und Hände. Zudem die Programmierung dämpfungsfreier Bewegungen, also kein Zittern mehr der Arme und Hände. Einen weiteren Fortschritt bedeutete Deep Learning, mit dem die Roboter zusätzlich ein Fingerspitzengefühl erhielten.

                       
                                           Ultra leichte Arme und Hände                                  Programmierbare Dämpfung                     Fingerspitzengefühl - "Deep Learning" von Materialklassen

    Mit diesen Entwicklungen begann der Siegeszug der Industrierobotik,  z.B. von KUKA. Deren stationäre Systeme sind in zahlreichen Produktionsstraßen der  Automobilindustrie montiert  und  einer der Garanten für die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Automobilbranche.Mit diesen Robotern wurden z.B. bei Daimler schon über 1 Million Hinterachsgetriebe montiert.
    Als mobile Version kommt diese Art von Roboter z:B. zum Einsatz beim Vernieten der Innenwände des Rumpfes von Airbus-Flugzeugen.

    Ein weiterer Meilenstein war ROKVISS, ein Projekt mit einer neuen Dimension von Telepräsenz für visuell und kraft-rückgekoppelter Teleoperation, u.a .aus 7 Jahren Erfahrung mit der Internationalen Space Station ISS. Diese Telepräsenz war grundlegend  für den Chirurgie Roboter Da Vince.

                      
                                         Neue Dimension der Telepräsenz                                  Chirurgie Roboter Da Vinci                                          6 D Vision - Ausweichassistent

    Auf dem von der DLR entwickelten Stereo-Algorithmus SGM wurde schließlich der Daimler- Ausweichassistent   6D Vision auf den Markt gebracht, Finalist im Deutschen Zukunftspreis 2011 und Beckurts-Preis 2012.Die SGM Technologie ist auch  Basis für die Virtuellen Welten.

    Der Assistenzroboter franka emica war einer der Stars auf der CeBIT 2017. Ein siebenachsiger, feinfühliger Roboterarm,  basierend auf der Technologie des DLR mit Prof. Hirzinger, der mit  Menschen kooperiert, in der Produktion, aber auch im Alltag. Das Roboter-Assistenzsystem hat eine Reichweite von ca. 1 m, kann über App einfach programmiert werden und kostet schon heute nicht mehr als 10 000 Euro.

                                                                                  


    Vor 35 Jahren wurden die Mainframe Rechner komplementiert durch den PC, den Personal Computer. Es zeichnet sich ab, dass jetzt ein ähnlicher Quantensprung bevorsteht und die großen Industrieroboter komplementiert werden durch Personal Assist-Robots, wenn man so will mit PARs.
    Der Computer war kein Jobkiller, die Robotik war kein Jobkiller, auch die PARs werden in der Produktion keine Jobkiller sein, sondern neue Chancen eröffnen. Denn im hoch dynamischen internationalen Wettbewerb gilt." Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen.".
    Die Ausführungen von Prof. Hirzinger, vorgetragen mit spielerischer Leichtigkeit und unterlegt mit humorvollen Anekdoten, vermittelten einen profunden Einblick in  führende Technologien, hier in Deutschland entwickelt und in aller Welt genutzt.

               
                                           ........................................ ................  Impressionen vom ersten Business Dinner.......................................................

                                                                                                
                                                                                                                                  Herzlicher Dank an den Referenten


    Clubabend am 13. März 2017  - Vortrag zum Thema Automatisiertes und Autonomes Fahren

    Die oben genannten Begriffe automatisiert und autonom werden in den Medien teilweise unpräzise bzw. zu euphorisch benutzt und führen  zu überzogenen Erwartungen.
    Z
    unächst ging Prof. Bengler auf  grundsätzliche Aspekte der Automation ein. Sie ermöglicht, technische Aufgaben schnell, effizient und sicher auszuführen und hohe Komplexität zu beherrschen.
    Automation ist wesentlich in der produzierenden Industrie, in der Luftfahrt und zunehmend auch im Automobil.
    Ausgangspunkt für Automation im Fahrzeug war die DARPA Rallye in den USA mit dem ursprünglichen Ziel, im militärischen Bereich gefährliche Strecken autonom zu meistern. Schließlich wurden die Bestrebungen u.a. über DARPA Urban Rallye Challenge auch auf den zivilen Bereich ausgedehnt. Die Entwicklungen wurde insbesondere forciert in Deutschland, Italien, der EU ( Prometheus Projekt),                    in Japan und natürlich den USA. Heute über 40 Jahre später haben zahlreiche Modelle der Mittel- und Oberklasse vielfältige Assistenzsysteme und bieten  erste Möglichkeiten des teilautomatisierten Fahrens
    .
    Voraussetzung für diese Entwicklung sind Informations- und Assistenzsysteme, so Prof. Bengler. Information vom Radio bis jüngst zu den Navigationssystemen. Ursprünglich wurde deren Einführung kontrovers diskutiert aufgrund des Risikos der Ablenkung, heute aber sind sie nicht mehr wegzudenken  Assistenzsysteme umfassen z.B. den Tempomat, vor allem aber Systeme auf Basis der Umfelderfassung mit Sensoren z.B. Bremsassistent, Spurhalteassistent, Warnsystem für toten Winkel oder Rückfahrkamera, um nur einige zu nennen ..
                                               
                                                                  

    Das Auto ermöglicht individuelle Mobilität, ist aber Teil eines soziotechnischen Systems, das mit tausenden anderen Fahrzeugen am Verkehrsgeschehen teilnimmt.
                                                                                         
    Autofahren, so Prof. Bengler, erfordert die Erfüllung von 3 Aufgaben: Navigation, Führung und Stabilisierung.
    Beim teilautomatisierten Fahren werden diese Funktionen in bestimmten Verkehrssituationen vom Computer des Autos übernommen. In Kürze dürfte der Stauassistent auf den Markt kommen, der bei Stop-and-Go Verkehr den Fahrer entlastet. Dies bedeutet grundsätzlich mehr Komfort und mehr Sicherheit. Wichtig ist, dass  bei Aufforderung durch den Computer der Fahrer wieder die Führung des Fahrzeuges übernehmen muss. .
    Automatisierung stellt also neue Anforderungen an den Fahrer. Dazu zählt die Ausführung monitiver Aufgaben mit einhergehenden Vigilanzproblemen bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der  Fähigkeit, die Fahraufgabe plötzlich wieder übernehmen zu müssen.
    Deshalb konzentrieren sich  wissenschaftliche Arbeiten  darauf, was  darf der Fahrer in der Phase des automatisierten Fahrens tun, ohne seine Fähigkeit zur Übernahme einzuschränken.

                                                                   


    Automatisierung stellt auch neue Anforderungen hinsichtlich der Ergonomie des Fahrerplatzes. Dessen ursprüngliche Konzeption ist primär auf die Fahraufgabe ausgerichtet. Zukünftig werden weitere Aspekte wichtig wie die adäquate Anordnung von Anzeigeinstrumenten. Ein Beispiel sind Head up Displays, die Informationen in die Frontscheibe projizieren.
                                                                                             
    Zusammenfassend stellte Prof. Bengler heraus:
    Automatisiertes Fahren wird immer wichtiger für individuelle Mobilität, auch zur Kompensation von Altersdefiziten, u.a. angesichts alternder Fahrerpopulation und Verlängerung der Lebensarbeitszeit. 

                                                                 
                                                                
                
    Höhere Automationslevel mit weiteren Hightech -Entwicklungen für bestimmte Verkehrssituationen werden in naher Zukunft  möglich, z.B. für Fahrten auf wenig frequentierten Autobahnen, und lassen hohe Akzeptanz  erwarten.  Aber automatisiert ist nicht autonom. Der Fahrer ist unabdingbar, um in komplexeren Verkehrssituationen die Fahraufgabe wieder zu übernehmen.


      
                              Eintreffen der Teilnehmer                                                                                 Voll besetzter Saal                                                                                 Gleich geht`s los

      
                       Konzentrierte Aufmerksamkeit                                                            Spannender Vortrag                                                                                  Herzlicher Dank

    Clubabend am 13. Februar 2017 - Vortrag zum Thema "Warum riechen unsere Lebensmittel so gut ?"

    Zur sensorischen Qualität  von Lebensmittel zählen das  Aussehen und die Textur der Produkte, maßgebend sind aber Geruch und Geschmack.
    Zu deren Wahrnehmung stehen uns folgende biologische Sensoren zur Verfügung.
    - Der Nerv Trigeminus mit seinen Ästen im Ober- und Unterkiefer, der auf scharfe Produkte ( wie Pfeffer, Chilii ) und auf kühlende Produkte wie Menthol anspricht.                                                                            - - - Die Geschmackssensoren auf der Zunge, mit denen wir süß, sauer, salzig, bitter und umami erfassen können.                                                                                                                                                               - Die rund 400 Riechrezeptoren in der Nase, mit denen wir Düfte aus der Umgebung sowie Aromen über Mund und Rachenraum aufnehmen .

    Untersuchungen an über 200 Lebensmitteln haben gezeigt, dass aus über 10 000 gefundenen flüchtigen Verbindungen von unseren Riechrezeptoren nur rund 230 Aromen aufgenommen werden. 
    Für jedes Produkt ergibt sich eine individuelle Kombination von 3 - 40 dieser sogenannten Schlüsselaromen
    ..


                                                     
                      Schlüsselaromen                3                                                 14                                        18                                         28


    Ein weiterer Blick in Erkenntnisse aus der molekularer Sensorik.
    Bei der Analyse des natürlichen Produktes Rotwein wurden z.B. über 50 flüchtige Substanzen gefunden, manche in relativ hoher Konzentration. An den Riechrezeptoren  docken davon  ca.28 Aromen an, die meist sogar in nur sehr geringer Konzentration vorliegen. ( s. rote Pfeile auf dem Diagramm.). Viele der Verbindungen mit hoher Konzentration werden dagegen sensorisch gar nicht wahrgenommen.

                                 
     
    Zudem läßt sich die sensorische Intensität  ermitteln,  das Verhältnis von Konzentration zu Geruchsschwellenwert. Die meisten dieser Aromen haben einen niederen Geruchsschwellenwert und sind deshalb schon in geringer Konzentration von hoher sensorischer Wirkung. So tragen sie in ihrer Gesamtheit  zu dem vollen sensorischen Klangbild eines Rotweines bei. 
    Rotwein setzt sich dabei immer aus den gleichen Komponenten zusammen. Analoges gilt für Weißwein. Die Veränderung des sensorischen Klangbildes, z.B. zu mehr fruchtig, erdig, lieblich etc. ergibt sich allein durch geringste Veränderung der Konzentration einzelner Aromakomponenten. (Anmerkung: Die Note "Barrique" beim Rotwein kommt aus dem Holzfass und ist hier nicht einbezogen).
    Erst über die molekulare Sensorik in Verbindung mit der Physiologie des Riechens konnten diese Ergebnisse gewonnen werden, in ähnlicher Form auch für alle anderen untersuchten Lebensmittel. 
    Die Erkenntnisse der Lebensmittelchemie liefern zudem die Information, woher diese Aromen kommen. Die Generalisten sind im wesentlichen Derivate von Kohlehydraten (Zucker), Aminosäuren (Protein) und Fettsäuren, also den Hauptkomponenten vieler Lebensmittel. Die Individualisten entstehen durch Umwandlung hochspezifischer Vorstufen wie Polyphenole oder anderer biosynthetischer Metaboliten.
    Und damit wir stets gut riechen können, erneuern sich unsere Riechrezeptoren in einem Zyklus von ca. 6 Wochen.
     
    Nach diesem faszinierendem Einblick in die Welt der Düfte und Aromen von Lebensmitteln gab Prof. Hofmann noch einen spannenden Ausblick.  Diese neuen Erkenntnisse aus der Wissenschaft werden in der Wirtschaft bereits genutzt zur aromatischen Optimierung der Verfahrenstechnik z.B. dem Rösten, der Fermentation oder dem Gärprozess ( aromatisches alkoholfreies Weißbier). Weitere Potentiale ergeben sich in der Pflanzenzüchtung mit Aromen als Leitparameter oder in der biotechnologischen Produktion von Aromen ( naturidentisch anstelle von chemisch.)
    Und die weiter fortschreitende Digitalisierung liefert vielleicht in ferner Zukunft die Option, neben Bild und Ton auch gezielt Düfte durch digitale Ansteuerung von Aromendepots zu übertragen.

     
        
                                  .................................   Informativer, spannender und unterhaltsamer Clubabend zur Sensorik von Lebensmitteln mit Produkttest     ..................                               "Ein Fläschchen Wein möcht`s schon sein"

    Clubabend am 30. Januar 2017 - Vortrag zum Thema "Bionik - Vorbilder der Natur für technische Lösungen"

    Die Natur mit der Vielfalt an Tieren und Pflanzen ist ein ideales Vorbild für technische Lösungen aufgrund der erfolgreichen Evolution über Millionen von Jahren. Diesem Verständnis entspricht auch die Definition für Bionik im deutsch sprachigen Raum., z.B. "Lernen von der Natur für eigenständiges ingenieurmäßiges Gestalten". Im Englischen hat jedoch bionics eine andere Bedeutung, sodass  international der Begriff biomimetics verwendet wird, so Prof. Luksch. 
    Viele der heutigen Anwendungen der Bionik beziehen sich auf die Bereiche Material, Oberflächenstrukturen und Konstruktionsprinzipien

      

                     
                                           Spinnenseide                                               Architektur Vogelnest                                              Fühler als Duftsensoren


    So besitzt die Spinnenseide, hergestellt aus einer biologischen Proteinlösung, herausragenden Materialeigenschaften.Sie ist belastbarer als Stahl, Kohlefaser, Kevlar oder Nylon. Der Prozess wurde entschlüsselt und wird heute von einem start up Unternehmen  für zahlreiche Produkte erfolgreich genutzt. Eine weitere Besonderheit ist großes Haftvermögen aufgrund spezieller Oberflächenstrukturen. So können Geckos oder Insekten kopfüber auf glatten Oberflächen laufen. Durch eine Mikrostruktur mit feinsten Härchen bilden sie zum Untergrund zahlreiche Kontaktpunkte, an denen van der Waalsche Haftkräfte wirken. Zum Lösen der Beinchen vom Untergrund werden die Härchen mehr oder weniger einzeln abgezogen. Anders wären die Haftkräfte nicht zu überwinden.
    Bei Konstruktionen im  Bauwesen werden vielfach biologische Prinzipien verfolgt, z.B. hinsichtlich optimalem Materialeinsatz und maximaler Festigkeit. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Olympiastadion in Peking, konstruiert in Anlehnung an Prinzipien eines Vogelnestes.
    Weitere Potentiale bietet zunehmend die bionische Sensorik und Informationsverarbeitung. Beispiele sind die Umfeld-Orientierung durch Ultraschall ( Fledermäuse), durch Infrarot-Sehen ( Klapperschlangen) oder Auswertung elektrischer Felder (Fische). Ein interessanter Aspekt ist das Aufnehmen von Düften in geringsten Konzentrationen, z.B. von Schmetterlingen. Das biologische Grundprinzip "Bindung von Molekülen an Rezeptoren".gilt auch für das Riechvermögen der Menschen und wird technisch genutzt in sog. elektronische Nasen zum Detektieren von Düften und deren Zusammensetzung.

    Eine neue Dimension von der Natur inspirierter technischer Lösungen erschließen die Konstruktionen von Systemen mit naturähnlichem Bewegungsmuster. 

                                                   

    Ein Beispiel ist ein Roboter ähnlicher Greifarm mit einem Bewegungsmuster vergleichbar dem eines Elefantenrüssels ( Festo). Überragend ein sich autonom bewegendes 4-beiniges Robotersystem ( Boston Dynamics) mit einem bionischen Bewegungsablauf. Ein faszinierendes Video zeigt, wie Sensoren zur Umfelderfassung eine sichere Fortbewegung  in beengten Räumen ermöglichen und naturgetreue Bewegung gelingt. Hierzu ist neben der Fusion von Sensorinformationen in Echtzeit die Ansteuerung Hunderter mechanischer Stellglieder (Aktuatoren) eine große Herausforderung, aber auch eine Chance für nahezu unbegrenzte Vielfalt.
    Bionik ist eine hoch innovative Wissenschaft.
    So beendete Prof. Luksch seine mit viel Beifall bedachten Ausführungen. Die Biodiversität von Tieren und Pflanzen ist ein nahezu unbegrenzter Ideenpool für weitere Nutzung von  Wirkmechanismen der Natur...  und den Ingenieuren gelingt es, diese auch kombiniert für immer komplexere technische Lösungen nutzbar zu machen.
     
      
                                ...................................................             Bionik ...faszinierende Einblicke und Informationen          .....................................................................
     
                                          ............................................ ..........  Bionik....Inspiration für Dialog bi- und multilateral        ............................................................



    Clubabend am 16. Januar 2017 - Vortrag zum Thema "Hilfe für Helfer - Psychosoziale Unterstützung für Notfallmediziner"

    Ärzte, Pflegekräfte und Sanitäter in der Notfallmedizin sind besonderen Stress-Anforderungen ausgesetzt, im klinischen Alltag wie auch im Rahmen von Rettungseinsätzen.  Ein Teil der Notfallmediziner kann diese andauernden Belastungen nicht mehr allein bewältigen.  

                                                                 


    Dr. Schießl nannte drei Problemfelder  -  Burnout-Gefahr, Suchtgefährdung und potentielle Traumatisierung. Beim Burnout Verlauf ist zu beachten, dass das persönliche Befinden sich 
    über einen längeren Zeitraum deutlich verschlechtert, aber dennoch die Leistungsfähigkeit aufrecht erhalten werden kann, z.B. durch Missachtung eigener Grenzen, durch Selbstmedikation oder durch dysfunktionale Strategien mit potentieller Suchtgefahr durch Alkohol oder Tabletten. 

                                                                           

     
    Ein potentielles Trauma kann durch Tod, Angst, Hilflosigkeit oder Entsetzen ausgelöst werden, so Dr. Schießl. Akute Belastungsreaktionen mit einer Dauer von ca. 2 Tagen bis 4 Wochen sind nicht ungewöhnlich. Verschiedentlich wird aber diese Reaktion zu einer posttraumatischen Belastungsstörung mit einer Dauer von deutlich mehr als einem Monat. Dies führt zu signifikanter Beeinträchtigung im beruflichen und sozialen Bereich. Diese Erkenntnisse sind für jeden von uns von Interesse, der übermäßigen Stresssituationen ausgesetzt ist.
    Gerade für Akutmediziner ist ein hohes Maß an Selbstreflexion gefordert, um andere Menschen in belastenden Ereignissen unterstützen zu können. Wenn aber dies nicht ausreicht, ist psychosoziale Unterstützung  erforderlich, um den Dienst weiterhin auf konstant hohem Niveau professionell verrichten zu können. Bewährt hat sich ein vertrauensvolles Peer- System als integraler Bestandteil im klinischen Alltag. Dies ist eine der Kernstrategien des gemeinnützigen PSU Akut e.V., so Dr. Schießl, der aus dem Projekt "Den Helfern helfen" entstanden ist. Ansatzpunkte der Tätigkeit des PSU sind "Belastungen ernst nehmen, mangelnde Aufarbeitung von schwerwiegenden Ereignissen  beheben sowie die Beachtung des "second victim" (Notfallmediziner) als Schlüssel zur Sicherheitskultur in der medizinischen Versorgung.

    Ein spannender Vortrag von Dr. Schießl mit Einblicken in richtungsweisende ehrenamtliche Ansätze zur Unterstützung von Akutmedizinern. Ein berührender Vortrag, weil diese Ansätze jedem von uns in einer medizinischen Notsituation zugute kommen.


                                                              ..............................Beeindruckender Vortrag über eine beeindruckende Arbeit..............................

                                                             .................................. Intensive Gespräche rund um das Thema des Abends...................................................

     Hinweis: Informationen zu den Clubabenden des Jahres 2016 (aus dem LJ 2016/2017 und 2015/2016) finden sich über den link zur Seite Archiv Jour Fixe 2016 ( oder auch Menüführung ganz oben )