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Lions-Jahr 2017/2018
Clubabende 2018 ( zeitliche Rückfolge)

Auf dem dreizehnten Clubabend am 11. Juni 2018 stand zunächst der Abschlussbericht über das erfolgreiche Sonder-Projekt 50 000 Euro Challenge auf dem Programm, das Präsident Paul Hendrys initiiert und maßgeblich mitgetragen hat.
Der PR Beauftragte Prof. Josef Nassauer stellte eine Präsentation zusammen mit den diesbezüglichen Aktivitäten über mehr als 9 Monate, von der Generierung der Gelder bis zu deren zielgerichteter Verwendung mit einer Kurzbeschreibung der 6 investiven Projekte in sozialen Einrichtungen in München.
Diese konzentrierte und mit Bilder unterlegte Darstellung ließ noch einmal aufleben, was hier von unserem Lions Club geleistet wurde. Entsprechend groß waren Freude, Genugtuung und Beifall.
    
                              
                                  Einführung von Präsident Paul Hendrys                                        Präsentation Past Präsident Prof. Josef Nassauer



Dann wurde auf dem letzten Clubabend im Lions Jahr 2017/2018  in Anbetracht des ständig zunehmenden multimedialen Informationsangebotes die Frage diskutiert:

                                                          " Wohin steuert der Rundfunk"?
                                                      zwischen Beitragsstabilität, Social Media und Netflix

Für den Rundfunk können stellvertretend  ARD und ZDF genannt werden. Social Media repräsentieren u.a. Facebook, Twitter, Instagram oder Youtube.

                   

Netflix, Inc. (von Englisch für ‚Internet‘ und flicks als umgangssprachlicher Ausdruck für ‚Filme‘) ist ein US-Unternehmen, das sich mit der Vermietung und der Produktion von Filmen und Serien beschäftigt. Es wurde 1997 in Los Gatos
in Kalifornien gegründet und agierte zunächst als Online-Videothek mit dem Versand von Filmen auf DVD und Blu-ray an seine Abonnenten.
Im Jahr 2007 stieg Netflix ins Video-on-Demand Geschäft ein und machte die Inhalte per Streaming für Abonnenten zugänglich. Im März 2018 hatte Netflix weltweit 125 Millionen Abonnenten.
Also in allen Informationsangeboten zunehmender Wettbewerb für den Rundfunk.

Präsident Paul Hendrys konnte als Experten zur Diskussion der oben genannten Frage Prof. Dr. Johannes Kreile gewinnen. Er gehört zu den hervorragenden Medienrechtlern in Deutschland. Ausgezeichnet wurde er
vom US-amerikanischen Branchenverlag „Best Lawyers“ als „Lawyer for the Year 2011“. Hervorgetreten ist er auch durch zahlreiche Veröffentlichungen im Bereich Urheberrecht und Telekommunikation.

Prof. Kreile studierte Rechtswissenschaft, Betriebswirtschaft und Theaterwissenschaft an der Universität München. 1987 erhielt er die Zulassung als Rechtsanwalt.
Seit 2001 ist er bei Noerr und seit 2011 Partner dieser Sozietät.

Neben seiner anwaltlichen Tätigkeit lehrt er als Honorarprofessor  in München an der Hochschule für Fernsehen und Film sowie an der Johannes Gutenberg Universität in Mainz.

                                                                                                 

                                               
      

Prof. Kreile stellte an den Beginn einige rhetorische Fragen: Wer sieht noch fern? Mehr als die Hälfte der Teilenehmer. Wer sieht noch Tageschau oder Heute Journal? Weniger als die Hälfte – also nicht mehr
tägliches Pflichtprogramm wie in früheren Jahren. Dieser rückläufige Trend prägt u.a. die medienpolitische Debatte, auch in anderen Ländern Europas.
 In der  Schweiz wurde erst kürzlich die Diskussion geführt: „Braucht es noch einen öffentlich rechtlichen Rundfunk?“ Und auch ORF und BBC sehen sich schwierigen Diskussionen ausgesetzt.

Der monatliche Rundfunkbeitrag von 17,50 Euro  wird wie eine Steuer empfunden, argumentieren die Gegner. Denn dieser Beitrag gilt für jeden Haushalt, ob mit oder ohne Empfänger, unabhängig wieviel  er genutzt wird.
Die Fernsehanstalten haben die Einnahmen nicht voll ausgegeben und teilweise als Reserve angespart. Aber für die nächste Beitragsperiode 2022 – 2024 dürften diese Reserven nicht mehr ausreichen und Erhöhungen des Rundfunkbeitrages anstehen. Dies ist aber dem Bürger nur schwer  zu vermitteln und ist auch parteipolitisch brisant. FDP und AfD sind für eine Abschaffung des Rundfunkbeitrages.


Stellt sich die grundsätzliche Frage, so Prof. Kreile:
                                         „Brauchen wir weiterhin einen öffentlich rechtlichen Rundfunk?“

Die Demokratie lebt von einem breiten Informationsangebot. Hierfür ist der Rundfunk
unerlässlich.
Vor allem auch in Anbetracht  der Entwicklung bei den Printmedien. Finanzielle Probleme ergeben sich dort durch den Wegfall von Anzeigen (Stellenmarkt,  Automobile, Immobilien). Dieses Geschäft ging an die digitalen Medien. 
Wettbewerb sehen die Verleger sogar auch   in der Zeitdauer von Informations-Angeboten in Mediatheken.
Es ist bei den Printmedien generell ein Rückgang an Kunden zu verzeichnen, selbst bei  SZ, FAZ (die die Frankfurter Rundschau aufgekauft hat) oder der Welt
.  Dies führt letztlich auch zu Entlassungen von Redakteuren.
Als Konsequenz bedient man sich häufig
 sogenannter
Redaktionspools. So bringen auch Zeitungen nicht mehr unbedingt ein breites Informationsangebot,

Einen Ausgleich sollte hier das Fernsehen bieten. Öffentlich-rechtliche Sender inkl. Spartenprogramme, finanziert über den Rundfunkbeitrag, sowie die privaten Sender, finanziert über Werbung.
Aber wie sieht das Abendprogramm
vielfach aus? Nach 20.00 Uhr kaum tiefer gehende Informationsangebote, meist Konserven. Dokumentationen als wichtige Informationsquelle sind häufig erst spät abends zu sehen.
Und auch die Angebote an Fiction unterliegen dem Zeitgeist. In Anbetracht der aktuellen „Metoo“ Debatte werden vielleicht James Bond Filme nicht gerade als zeitgemäß erachtet.

Letztlich ist es aber der Dreiklang von Nachrichten – Dokumentation- Fiction, der die Gesellschaft mitprägt, so Prof. Kreile.

Digitalisierung verändert den Markt. Sie bietet ein breites Angebot für wenig Geld. Sie offeriert stets aktuelle Informationen, nicht nur im 24 Stunden Rhythmus, die zudem über Suchbegriffe einfach zu finden sind.
Aber es besteht das Problem des Überangebotes  und des Echo- Effektes. Beispielhaft nannte Kreile  Netflix oder Amazon Prime. Die Systeme merken sich z.B. ein oder zwei Präferenzen des Kunden und bieten dann über
Algorithmen
weitere Angebote
mit ähnlicher inhaltlicher Ausrichtung nach dem Motto: “Das könnte sie auch interessieren“.  
Der Kunde wird tiefer in das Genre geführt; es entsteht der sogenannte Echo-Effekt, also eine Einengung von Information.
Und diesen Echo-Effekt gibt es auch in der politischen Information.  Donald Trump, der amerikanische Präsident, kommuniziert über Twitter. Viele Leute verfolgen diesen Informationskanal, auch offizielle Medien.
Über
Algorithmen wird dieses Interesse  der Kunden mit weiteren ähnlichen Informationsangeboten aufgegriffen und kann auch hier zum Echo- Effekt führen.

Fazit.
Digitalisierung wälzt den Markt um, mit Chancen und Risiken.  Prof. Kreile ist überzeugt, wir brauchen auch weiterhin einen  öffentlich- rechtlichen Rundfunk.

Es sind primär 3 Themen, welche die gegenwärtige Diskussion prägen:
1. Erhebung von Rundfunkbeiträgen 
und deren Höhe;
2. Verwendung dieser Einnahmen von den Rundfunkanstalten
3. Gewinnung und Bindung von
 Kunden

Im Mittelpunkt stehen also nicht nur Einschaltquoten und Kosteneinsparungen.
Die Kernfrage ist, wie kann ich attraktive öffentlich-rechtliche Rundfunkangebote machen und wie hierfür die politischen Weichen stellen.
Denn: „Politik ist die Kunst des Machbaren; aber es gilt, das Machbare auch zu definieren“.

Die Ausführungen von Prof. Kreile wurde mit großem Interesse  verfolgt und mit viel Beifall aufgenommen. 

 Einige weiterführende  Informationen zu Aufgaben des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (Rundfunkstaatsvertrag ) sowie Aspekte der anschließenden Diskussion   ( siehe  Jour fixe)

          
      
                   Großer Andrang beim letzten Clubabend                                   Präsident Paul Hendrys begrüßt Gäste und Referent                                Prof. Dr. Johannes Kreile

                                    
                          
                                           Zum Dank ein Präsent des Präsidenten                                                        Ausklang in  harmonischer Atmosphäre


Auf dem zwölften Clubabend am 28. Mai ging es um ein Thema von immer währendem Interesse:

                                                                „Katastrophen-, Brand- und Zivilschutz in München“

                          

Präsident Paul Hendrys war es gelungen,  als Referenten Herrn Oberbranddirektor Dipl.-Ing. Wolfgang Schäuble von der Berufsfeuerwehr in München zu gewinnen. 
Wolfgang Schäuble (geb. 1962)  hat in Radolfzell sein Abitur gemacht und an der Universität Kaiserslautern Maschinenbau und Bauingenieurswesen studiert und dort sein Diplom erworben.
1992 begann er seine berufliche Laufbahn bei der Berufsfeuerwehr in München als Brandreferendar und durchlief dann verschiedene berufliche Stationen, um schließlich  2005 die Leitung der
Branddirektion München zu übernehmen.
Er führt die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr, und es obliegt ihm auch die Leitung des Katastrophen- und Zivilschutzes in München. Er ist der oberste Feuerwehrmann in München
und insgesamt zuständig für die nicht polizeiliche Gefahrenabwehr.
In München hat die Feuerwehr einen Mitarbeiterstab von 2 100 Vollzeitäquivalents, ein jährliches Budget von 120 Mio Euro zuzüglich Investitionen. Die Leitstelle betreut rund 1,8 Mio Einwohner ( München und Umland).
Wer immer den Notruf 112 wählt, erreicht die Leitstelle der Feuerwehr. Sie erhält im Jahr  950 000 Anrufe, die zu rund 300 000 Aktionen führen. Feuerwehr und Notärzte fahren letztlich rund 8 000 Alarme im Jahr.
Die Feuerwehr führt die Rettungskräfte. Die Leitstelle entscheidet entsprechend dem Anruf über die Erstentsendung von Rettungskräften zum Tatort sowie über die Abstimmung mit der Polizei.

Wolfgang Schäuble hat die Schnelligkeit des Agierens und das Zusammenwirken der Rettungskräfte ab dem Eintreffen eines Notrufes am Beispiel des Amoklaufs im Olympiaeinkaufszentrum OEZ am 22. Juli 2016 geschildert.

                    
                                             Der Referent: Dipl. Ing. Wolfgang Schäuble                                                                             

Um 17.53 Uhr ging über 112 der Notruf ein, am Olympiaeinkaufszentrum Schießerei mit mehrerer Verletzten. Erste Rettungskräfte werden entsendet.
Um 17. 57 Uhr dann das Signal einer automatischen Brandmeldeanlage BMA am OEZ.
Um 17.58 Uhr  insgesamt 75 Notrufe in Verbindung mit BMA-Alarm. Entscheidung für MANV Alarmierung ( Massenanfall an Verletzten). Der Einsatzleiter erhöht sofort die Einsatzkräfte und es wird
aufgrund der zunehmenden Dimension des Ereignisses ein Führungsstab für die Einsatzkräfte gebildet.
Um 18.11 Uhr MANV Vollalarm, um 18.15 Uhr Führungsgruppenalarm. Zunächst also wenig Einsatzkräfte, die  entsprechend den Erfordernissen  innerhalb weniger Minuten schnell aufgebaut wurden. 
Aufgrund der Größe des Attentates wurde schließlich Terroralarm ausgelöst, auch unter Berücksichtigung von Ereignissen wenige Wochen vorher in Frankreich und Belgien.

Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr sind alle ausgebildete Rettungssanitäter. Jene, die zuerst am Tatort eintreffen, sondieren und beurteilen die Lage.
 
                                                                           

 Im Mc Donalds waren 4 Tote, auch auf der Straße lagen Tote.Verletzte wurden nach Schweregrad gruppiert:  "Rot" für  lebensbedrohlicher Verletzung; Operation innerhalb einer Stunde notwendig.
"Gelb" für schwer aber nicht lebensbedrohlich Verletzte.
Bei so dramatischen, unübersichtlichen und gefährlichen Situationen wird Krankenhaus Alarm KHS ausgelöst.  OP-Plätze sind ungeplant in kürzester Zeit nur schwer verfügbar.
Bei großen Kliniken max. 2, bei durchschnittlichen Kliniken max 1 Platz; vielfach kann auch keine Aufnahme erfolgen. 
Auch deshalb werden  Bereitstellungsräume für Einsatzfahrzeuge und Rettungshubschrauber gebildet, um Schwerverletzte möglichst schnell in eine Klinik  transportieren zu können.
Im Bereich des OEZ war mittlerweile neben zahlreichen Rettungsfahrzeugen auch ein  massives Polizeiaufgebot. 

                                
                                  Lage am OEZ:             ....... Rettungskräfte                                                  .............Polizeikräfte


Zahlreiche Personen gerieten in das Spannungsfeld schwerberwaffneter Polizei, die abzuwägen hatte zwischen unbeteiligten Passanten und möglicherweise einzelnen Tatverdächtigen,
denn der Täter war immer noch nicht gefasst.
Dann kam es durch ungefilterte Medienberichte zu einer  Eskalation der Lage  mit einer angeblichen Ausdehnung von Brennpunkten in die Innenstadt ( siehe  Jour fixe)
Um 19.42 Uhr dann offizielle Meldung: 8 Tote, 6 lebensbedrohlich Verletzte, die in Kliniken gebracht waren, sowie 350 Personen in Akutbetreuungsstellen.
Insgesamt läßt sich der Einsatz über folgende Schlaglichter zusammenfassen:
 
                       
Erwähnenswert, dass ein internes Team zur sozialen kollegialen Betreuung SKB einberufen wurde, u.a. für diejenigen Kräfte, die als Erste am Einsatzort waren und schnell richtungsweisende Entscheidungen treffen mußten.
Die Ausführungen von  Dipl. Ing. Wolfgang Schäuble wurden  mit großem Interesse verfolgt. Präsident Paul Hendrys brachte es auf den Punkt: "Es war eine ausgezeichnete Idee, die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr anhand eines Großeinsatzes in München zu erklären. Dies war nicht nur authentisch, sondern vermittelte den Zuhörern einen sehr guten Überblick von dem Zusammenwirken aller Einsatzkräfte in einer Krisensituation." Zudem schärften die Ausführungen unseren Blick für die  Einsatzbereitschaft der Rettungskräfte. 
Diese Ausführungen werden uns sicher immer wieder in Erinnerung gerufen, wenn wir Rettungsfahrzeugen mit Blaulicht und Martinshorn begegnen auf dem Weg zu Einsatzorten , um anderen zu helfen.


                           

                        Präsident. Paul Hendrys begrüßt  Teilnehmer und                .......Referent               Intensive Gespräche schon zum Auftakt des Abends  

                         
                                     Großes Interesse der Zuhörer                                                 Authentische Ausführungen                           Zum Dank ein Präsent - nicht "zum Brand
                                                                                                                                                                                                             löschen", sondern zum Genießen.....
                                                                                                                                                                                                         

 
Der elfte Clubabend am 14. Mai hatte mit Industrie 4.0 eine aktuelle  Entwicklung auf der Agenda, die viele Bereiche unseres Lebens  beeinflussen wird,  die Arbeitswelt wie auch unser privates Umfeld.

Vizepräsident Dr. Herbert Bauer war es gelungen, für diese anspruchsvolle Thematik mit Dr. Christian Platzer einen herausragenden Referenten zu gewinnen. 

Den Titel seines Vortrages formulierte er als rhetorische Frage:


                                 
                                           VP Dr. Herbert Bauer (li), Präs. Paul Hendrys (re) mit Dr. Christian Platzer  
                               
                                                               
Dr. Christian Platzer hat an der TU Wien Elektrotechnik und Computertechnik studiert, war dann selbständig tätig und ist seit 1990 beim Europäischen Patentamt in München beschäftigt. Er ist seit 2005 Direktor eines Bereichs mit ca. 100 Patentprüfern und behandelt die Themen Datenbanken, Administrative Datenverarbeitung und Digitale Dienste.
Damit hat er einen profunden Einblick in internationale Patentanmeldungen auch auf dem weiten Gebiet von Industrie 4.0. Denn diese ist fokussiert auf innovative Software-Entwicklungen, die auch auf Standard-Maschinen sowie über Vernetzung von Anlagen neue Leitungsfähigkeit ermöglichen werden.

Vielfach herrscht die Meinung, Software sei nicht zu patentieren. Das gilt aber nur für Softwareprogramme. Die Kombination von spezieller Software mit Maschinen- bzw. Anlagentechnik ist dagegen sehr wohl patentierfähig.


          

Industrie 4.0 ist ein Synonym für die 4. industrielle Revolution.

Deshalb ging Dr. Platzer zunächst auf den Zeitstrahl wesentlicher Etappen der Industriellen Revolution ein.
1. Industrielle Revolution ca. 1780 mit der Erfindung der Dampfmaschine,  wesentlicher Einfluss auf beginnendes Transportwesen. Schwerpunkt der Entwicklung UK.

2.Industrielle Revolution ca. 1870 mit der Erzeugung von Elektrizität aus fossilen Energien, erste Massenproduktion, Autos mit  Verbrennungskraftmaschinen; Schwerpunkt der Entwicklung europ. Festland

3. Industrielle Revolution ca. 1960 Electronics, IT-Technologie, Mikroprozessoren, vom Großrechner zum Personal Computer (PC) , Schwerpunkt der Entwicklung USA, Silicon Valley

4. Industrielle Revolution heute u. morgen, Software basierte Vernetzung von Maschinen,  Hochgeschwindigkeitsrechner, selbst lernende Systeme, künstliche Intelligenz, Schwerpunkt der Entwicklung  Asien


Welche Chancen durch künstlich intelligente Systeme gegeben sind, zeigte Dr. Platzer mit einem Video an einer bahnbrechenden Entwicklung aus dem medizinsichen Sektor
Hugh Herr aus den USA war in seiner Jugend ein herausragender Kletter. Bei einer  Expedition erlitt er in einem Tage langen Schneesturm so starke Erfrierungen, dass beide Unterschenkel amputiert werden mußten. 

Als Wissenschaftler und heutiger Professor für Biomedizin am MIT Medical Lab in Boston ist ihm über die Jahre eine revolutionäre Entwicklung für Beinprothesen gelungen. 

Sein computergesteuertes Knie ist  mit einem Mikroprozessor mit höchster Rechnerleistung ausgestattet, der ständig und gleichzeitig über Sensoren die Position des Knies  und  die Belastungen auf das Gelenk erfasst.  Hierfür wurde er vom TIME magazine im Jahr 2004 für die Liste der Top zehn Erfindungen in der Kategorie Gesundheit benannt. 

Des weiteren erfasst eine Roboter-Knöchel-Fuß-Prothese den biologischen Bewegungsablauf des Fußes. Die Mikroprozessoren lernen kontinuierlich und sind miteinander vernetzt. So paßt sich diese intelligente Prothese an das natürliche Gangbild an. Dies ist auch möglich für Bewegungsmuster in extremen Situationen.
So ist es Hugh Herr heute wieder möglich, seinem geliebten Klettersport nachzugehen. 

Hugh Herr war Finalist des European Invention Award 2016  des Europäischen Patentamtes  in der Kategorie "Erfindungen von außerhalb Europa" .


                                                   


Künstliche Intelligenz bedeutet also "Machine Learning". Mit außergewöhnlichen Sensoren sowie hoher Datenerfassung und -verarbeitung können derartige Systeme besondere Leistungen erbringen.


Die Weiterentwicklung  von Industrie 3.0 zu Industrie 4.0 charakterisiert auch das nachfolgende Bild:


                                                                        


Zu dem ist die Bezeichnung treffend:
Bei Industrie 3.0 ist ein Computer in jedem Büro, in jedem Haushalt. Bei Industrie 4.0 ist ein Computer in jedem funktionalen Teil, vernetzt mit anderen Bauteilen oder Geräten.


Ein vielfach zitierter Begriff ist das Internet der Dinge ( IoT).  "vernetzt und smart"  -  Krankenhäuser, Städte, Fabriken, Gebäude, Energieerzeugung, Mobilität etc.

Eine Steigerung bedeutet das Internet von allen Dingen ( Internet of Everything IoE) - Personen, Gegenstände, Geräte, Daten, Analytic.


                                                                   

Industrie 4.0 hat natürlich  Auswirkungen auf die Gesellschaft  - Risiken, die gesehen werden, aber auch Chancen, die sich abzeichnen und die es zu nutzen gilt .


                
                                                                  Aspekte, die Dr. Platzer in seinem Vortrag beispielhaft angeführt hat

Besonders erwähnenswert erscheint der 4. Punkt bei den Opportunities: 
Vergangene Industrielle Revolutionen haben mehr Arbeitsplätze geschaffen als vernichtet. 
Noch gut in Erinnerung die Einführung der Computertechnologie und der PCs und die damit verbundenen Bedenken. Heute aber bilden sie die Basis für Produktivität und Lebensqualität.
Letztlich werden auch bei Industrie 4.0  Menschen die wesentlichen Entscheidungen treffen und weiterhin in der Verantwortung stehen.
Das schnelle Fortschreiten dieser 4. Industriellen Revolution wird aber signifikante Auswirkungen haben, u.a. auf unser Bildungssystem und auf das Arbeitsleben mit einer noch größeren Bedeutung und Verpflichtung zu lebenslangem Lernen. Für die Zukunft wird jedenfalls in  noch größerem Maße gelten: " It`s all about Software"

Die Ausführungen von Dr. Platzer wurden mit großem Interesse verfolgt und mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Mit seinen didaktisch exzellent strukturierten Ausführungen hat er wesentlich zu einem besseren Verständnis von Industrie 4.0 beigetragen.  Weitergehende Information s. Jour fixe.

 

    
                     Begrüßung durch Präsident Paul Hendrys              Exzellenter Vortrag Dr.Christian Platzer                                        Engagierte Diskussion                                                           Zum Dank ein Präsent des Präsidenten




Auf dem zehnten Clubabend am 9. April 2018 stand eine Thematik im Mittelpunkt, die alle Unternehmen bewegt - qualifizierte Arbeitskräfte zu gewinnen und zu halten.
Eine große Herausforderung in Anbetracht eines zunehmenden Wettbewerbes um die besten Köpfe. Geeignete Kandidaten zu finden ist essentiell für die zukünftige Entwicklung von Unternehmen.
Das gilt für die Unternehmensnachfolge in kleinen oder mittleren Unternehmen wie auch für die Besetzung von Schlüsselpositionen in Technik und Management in Konzernen

Entsprechend hat der Referent des Abends, Herr  Gerhard Schermutzki, auch den Titel seines Vortrages gewählt:
  
                                                                           Headhunting...die Jagd nach den besten Köpfen.
        


Gerhard Schermutzki ist Personalfachmann und Headhunter. Nach seinem Studium in Pädagogik hat er sich – im Laufe seiner beruflichen Karriere – über verschiedene Positionen in der Industrie

und auch in der Personalberatung zu einem Personalexperten entwickelt. Vor 20 Jahren hat er sich selbständig gemacht und betreibt seitdem sein eigenes Unternehmen in Augsburg.


                                                                                                

                                                                                                                                        Gerhard Schermutzki
                                                                                                                                         
Er gab zunächst einen kurzen Überblick über die Branche. In Deutschland  werden  rd. € 2,0 Mrd. Honorare p.a. von rd. 6.600 Personalberatern  verdient . Etwa 13.000 Mitarbeiter arbeiten diesen Personalberatern (deren Berufsbezeichnung nicht geschützt ist) zu. Etwa 10 % der Personalberater erzielen 90 % der Honorarerlöse. Man muss also  Erfolge nachweisen können und
sich einen Namen gemacht haben, um als Personalberatungsunternehmen bestehen zu können.

Die größten Headhunter in Deutschland dürften u. a. sein:  Spencer Stuart (660 Mio. € Umsatz), Schubert, Kienbaum (110 Mio. € Umsatz weltweit ), Russel Reynolds, Egon Zehnder etc.

Insgesamt gibt es derzeit rd. 1,2 Mio. offene Arbeitsstellen in Deutschland,  also eine vielversprechende Situation für gute Personalberater.

 

Aufgabe von Personalberatern ist es, Führungspositionen zu besetzen, wozu es sehr guter Kenntnisse des Arbeitsmarktes und eines bundesweit vorhandenen Netzwerkes bedarf.

Daneben sollten Personalberater den Imageschutz der suchenden Unternehmen wahren und generell Fehler bei der Mitarbeiterauswahl vermeiden

Herr Schermutzki ist hat sich mit seinem Unternehmen der Personalberatung darauf spezialisiert,  ausschließlich Führungspersonen für die Personalabteilungen von Unternehmen zu gewinnen,

primär in der Konsumgüter- und Pharmaindustrie.

Qualifizierte Kräfte für eine Personalabteilung zu gewinnen, ist für ein Unternehmen von zentraler Bedeutung.

Denn diese gestalten wesentlich die Rahmenbedingungen für die internen Mitarbeiter/innen, von der Weiterqualifizierung bis zu Arbeitszeitmodellen.


Hinsichtlich der Vorgehensweise für das Recruiting von qualifiziertem HR-Personal empfiehlt Herr Schermutzki folgende Schritte: 

                        

 

  1. Beratungsgespräch mit Auftraggeber (40 Fragen)
  2. Erstellung eines Profils einer Zielperson (mit Auftraggeber abgestimmt)
  3. Suche der Zielperson (über Xing, Linkedin, persönliches Netzwerk)
  4. Sog. Direct Search
     - Kandidaten direkt kontaktieren und neugierig auf Stelle/Topposition machen ; 
     - Mitarbeiter von Wettbewerbern können dabei angesprochen werden
     - Persönliches Gespräch mit Kandidaten führen
  5. Interview zischen Auftraggeber und Kandidat arrangieren

Das Honorar für den Headhunter/Personalberater bemisst sich nach dem Zieleinkommen der zu besetzenden Position und beträgt bis zu 35 % des Zieleinkommens, i.d.R. im Erfolgsfalle, wobei auch andere Honorarvereinbarungen durchaus üblich sind. Im allgemeinenl werden ab 100 T€ Jahreseinkommen erst Personalberater/Headhunter eingeschaltet.


Für die Zukunft des Personalberaters sieht Herr Schermutzki  folgende Entwicklungen:
      - Unternehmen installieren zunehmend eigene Human Resource-Abteilungen.  
     
 - Das Wachstum der Wirtschaft, technischer Fortschritt und die demographische Entwicklung treiben die Suche nach Fachkräften in zahlreichen Disziplinen.
      - Für die Bewerber bzw. für die Besetzung von Top-Positionen wird  Freiraum für eine ausgewogene work-life-balance immer wichtiger.
      -
Ein positives Employer-Branding (= Arbeitgeber-Markenbildung) wird von den Bewerbern als wichtig erachtet.
      - Zukünftig werden die Arbeitsverhältnisse in Unternehmen bzw. bei Spitzenpositionen kurzfristiger. Es darf bei erfolgreicher Tätigkeit weiter mit einer guten Nachfrage gerechnet werden.

Die Ausführungen von Herrn Schermutzki wurden mit großem Interesse verfolgt und führten zu einer konstruktiven Diskussion. Weitergehende Information s.Jour fixe

      
               Präsident Paul Hendrys begrüßt die Gäste                                 Referent Gerhard Schermutzki                                 Geschenk des Präsidenten                                       Individueller Meinungsaustausch



Der neunte Clubabend am 26. März 2018 konzentrierte sich wiederum  auf ein für uns alle wichtiges Thema -  Regelung von Erbangelegenheiten zu Lebzeiten in einer Form, die der 
Vorstellung
des Erblassers entspricht. Dieses Thema schiebt man gerne etwas vor sich her, weckt es doch Assoziationen mit dem eigenen Ableben. Aber diese Fragen sollten im Interesse
aller Angehörigen bei Zeiten geregelt werden.
Die Bedeutung des Themas Erbangelegenheiten veranlaßte z.B. die ARD im Jahr 2012 zu einer ganzen Themenwoche  unter dem Motto:
                                                             "Sie werden sterben - Lasst uns darüber reden"

Auch für die Thematik des Vererbens konnte Präsident Paul Hendrys mit Rechtsanwalt Dr. Wolfram Theiss einen hervorragenden Experten und Referenten gewinnen. 
Schon mit der Formulierung des Titels seines Vortrages weckte er volle Aufmerksamkeit:
                                              
                                                      
"Nach mir die Sintflut oder - Vererben mit Sinn und Verstand"
                                                      

Herr Dr. Wolfram Theiss ist Rechtsanwalt und Partner der Kanzlei Noerr LLP in München. Er berät seit Jahrzehnten vermögende Privatpersonen und Unternehmerfamilien bei der
Gestaltung der Nachfolge zu Lebzeiten und von Todes wegen, bei der Gründung von Stiftungen und Familiengesellschaften sowie bei erbrechtlichen Auseinandersetzungen.
Er ist Vorsitzender des geschäftsführenden Ausschusses der Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im Deutschen Anwaltsverein. Der Arbeitsgemeinschaft gehören rd. 2.200 Rechtsanwälte an,
die auf das Erbrecht spezialisiert sind. Herr Dr. Theiss ist zudem Mitherausgeber der Fachzeitschrift „Erbrecht (ErbR)“ und hat zudem einen Lehrauftrag an der Westfälischen Universität in Münster.

Die einschlägigen Ratgeber für Rechtsanwälte (z.B. JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien 2017/2018, Handelsblatt/Best Lawyers – Deutschlands beste Anwälte 2017) empfehlen Herrn Dr. Theiss als führenden Berater von Unternehmern und vermögenden Privatpersonen in Erbangelegenheiten.

 

             
                  Erbangelegenheiten....                  ..........wie regele ich sie richtig?                Schmuck und Barvermögen                           Immobilie                                  Kreis von Angehörigen

Dr. Theiss erläuterte die komplexe Thematik  anhand  von 7 Themenpunkten :
 
                                       
                                                       Rechtsanwalt Dr. Wolfram Theiss

    Kein Notfallplan  -  Kein Testament - Heimlich Nachfolge - Selbstgestricktes Testament - Berliner Testament - Testierfähigkeit - Erbschleicherei

Kein Notfallplan 
Bei schwerstem Unfall, Koma oder fortgeschrittener Demenz und damit nicht mehr gegebener Entscheidungs- und Geschäftsfähigkeit wird vom Gericht ein amtlicher Betreuer bestellt. Dies kann ein Angehöriger sein, aber auch ein berufsmäßiger Vertreter. Diesem Risiko kann man vorbeugen durch eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung. ( s. Clubabend vom 12. März).

Kein Testament                    

Dann greift die gesetzliche Erbfolge. Es mag Familien geben, die aufgrund übersichtlicher Vermögenssituation sowie eines kleinen Kreises an Angehörigen mit der gesetzlichen Regelung eine interessengerechte Lösung finden.
 Vor allem bei  vielfältigem Vermögen oder bei weit verzweigtem Familiennetzwerk empfiehlt sich aber ein Testament, damit die Erbangelegenheit im Sinn des Erblasser geregelt wird. Dr. Theiss zeigte hierzu anhand einiger Beispiele Risiken einer gesetzlichen Erbfolge auf. Eheleute, die lange verheiratet waren und Kinder hatten, sich dann aber scheiden ließen und ein Partner eine neue Ehe einging. Oder eine  Form einer Patchwork- Familie - der Erblasser hatte eine Beziehung mit einer anderen Partnerin mit einem gemeinsamen Kind. Oder einer der in der gesetzlichen Erfolge berücksichtigten Erben stirbt früh. Da kann über die gesetzliche Erbfolge das Vermögen in hohem Maß Personen aus dem Familienkreis zufallen, wie dies vom Erblasser wahrscheinlich nicht gedacht war.

Das Fazit von Dr. Theiss: Vermögensnachfolge sollte über ein Testament geregelt werden. Gerade bei Geschiedenen oder Getrenntlebenden bietet Untätigkeit ein besonders hohes Risiko.
Erbengemeinschaften
sind nicht zu empfehlen - sie sind schwerfällig ( nur alle gemeinsam können handeln) und streitanfällig ( unterschiedliche Interessen der Erben).
Die Lösung bietet ein individuell erstelltes Testament. Bei dessen Anfertigung sollten wichtige Punkte berücksichtigt werden, gegebenenfalls auch eine Fortschreibung entsprechend der Lebensumstände. 
Einige Details  bezüglich Testament s. Jour fixe

Erbschleicherei
Als warnendes Beispiel zitierte Dr. Theiss den Fall der L´Oreal Milliardärin Lilliane Bettencourt, die von Erbschleichern und Betrügern um einen Großteil ihres Vermögens gebracht wurde.
Deren Masche, so Dr. Theiss - anschleichen, Vertrauen gewinnen, abzocken.

                                                

Dieses Risiko besteht vor allem dann, wenn ältere vermögende Personen allein stehend sind und externe Unterstützung suchen,  z.B. einen privaten Vermögensverwalter oder eine Pflegekraft.
Die können es dann manchmal zu gut meinen. Erbschleicherei kann man u.a. vorbeugen durch eine Vorsorgevollmacht an vertrauenswürdige Familienangehörige oder durch eine Erbregelung mit Familienangehörigen im Rahmen eines Erbvertrages. 
Dr. Theiss meinte abschließend: In einen Notfallkoffer für Personen fortgeschrittenen Alters gehören  Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Testament

Er erhielt für seinen informativen, kurzweiligen Vortrag  herzlichen Beifall. Mit der übersichtlichen Struktur der Ausführungen, den griffigen Beispielen und  seinem Humor hat er jeden erreicht.
Alle haben die Scheu vor diesem ernsten Thema abgelegt, waren fröhlich gestimmt, haben sich  intensiv unterhalten und sind frohgemut in die Ostertage aufgebrochen.
Ein Verdienst des Referenten  - aber auch des Präsidenten, der diesen herausragenden Experten für uns gewonnen hat.

   
                        Großer Andrang zum Clubabend                          Präsident Paul Hendrys begrüßt die Gäste und den Referenten           Begeisternder Vortrag von Dr. Wolfram Theiss

                    
                                            Aufmerksam und entspannt                                      Paul Hendrys "vererbt" Dr. Theiss einen guten Tropfen Roten



Der achte Clubabend am 12. März 2018 stand im Zeichen eines brisanten Themas

                                            " Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung - aus ärztlicher und juristischer Sicht".

Hierfür konnte Präsident Paul Hendrys mit Prof. Dr. med. Klaus Timmer einen herausragenden Experten für einen Vortrag gewinnen. 
Prof. Timmer ist Facharzt für Innere Medizin, Geriatrie und Notfallmedizin, seit 1996 ärztlicher Direktor der Schlossklinik Rottenburg, seit 2012 zusätzlich Chefarzt für Altersmedizin am Krankenhaus in Landshut - Altdorf. Er ist Prüfer  an der Bayerischen Landesärztekammer für das Fach Geriatrie und seit 2016 Honorarprofessor an der FH Landshut im Studiengang Biomedizinische Technik.
Prof. Dr. med. Timmer ist auch ein hervorragender Referent. Zusammen mit seinem juristischen Partner Klaus Kitzinger hält er zahlreiche Vorträge zu dem o.g. Thema, u.a. auch für die Belegschaft eines großen deutschen Energiekonzerns in zahlreichen Städten Deutschlands.                                                 

                   
                                      Prof. Dr. med. Klaus Timmer, LF aus Landshut

Im Mittelpunkt der Thematik steht die Menschenwürde, auch am Ende eines Lebens. Dazu gehören das Recht und die Chance auf Selbstbestimmung für eine Zeit von Wochen, Monaten, manchmal Jahren, in welcher der Patient nicht mehr handlungs- oder entscheidungsfähig ist. Diese Wahrscheinlichkeit steigt allgemein in der Bevölkerung aufgrund zunehmender Lebenserwartung - Männer ca. 80 Jahre, Frauen etwas mehr - bei einer genetischen Disposition für ca. 120 Jahre. 
Neben Alterserkrankungen sollte  in jüngeren Jahren das Risiko eines  Unfalls z.B. schweres Schädel-Hirntrauma, nicht vollkommen ignoriert werden.   

Deshalb gilt es in "guten Tagen" Vorsorge zu treffen.
Das Recht auf Selbstbestimmung stärkt die Vorsorgevollmacht, die man einer Person seines Vertrauens erteilt. 
Dem Recht auf Selbstbestimmung bezüglich ärztlicher Betreuung dient die Patientenverfügung.

Diesbezüglich gab Prof. Timmer zunächst einen Überblick über lebensverlängernde Maßnahmen. Ein Beispiel hierfür ist die künstliche Ernährung über Magensonde oder Venenkatheder. Eine Studie an Patienten mit fortgeschrittener Demenz zeigte, dass bei diesem Krankheitsbild diese Maßnahme keinerlei positiven Effekt bewirkt, weder hinsichtlich Überlebenszeit noch Lebensqualität. Deshalb sind im Einzelfall immer wieder auch ethische Entscheidungen zu treffen. Hierfür sind weltweit Grundprinzipien medizinischer Ethik  vereinbart - Nutzen, Schadensvermeidung, Autonomie, Gerechtigkeit und Würde.
Eine Patientenverfügung kann hier die Entscheidungsfindung maßgeblich unterstützen
.
Neben der kurativen Medizin ist die Palliativmedizin zu betrachten. Sie dient nicht der Lebensverlängerung um jeden Preis, sondern der Lebensqualität und der Symptomkontrolle  ( z.B. Schmerz, Übelkeit, Atemnot etc.). Hierfür gibt es Leitlinien der Bundesärztekammer zur Sterbebegleitung. Beihilfe zum Selbstmord und aktive Sterbehilfe werden nicht befürwortet.
Diese Ausführungen von Prof. Timmer waren  von  menschlicher Nähe geprägt, mit der langjährig erlebten Erfahrung in seinem Beruf. Er hat hiermit  jeden der Teilnehmer des  Abends erreicht.
Mit dieser Information über die ärztlichen Aspekte stellt sich nun die Frage, wie sind eine Vorsorgevollmacht und insbesondere eine Patientenverfügung aus juristischer Sicht zu verfassen Dazu s. Jour Fixe

     
  v.l. Prof. Klaus Timmer, Präsident Paul Hendrys,                  Der Präsident begrüßt Referent und Teilnehmer...........          Diese verfolgen gebannt die Ausführungen von Prof. Dr. med. Klaus Timmer
    Astrid Hendrys, LF Peter Prasser, Bankdirektor 
               
                                                                                                               
                                                                                                                    Der Dank des Präsidenten an den Referenten                                                                    



Der siebte Clubabend am  26. Februar 2018 stand ganz im Zeichen der Cross Over Team Stiftung aus Schliersee, der sich unser Lions Club seit langen Jahren eng verbunden fühlt und die jährlich mit einer Spende unterstützt wird. Bernd Ritter, seine Gattin Karin Maichel-Ritter und der älteste Sohn Dr. Alois Maichel sind zu dem Clubabend nach München angereist, um über ihre Stiftung und deren  Ziele und Projekte in der so erfolgreichen Jugendarbeit  zu informieren.
 
           
                                    Säulen der Stiftung



Vizepräsident Dr. Herbert Bauer begrüßte in Vertretung von Präsident Paul Hendrys die Referenten des Abends und die zahlreichen Gäste. Dr. Siegfried Kneissl erwähnte die langjährige Verbundenheit , festgemacht  u.a. an der stets tatkräftigen Mithilfe von Bernd Ritter beim Auf- und Abbau der Verkaufsstände unseres  Lions Clubs.

               
                                       Vizepräsident Dr. Herber Bauer                                                                   Msgnr. Dr Siegfried Kneißl


Bernd Ritter, Geschäftsführer der Stiftung, erinnerte zu Beginn seiner Ausführungen kurz an seinen Vater Karl Ritter, Gründungsmitglied unseres Lions Clubs, der im letzten Jahr leider verstorben ist. Und er überbrachte die Grüße seiner Mutter Inge, die zuversichtlich ist, nach monatelanger Abstinenz, bedingt durch einen Autounfall, bald wieder an Clubaktivitäten teilnehmen zu können.
Karin Maichel-Ritter ist die Gründerin und 1. Vorsitzende der Cross Over Team Stiftung und auch heute noch in vielen Bereichen Programmleiterin und Taktgeberin.
Ziel  der Cross Over Team Stiftung ist die Förderung von Begabungen bei Kindern und Jugendlichen mit kreativer Freizeitgestaltung in Teams, z.B. innovativen Kulturprojekten wie Tanz , Musik, Multimedia sowie dem Projekt Jugend Perspektive Arbeit, mit dem in Zusammenarbeit mit Haupt - und Mittelschulen des Landkreises Miesbach Schüler auf den Wechsel in die Arbeitswelt vorbereitet werden.
Die Cross Over Teamstiftung ist  u.a. staatlich anerkannter freier Träger der Jugendhilfe im Kreis Miesbach.
 
       
                          Bernd Ritter und Karin Maichel-Ritter                                                                                     Dr. Alois Maichel

Dr. Alois Maichel, 2. Vorsitzender der Stiftung,  berichtete dann aus seiner eigenen Erfahrung aus dem Cross Over Team, das 1995 gegründet wurde. Er war Mitglied der ersten Kindergruppe. Die Mitwirkung aller Kinder und Jugendlichen ist freiwillig. Die Kinder können unter sachgerechter Anleitung die Gestaltung ihrer Projekte selbst erarbeiten. Das fördert die Kreativität, erhöht die Motivation und stärkt das Selbstbewusstsein. Die Zusammenarbeit über das ganze Jahr hinweg schafft ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. 
Die öffentlichen Auftritte sind dann besondere Erlebnisse, die noch mehr verbinden.                                                                          
Auch die Geschwister von Alois Maichel wirken aktiv in Projekten mit  Viele der heute rund 250 Kinder und Jugendlichen sind schon seit Jahren mit dabei und wichtige Stützen für das Gefüge in den Teams.

Mit einigen Filmausschnitten von kulturellen Projekten wie auch von schulischen Projekten wurde ein nachhaltiger Einblick in die so breit gefächerte Jugendarbeit vermittelt. 
                                                                   

Die Arbeit der Cross Ober Team Stiftung wurde mit mehren Auszeichnungen gewürdigt, u.a. erhielt Karin Maichel-Ritter im Jahr 2007 den Sozialpreis des Landkreises Miesbach. Die Cross Over Team Stiftung erfährt auch über den Landkreis hinaus große Wertschätzung, u.a. durch anerkennende Worte von Staatsministerin Ilse Aigner.

Die Teilnehmer des Clubabends spendeten langanhalten Beifall  für die so informativen Ausführungen und für das schon Jahrzehnte lange und so erfolgreiche Engagement in der Jugendarbeit, die der Lions Club München-Arabellapark auch in Zukunft im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen wird. Weitere Hintergrundinformation s. Jour fixe. 

       
                                      Lang anhaltender Beifall                                                                      Dank des Vize-Präsidenten an die Referenten

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Fischessen am Aschermittwoch am 14.02. -  zugleich Valentinstag

Am Aschermittwoch war wieder zum traditionellen Fischessen eingeladen. Dieses Jahr fand es erstmals in unserem Stammhotel Eden Wolff in einem  gemütlichen Nebenraum statt.
In Vertretung von Präsident Paul Hendrys und VP Dr. Herbert Bauer, die beide im Ausland weilten, begrüßte Past Präsident Prof. Josef Nassauer die Teilnehmer. Er ging in seinen Grußworten kurz auf die christlichen Wurzeln des Aschermittwoch ein. Dieser steht für den Beginn der Fastenzeit. Seit der Spätantike mußten im Christentum Menschen, denen eine Buße auferlegt wurde, ein Büßergewand tragen und sie wurden mit Asche bestreut.
Nachdem sich immer mehr Menschen mit den Büßern solidarisierten, setzte sich im 11.Jahrhundert die Aschebestreuung für alle durch. Papst Urban II. empfahl schließlich auf der  Synode von Benevent im Jahr 1091 die Aschbestreuung für die gesamte Kirche. Dieses Ritual erinnert an die Vergänglichkeit des Lebens und mahnt zur Besinnung auf geistliche Werte und damit auch auf Gott.
Der auch symbolisch durch Fasten vollzogene Abschied vom Fleisch soll helfen, sich mehr auf das Geistliche zu konzentrieren. Deshalb traditionell Fisch am Aschermittwoch, einem der wichtigsten Fastentage.

In diesem Jahr fiel der Aschermittwoch mit dem Valentinstag zusammen, der immer am 14. Februar begangen wird. Dieser hat auch christliche Wurzeln und geht primär auf den Märtyrer Valentin zurück, Bischof von Terni. Er wurde im 3. Jahrhundert für seinen Glauben an einem 14. Februar hingerichtet. Im Jahr 469 hat  Papst Gelasius I. diesen Tag zum kirchlichen Gedenktag ernannt. Da sich Bischof Valentin sehr für die Brautleute eingesetzt haben soll, wurde er zum "Patron der Liebenden".
Auch wenn der Valentinstag 1969, also 1500 Jahre später, wieder aus dem Kirchenkalender gestrichen wurde, lebt er doch in der Tradition vieler fort als  willkommener Anlass für kleine Geschenke.
In Anbetracht des "historischen" Zusammentreffens von Aschermittwoch und Valentinstag wurde den anwesenden Damen eine Süßigkeit als kleiner Gruß und Zeichen der Wertschätzung überreicht. 

Letztmals fielen Aschermittwoch und Valentinstag vor 73 Jahren zusammen, im Kriegsjahr 1945. Dieser Tag war einer der schrecklichsten Tage des Krieges. Die Stadt Dresden wurde in der Nacht vom 13. auf 14. Februar von britischen Bombern angegriffen. Große Teile der Altstadt wurden in Schutt und Asche gelegt und Tausende von Menschen getötet. Am 14. Februar folgte dann noch ein Flächenbombardement amerikanischer Bomber. 
So ist das Zusammentreffen von Aschermittwoch und Valentinstag für  Christen in Deutschland einTag zur Besinnung in zweifacher Hinsicht

                                                 
                                                                                 Past Präsident Prof. Josef Nassauer                                                         Dr. Jürgen Böddrich


Der Aschermittwoch hat hierzulande auch eine politische Tradition. Basierend auf seiner Jahrzehnte langen politischen Erfahrung und seinem kritischen Verfolgen aktueller Entwicklungen hat Dr. Jürgen Böddrich  anschließend mit tief- und hintersinnigen Worten die gegenwärtige Situation der Politik in Deutschland analysiert und seziert. Im Mittelpunkt standen Anmerkungen zur GroKo und zum Zustand der einst großen Volksparteien, insbesondere der SPD.
Mit dieser Einstimmung auf Historie und Gegenwart ging es in einen kurzweiligen Abend mit interessanten Diskussionen, unterhaltsamen Gesprächen und mancher Anekdote aus dem persönlichen Leben.
 
                  
                
                                   ...............................................  ........................Impressionen des Abends .................................................................................

 
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Clubabende 2018 ( Lions-Jahr 2017/2018)

Für den sechsten Clubabend am 29. Januar 2018 war es Präsident Paul Hendrys gelungen, Siegmund Gottlieb, den langjährigen Chefredakteur des Bayerischen Fernsehens, als Referenten zu gewinnen.
Er war bereit, mit seinem umfangreichen Wissen und seiner langjährigen Erfahrung eine treffende Einschätzung von der aktuellen Lage in Deutschland zu geben  - von der Gefühlslage der Menschen, von der Situation in der Politik  und den Anforderungen an die Medien. 

Dieser Clubabend wurde als offener Abend gestaltet. So wurden von den Mitgliedern zahlreiche Freunde und Bekannte mit eingeladen.Präsident Paul Hendrys begrüßte die Teilnehmer und ging im Hinblick auf die Gäste zunächst kurz auf Lions International als weltweit größte NGO Hilfsorganisation ein und dann mit einigen Fakten speziell auf unseren  LC München- Arabellapark.  Dann stellte er Siegmund Gottlieb vor, den Referenten des Abends, den er Ende der 80 iger Jahre kennen lernte.

Siegmund Gottlieb ist allen bestens bekannt durch zahlreiche Fernsehsendungen wie Brennpunkt oder Münchner Runde sowie rund 350 Kommentare in den Tagesthemen der ARD.  
                                       
                                                                                                                 live beim LC München- Arabellapark


Neben seinen vielen Auszeichnungen ist zu erwähnen, dass er 2005 zum Honorarprofessor für das Fachgebiet Journalismus an der FH Amberg-Weiden ernannt wurde. Seit 2012 hat er einen Lehrauftrag an der Universität Passau für das Gebiet „Qualität in den Medien“.

 Sein Thema des Abends hatte Gottlieb wie folgt formuliert:


                                                                                                         Politik, Medien und wir alle – Deutschland im Härtetest.

                            


Er begann seine Ausführungen mit einer Einschätzung der Gefühlsage der Menschen in Deutschland. Man ist zufrieden mir der aktuellen Situation - die Wirtschaft boomt, die Kurzzeit-Prognosen sind weiter günstig. Aber man hat vielfache Sorge beim Blick in die Zukunft. Die Wirtschaft könnte sich abschwächen, denn man ist stark Export abhängig und damit auch von internationalen Entwicklungen. Neue Technologien wie Digitalisierung oder künstliche Intelligenz bringen Chanen, aber auch Unsicherheit. Die Schuldenlast der Staaten in der EU könnte eines Tages zu einer Krise führen.
                                                                                                   
In der Politik hat sich seit der Wahl am 24. September 2017 einiges verändert.  Rund  80 % der Wähler haben für eine breite Mitte votiert, rund 20 % für die Ränder des politischen Spektrums. Zum ersten Mal sind 7 Parteien im Bundestag vertreten. So ist auch nach 4 Monaten noch keine neuen Regierung gebildet. Gottlieb gab eine kurze Einschätzung von sich abzeichnenden Entwicklungen  in den einzelnen Parteien. Er beschrieb einige mögliche Gründe für das Scheitern der Jamaika-Verhandlungen und formulierte gedämpfte Erwartungen bezüglich einer neuen Großen Koalition. 
                                                                                                 
Dann ging er auf wesentliche Aspekte bezüglich der Medien ein, die  immer wieder in die Kritik geraten. Eines stellte Gottlieb gleich zu Beginn klar: Eine Lügenpresse gibt es nicht. Denn Lüge setzt Absicht voraus und das sei niemals gegeben. Er skizzierte die steigenden Anforderungen an die Medien -  größere Komplexität der Themen in einer vernetzten Welt,  zunehmend kürzere Reaktionszeiten auf Ereignisse infolge der Digitalisierung, wachsender  Wettbewerb um den Kunden. Dies führt zu einer Konzentrierung auf aktuelle Ereignisse, verursacht manchmal zu schnelle Meldungen mit unzureichender Recherche oder einfachem Kopieren. Der Journalismus ist gefordert, wieder die richtige Balance zu finden zwischen Alarmismus und Themendemenz. Dennoch ist die Mediensituation bei uns im Lande durchaus gut im Vergleich zu vielen anderen, auch westlichen Ländern.
Abschließend meinte Gottlieb, die Vorzeichen sind durchaus positiv, auch den aktuellen Härtetest zu bestehen. Und in einer Demokratie kann jeder von uns dazu seinen Beitrag leisten.
Dies ist  ein kurzer Extrakt der spannenden und sehr informativen Ausführungen von Siegmund Gottlieb. Detaillierte Information mit allen wesentlichen Aussagen des Vortrages und der Diskussion s. Jour fixe. 
 
    
            Präsident Paul Hendrys und seine Gattin                                             Launige Begrüßung des Präsidenten

                               
   
                                             .....................................................................................................Erwartungsfrohe Gäste.............................................................................................

       

    
  
          Beeindruckende Rede von Siegmund Gottlieb                                 In der Diskussion mit  Dr. Jürgen Böddrich                                                       Dank des Präsidenten                                       




Beim fünften Clubabend am 15. Januar 2018, dem ersten im Neuen Jahr, stand ein Thema im Mittelpunkt, das viele interessiert :"Geld- und Kapitalmarkt - Chancen und Risiken für Anleger". 
Für jeden der etwas "Erspartes" hat, stellt sich die Frage, wie er dieses vernünftig anlegen kann. 

                                                         

Einerseits liegen die Zinsen unter dem  Niveau der zugegeben niedrigen Inflationsrate. Damit einher geht eine schleichende Geldentwertung. Andererseits sind die Finanzmärkte recht volatil mit damit verbundenen Risiken. 
Hilfreich ist es, ein Grundverständnis zu entwickeln für den Geld- und Kapitalmarkt mit seinen komplexen Abhängigkeiten von Bewegungen in Politik, Wirtschaft und dem Finanzsektor.

Zu dieser Thematik referierte  unser  Lionsfreund Peter Prasser, Bankdirektor bei der Donner & Reuschel AG in München und dort in der Betreuung u.a. von vermögenden Privatkunden tätig.
Seine Ausführungen begann Peter Prasser mit einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2017 und Beispielen für politische Einflüsse         

                                                                                               
                                                                                                                     Bankdirektor Peter Prasser  

Auswirkungen, zumindest temporär, ergaben sich u.a.durch die Wahlen in einigen europäischen Ländern wie Holland, Frankreich, Österreich und Deutschland, durch die Strategie " America First" von US Präsident Trump, die Vision von Frankreichs Präsident Macron bezüglich eines zukünftigen Europa, oder die Tatsache, dass in Deutschland Kanzlerin Merkel bislang "nur" geschäftsführend amtiert. Ein tiefgreifendes Ereignis ist der bevorstehend Brexit, der Austritt Großbritanniens aus der EU.

                                                                          

Bezüglich Finanzmarkt war 2017  ein Jahr der Aktien; dies gilt für den Sektor der Emerging Markets mit den Wachstumsmärkten wie auch für den etablierten DAX 30. 
Den kurzen Rückblick 2017 beschloss Prasser mit einem Vergleich der Prognose von Donner & Reuschel und der tatsächlichen Entwicklung. z.B von  DAX, S&P, Kursverhältnis  Euro zu USD oder dem FED Leitzins. Die sehr gute Übereinstimmung spricht für die profunde Analyse und Marktkenntnis der Bank und ihrer Akteure.
    
Im Ausblick  2018 präsentierte Peter Prasser zunächst  Prognosen für Bruttoinlandsprodukt und Inflation für bedeutende Wirtschaftsräume wie USA, EU, Russland oder China wie auch für manche Krisenländer z.B. in Südamerika oder Afrika.
In den 19 Ländern des Euro wird die Geldpolitik der EZB eine wichtige Rolle spielen. EZB Präsident Mario Draghi zählt zu den  "Tauben" ( nicht den Falken).

                                                                                                                      
Die expansive Geldpolitik zum "Schutz" der wirtschaftsschwachen Länder wird nur langsam abnehmen. Es wird weiter mit einem Tief der Real-Zinsen zu rechnen sein.
 
In Deutschland ist eine sehr positive Situation für die Wirtschaft gegeben.

                                                                         

Die Auftragsbücher sind voll, die Stimmung sehr optimistisch. Die Aktienkurse dürften sich weiter auf hohem Niveau bewegen.
In Europa ist bei den Aktien sogar eine steigende Gewinndynamik zu erwarten. Das Zinsniveau dürfte leicht ansteigen.

Wo bestehen Risiken? Das Problem der Staatsverschuldung der meisten EU Länder ist noch nicht ausgestanden. Zudem besteht ein Risiko hinsichtlich einer ausufernden Inflation durch Anstieg der Produktpreise infolge höherer Rohstoffpreise und erhöhtem Lohndruck.
Ein wichtiger Einflussfaktor ist die Digitalisierung. Sie hat enorme Auswirkung. Schon jetzt sind IT Firmen mit Abstand führend in der Marktkapitalisierung. Ein wichtiger Aspekt ist die Blockchain-TechnologeBlockchains sind fälschungssichere, dezentrale Datenstrukturen, auch für finanzielle Transaktionen. Der Zugang zu dieser Technologie erfolgt über Coins.

                                                                                                                                                 

Die bedeutendste Kryptowährung ist der Bitcoin. Dieser erlebt zur Zeit einen Hype, jedoch mit großen kurzfristigen Schwankungen. Seine Etablierung am Markt ist noch ungewiss.
Staatliche Regulierungen für den Zugang dieser digitalen Währungen zu Handelsplattformen scheinen nicht ausgeschlossen.

All diese Einflussfaktoren sind bei der Kapitalanlage zu berücksichtigen.  Die große Herausforderung in der seriösen Kundenbetreuung sind breite Streuung auf verschiedene Anlageformen, dynamisches zeitnahes Management und stringente Risikominimierung.

Dies ist  ein kurzer Extrakt der Ausführungen von Peter Prasser, die einen profunden Einblick in die komplexen Abhängigkeiten im Geld- und Kapitalmarkt vermittelten mit orientierender Information für Anlagestrategien. Weiterführende Informationen (s. Jour fixe). 

   
                               Präsident Paul Hendrys begrüßt die Gäste                                               Volle Aufmerksamkeit für  Peter Prasser                                                                             Intensiver Meinungsaustausch                             

                                                                                                       
                                                                                                                               Der Dank an den Referenten

17. Eisstockschießen 12. - 14. Januar 2018, Freyung - Gemeinsames Wochenende mit Sport, Frohsinn und Geselligkeit

Das neue Jahr beginnt beim LC München - Arabellapark  traditionell mit einem Wochenende für das Eisstockschießen, das vom 12. - 14. Januar 2018 nun bereits zum 17. Mal in Freyung im Bayerischen Wald stattfandIm Gegensatz zum Vorjahr machte diesmal der Winter Pause. Der Anfang Dezember reichlich vorhandene Schnee war infolge der milden Temperaturen um Weihnachten und den Jahreswechsel weitgehend weggeschmolzen. Für ein Wintermärchen hätte man dieses Mal u.a. nach Florida gemußt, dort gab es Schnee und Eis....vielleicht auch eine Folge von Trump`s Motto "America First" ?

Aber wir sind natürlich wieder nach Freyung gereist, denn "Dahoam is Dahoam", was unser  Eisstockschießen betrifft.   
Auch in diesem Jahr war es ein herrliches Familientreffen von  jung und alt. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen - " wie  die Zeit vergeht" - sind immer eine besondere Bereicherung.  .
Die Tage wurden von Wolfgang Melzer  bestens organisiert, tatkräftig unterstützt von Routinier Rudi Reinhardt.

Wenn die "Lions " aus München über Jahre zum Eisstockschießen nach Freyung kommen, so findet das auch die Aufmerksamkeit der Stadt. Am Samstag Vormittag wurden wir wieder von Christian Kilger, dem Leiter des Tourist Büros begrüßt, der auch wieder die Grüße von Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich überbrachte.  
Die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Freyung zeigt sich auch in der stets zuvorkommenden Unterstützung bei der Nutzung der Eishalle sowie bei der Durchführung des Turniers.

Die Trainingsstunden am Freitag Nachmittag und am Samstag waren gleichermaßen konzentriert wie spielerisch. Abends fanden die Tage  jeweils ihren geselligen Ausklang bei unterhaltsamen Gesprächen, für die Jugendlichen meist beim Kegeln.

Am Sonntag Vormittag war dann das große Turnier, "deshalb waren wir auch hier. Im Olympia Jahr von besonderer Bedeutung".
Auch in  diesem Jahr wurde mit 6 Mannschaften gespielt. Die Moare (Mannschaftsführer) wurden gesetzt. Die anderen 3 Spieler wurden zugelost.
Aufgrund einer kurzfristigen Einbuße an Spielern mussten 3 Teams mit nur 3 Spielern antreten, wobei in der Regel der jeweilige Moar zweimal schießen durfte.
Zum ersten Mal hat die Auslosung ein reines Damenteam zusammengeführt, das sich hervorragend schlug

Jedes Team spielte gegen jeden, wobei jedes Spiel über 6 Bahnen ging
Letztes Jahr gab es ein Ergebnis mit einer seltsam anmutenden Logik. Die Mannschaften 1 bis 3 belegten auch die Plätze 1 bis 3.
Diesmal ging es bunt durcheinander....das Feld war sehr ausgeglichen mit vielen knappen Ergebnissen. 
Nach spannenden Wettkämpfen gab Wolfgang Melzer  das Klassement bekannt.

Sieger wurde die Mannschaft 5 mit "Moar" Volker  Soballa, Vitus Hartmann und Sebastian Soballa, dem "Nestküken", der ganz hervorragend gespielt hat. 
Platz 2
eroberte das Team 2 mit Eva Soballa, Andrea Melzer, Carolina Soballa und Ulla v. Crailsheim. Beide Teams hatten gleiche Anzahl an Matchpunkten; das Verhältnis an Stockpunkten gab den Ausschlag. 
Der dritte Platz ging an die Mannschaft 1 Marinus Hartmann, Annelises Reinhardt, Uschi Zieglmeier und Konstantin Soballa.
Vierter wurde die Mannschaft 2  mit "Moar" Lore Hock, Rudi Reinhardt und Kajetan Soballa.
Platz 5 belegte das Team 3 mit Josef Nassauer, Paul Hendrys, Sigrid Haas und Dominik Soballa, nur hauchdünn getrennt vom 4. Platz durch das etwas schlechtere Stockverhältnis.
Bei Platz 6 griff  die Logik des Vorjahres, denn die rote Laterne ging an die Mannschaft 6 mit Horst Schmidt-Bischoffshausen, Heidi Erwand und Wolfgang Melzer
Mit all diesen knappen Ergebnissen galt auch in diesem Jahr:" Nichts ist unmöglich....bei den LIONS". 


Die schönen Tage vergingen wieder viel zu schnell, auch jenen, die nicht am Wettkampf teilnahmen. Das lag auch an der herzlichen Aufnahme und der freundlichen Betreuung durch die Besitzerin des Hotels, Frau Kobatsch, und ihrem exzellenten Team sowie der hervorragenden Küche des Restaurants. Herzlicher Dank nochmals an Wolfgang Melzer für die umsichtige Organisation. 
Alle freuen sich schon heute auf das Turnier im nächsten Jahr vom 11. - 13. Januar 2019.
Impressionen

"Winter" in Freyung
 
   
 Blick aus dem Fenster 2017                                                             ....................  2018

 
                    Eishalle  2017                                                                    ................... 2018
                                                               

 Guter Start in den Tag

  
                               Am Buffet                                                   im Kreis der Familie                                                       mit aufmerksamen Service       


Gesellige Abende
   
  


Aus dem Vorstand mit Gattin dabei

  
                   Präsident Paul Hendrys                                     Past Präsident Josef Nassauer                            MB Horst Schmidt-Bischoffshausen

Eindrücke vom Training
  
      
                      Fan Club                                                                     oh  was Süßes                                                          Glühwein gefällig...                                                        Warum nicht....
 
                                                        
                    Anfeuern                                                              Gefühl für Stock und Bahn                                    Strategie und Glühwein                                           Zum Messen auf die Knie

Eindrücke vom Wettkampf

      
                 Mit Schmackes                                                         Kleiner Mann ganz groß                                        Welcher Stock hat?                                               Pfiff   -   Bahnwechsel                                     


                                                 
Siegerehrung - Teams in der Reihenfolge der Platzierung

  
  

   




                                      
                                                                                               Wolfgang Melzer dankt Frau Kobatsch, der Chefin des Hauses

                                                                                                           
                                                                                                    
     
         
                                                          2017 zapfig kalt                                                                                                 2018 vergleichsweise mild      

                                                                                                                  Auf ein Wiedersehen in 2019

                                                                                       
           
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