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Aktuell 2017

Weihnachtsfeier am 18.12.2017 - Stimmungsvolles Miteinander zum Ausklang des Jahres

Im  Eden Hotel Wolff, unserem "Stammhaus", begrüßte Präsident Paul Hendrys die Gäste zur diesjährigen Weihnachtsfeier und freute sich über die große Teilnahme, ein weiteres Zeichen für unseren freundschaftlichen Zusammenhalt. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo Anna Rehker, Cello, und Georg Roters, Bratsche, beides Nachwuchskünstler der Bayerischen Philharmonie. 
 Paul Hendrys gab in seiner Einführung einen kurzen Rückblick auf das abgelaufene Jahr. Eine wesentliche Herausforderung war und ist die Gewinnung weiterer Mitglieder. Diesem Aspekt wird im Centennial besondere Aufmerksamkeit zuteil. Paul Hendrys konnte Prof. Dr. Horst Schmidt-Bischoffshausen und Hermann Pointl für erfolgreiche Mitgliederwerbung die Centennial Medal von LIONS International überreichen, die sie sichtlich erfreut unter dem Beifall aller entgegen nahmen. 
Dann erwähnte Präsident Hendrys die Gemeinschaftsleistung der Weihnachtsaktion, die zu einem neuen Rekordergebnis führte. Er dankte allen Beteiligten für ihren Einsatz, insbesondere  Dr. Dieter und Ingrid Flugs. In einem kurzen Ausblick ging er auf die Aktivitäten im Januar 2018 ein und erwähnte auch die schon angelaufenen Planungen für die Abschlussfahrt Ende Juni 2018 nach Berlin. 
Als Dank für das gute Zusammenwirken das ganze Jahr über bedachte er jeden Teilnehmer des Abends mit einer Flasche feinstem Olivenöl aus seinem Garten am Gardasee, eine Geste, die alle sehr gefreut hat.
Seine Ausführungen beendete Paul Hendrys mit einer besonderen Weihnachtsgeschichte, überliefert aus dem ersten Weltkrieg. Der Autor beschreibt die große Sehnsucht der Menschen nach Frieden gerade um die Weihnachtszeit. Dies führte dazu, dass an zahlreichen Fronten die Soldaten die Waffen eigenmächtig niederlegten und sich mit ihren Gegnern verbrüderten. Auch wenn  nach Tagen unerbittliche Befehle sie wieder zu den Waffen riefen, die Sehnsucht nach Frieden bleibt.
Zwischen Vorspeise und Hauptgang präsentierten Anna Rehker und Georg Roters zwei anspruchsvolle Kompositionen von Ludwig v. Beethoven und Joseph Hadyn für  Viola und Cello und überzeugten mit  exzellenter musikalischer Interpretation.
Nach dem Hauptgang folgte dann eine kurze Ansprache unsers Lions Freundes Monsignore Dr. Siegfried Kneissl. Er ging auf den tieferen Sinn von Advent und Weihnachten ein, die auch in der heutigen Zeit mit ihren zahlreichen Brüchen unverändert ihre  tiefe und besondere Bedeutung haben. Gedanken wohl strukturiert, Worte mit Bedacht gewählt und aus dem Leben gegriffen.  Mit seiner Rede erreichte Msgnr. Kneissl alle Teilnehmer der Feier. Volle Aufmerksamkeit und absolute Stille waren untrügliche Zeichen.
Mit diesen nachdenklichen aber ermutigenden Ausführungen öffnete sich die Diskussion mit geselligen Gesprächen an allen Tischen.
Diese Stimmung wurde dann  aufgegriffen vom Duo Anna Rehker und Georg Roters mit gekonnter Interpretation deutscher und amerikanischer Weihnachtslieder.
Den Abschuss bildete ein gemeinsames "Stille Nacht, Heilige Nacht".
Es war ein wunderbarer Ausklang einer wiederum sehr schönen Weihnachtsfeier. Und mit dieser Stimmung ging es hinaus in die Nacht und in die bevorstehenden Weihnachtstage. 

   
                                                     ..........................................................................................................    Eintreffen der Gäste   ..........................................................................................

 
                         Lauschen den Ausführungen von .....................                                                      .......Präsident Paul Hendrys                                                 Auszeichnung von  Prof. Dr. Horst Schmidt- Bischoffshausen (li)
                                                                                                                                                                                                                                                            und Hermann Pointl durch Präsident Paul Hendrys

      
                              Das Duo Anna Rehker und Georg Roters                                                                                                 ...................................... Wechselnde Tischrunden...................................................

 
                        Rede von Monsignore Dr. Siegfried Kneissl                                                                     Aufmerksame Zuhörer                                                                     Angeregte Diskussionen....

  
                                      Gelöste Unterhaltung                                                                      Dank des Präsidenten an das Musik Duo                                                                      Zeit zum Aufbruch
     
  
Weihnachtsverkauf auf Christkindlmärkten  - Große Gemeinschaftsaktion, großer Erfolg 

Die breitgefächerte Aktion des LC München-Arabellapark  - Direktverkauf an Freunde sowie  Weihnachtstände auf dem Christkindlmarkt in Sauerlach am 9./10.12.2017 und anschließend auf dem Münchner Christkindlmarkt in der Fußgängerzone vom 11. - 17.12.2017 - war wieder ein voller Erfolg. Mit den selbst gemachten Köstlichkeiten - Weihnachtsgebäck,  verschiedenen Punsch- und Glühweinsorten sowie exquisiten Konfitüren - wurde wieder ein "Jahrhundertergebnis" erzielt, passend zum Centennial, dem noch laufenden 100-jährigen Jubiläum der Lions Organisation.
        
  
               
             
           Abendliche Stimmung in der Fußgängerzone - links der Stand                                Großes Interesse der Kunden                                                                           Herrenstaffel
              
            
                                                                                                                                                                                                                                                                                                  
Ein riesiges Dankeschön an Ingrid Flugs, die wesentlich die Produkte kreiert, diese überzeugend anbietet und verkauft und alle Tage am Stand bestreitet, an Dr. Alois Schneck, Activity-Beauftragter und "Einsatzleiter" sowie an das gesamte Team von rund 20 Helferinnen und Helfern. Ein ausgefeilter Einsatzplan sorgte die ganze Woche für einen reibungslosen Abbau. Die Damen unterstützten u.a. beim Verkauf, die Herren  bei der Logistik des Gläser-Spülens sowie bisweilen als "Animateure" vor dem Stand.  Ein Dank natürlich auch an die vielen Kunden, die mit dem Erwerb der Köstlichkeiten Gutes tun.
Denn der Erlös geht wie immer zu 100 % in die von uns geförderten sozialen Projekte.( mehr s.Activities).

Begeisternder Kabarettabend am 15. November 2017 - Reinerlös für soziale  Zwecke.

Am 15. November 2017 fand  ein herrlicher Kabarettabend als Benefizveranstaltung im Theaterzelt "Das Schloss" in München statt. Werner Koczwara erwies sich mit seinem Programm "Am achten Tag schuf Gott den Rechtsanwalt" als wahrer Glücksgriff. Mit manch sprachlicher Verwindung aus dem Amts- und Juristen - Deutsch, mit Witz und Esprit vorgetragen, bereitete er  einen vergnüglichen Abend. Das Zelt war mit  240 Gästen praktisch ausgebucht. Dieser Zuspruch ist nicht selbstverständlich bei dem reichen Angebot an Kunst und Kultur in München.    Aber zahlreiche Mitglieder haben Freunde, Bekannte, Partner und  Kollegen mitgebracht und so in geselliger Atmosphäre einen herrlich amüsanten Abend verleben können. Gleichzeitig hat jeder zu einem beachtlichen Reinerlös dieser Activity beigetragen, der voll in die sozialen Projekte unseres Lions Club geht. ( mehr s. Activities,).

 
              
                                        Volles Haus                                                           Es geht los...                                                     Begrüßung Präs. Paul Hendry (re. )und
                                                                                                                                                                                                        Activity Beauftragter Dr. Alois Schneck

                 
                        Bühne frei für Werner Koczwara                                      Dank an die Organisatorin Ingrid Flugs                       Das hat Spaß gemacht ..wir kommen wieder


  
Clubabende 2017 ( Lions-Jahr 2017/2018)


Beim vierten Clubabend am 13. November 2017 stand ein weiteres aktuelles gesellschaftliches Thema im Mittelpunkt - der Islam. Ein besseres Grundverständnis für den Koran fördert das harmonische Zusammenleben mit den rund 4,5 Mio Muslimen in Deutschland und erhöht zudem die Sensibilität für politische Aspekte der Integration.

                                     

Präsident Paul Hendrys war es gelungen, Joachim Wildeis als Referenten zu gewinnen, u.a. Autor des Buches "Der Koran, Gott und ich". Paul Hendrys kennt Joachim Wildeis aus früherer Berufstätigkeit. Denn J. Wildeis ist IT Experte und hat über Jahre auch internationale Konzerne beraten, bevor er sein eigenes Unternehmen gründete.Daneben hat J. Wildeis ein ausgeprägtes Interesse für Philosophie und  Religionen, so auch dem Koran.
Als Computerexperte hat  J. Wildeis schon vor Jahren den Koran "maschinenlesbar" gemacht. Der Koran ist nicht nach Themen strukturiert, sondern die 114 Suren sind entsprechend ihrer Länge geordnet und umfassen insgesamt ca. 6 300 Verse. Durch digitale Auswertung konnte Wildeis seinen individuellen Themen und Fragen jeweilige Stellen im Koran zuordnen und damit das Verständnis deutlich erhöhen, ohne wissenschaftlichen Anspruch zu erheben.

        
                 Präsident  Paul Hendrys (re.) und Joachim Wildeis                   Paul Hendrys begrüßt die Teilnehmer des Clubabends                         ............................  Großes Interesse an den Ausführungen des Referenten ....................
 


An den Beginn seiner Ausführungen hat er ein Bündel an Fragen bezüglich Islam aus Sicht seiner Auswertung erläutert. Der Koran ist für die Muslime das Wort Gottes
Die Beschreibung von Allah als Gott weiche nicht gravierend von jener in anderen Religionen ab. Besondere Entscheidungsfreiheit scheint es nicht zu geben, denn Gott ist allwissend, damit hat er auch den Blick in die Zukunft und alles sei weitgehend vorbestimmt. Ein Muslime ist gläubig, wenn er die Pflichten des Muslims erfüllt. Was passiert mit den Ungläubigen? Sie kommen nach dem jüngsten Gericht in die Hölle. Im Diesseits werden sie toleriert oder auch gnadenlos verfolgt. Wer ist Mohammed? Er ist der letzte der Propheten und das Wort Gottes kann nur von einem Propheten kommen. Damit ist weiterhin eine neuere Interpretation oder Auslegung des Islam nicht zu erwarten.

Aber der Islam ist Religion und Gesellschaftsordnung. Dafür spricht u.a. die Stelle: In der Diaspora ist Anpassung gefordert, bis geänderte Machtverhältnisse eine Durchsetzung islamistischer Gesellschaftsordnung erlauben. Ein wichtiger Schritt für eine Integration ist sicher das Bekenntnis von Vertretern der Muslime zur freiheitlichen demokratischen Grundordnung (FDGO). Aber es gilt stets zu berücksichtigen, über allem steht der Islam.
Dies ist nur ein kurzer Extrakt der Ausführungen von Joachim Wildeis, die einen interessanten Einblick vermittelten, das Verständnis für den Koran erhöhten und zu einer  konstruktiven Diskussion führten.
 (s. Jour fixe).

                  
                                                Der Saal füllt sich                                                            Imposanter Besuch dieses Clubabends                                                  "Nachgehakt" beim Referenten

                                   



Der dritte Clubabend am 23. Oktober 2017 fand ebenfalls großen Zuspruch. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das uns alle Interessiert:

                                                                                                            "Wie sicher ist München".
                                     

                         


Präsident Paul Hendrys konnte hierzu Ltd. Kriminaldirektor Stefan Kastner als Referenten gewinnen. Stefan Kastner ist seit knapp 40 Jahren im Polizeidienst. Er hat seine Laufbahn bei der Polizei in Pasing begonnen, war dann in den folgenden Jahren in verschiedenen Funktionen tätig, von der Dienststelle für Todesursachenermittlung bis hin zur Pressestelle. Nach einen Studium an der Polizeihochschule in Münster war er von 2002 - 2011 Leiter des Sondereinsatzkommandos (SEK) und von 2011 bis 2017 Stellvertretender Leiter des Polizeipräsidiums. Im März 2017 wurde er zum Leiter der Verbrechensbekämpfung beim Polizeipräsidium München berufen


                                          
                                  Präsident Paul Hendrys (Mi.) und seine Gattin Astrid begrüßen Stefan Kastner                              Erwartungsvolle Teilnehmer des Clubabends
  

Stefan Kastner begann seine Ausführungen mit einigen allgemeinen Informationen zur Situation von Polizei und Verbrechensbekämpfung in München. Im Polizeipräsidium sind 7 000 MA/innen beschäftigt, davon  1 600 bei der Kriminalpolizei. Der Anteil an Frauen beträgt ca. 20 %. Es fallen rund 300 000 Einsätze im Jahr an, d.h. ungefähr alle 1min 45 sec geht ein Notruf ein, bezüglich einfacher Vergehen bis hin zu schweren Straftaten. Wichtig ist, dass die Polizei durch Aufbau entsprechender Kompetenzen eine starke Präsenz in den sozialen Medien gewonnen hat. z.B. über Twitter und hiermit z.B. bei polizeilichen Großeinsätzen die Informationshoheit gewinnt für eine aktuelle sachliche Unterrichtung der Bevölkerung. 
Betrachtet man die Entwicklung der Straftaten, so haben diese im Zeitraum von 2010 bis 2016 auch absolut abgenommen, obwohl die Einwohnerzahl von 1 330 440 auf 1 450 380 gestiegen ist, ein Zuwachs vergleichbar der Größe von Ingolstadt. Die Häufigkeit der Straftaten pro 100 00 EW (HZ) hat letztlich signifikant um 9, 3 % abgenommen.

                                       
                                                                ..........................................................Informative Ausführungen von Stefan Kastner..................................................................

Im folgenden verglich Stefan Kastner die Sicherheitslage in München mit der in anderen großen Städten wie Berlin, Hamburg, Frankfurt oder Köln. Dieser Vergleich zeigt, dass München die mit Abstand sicherste Großstadt in Deutschland ist . Das ist sicher auch ein Ergebnis des zielgerichteten Zusammenwirkens von Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten. Und damit auch ein Ergebnis der Landespolitik, denn diese ist verantwortlich z.B. für die Ausstattung der Polizei und ist zudem weisungsbefugt gegenüber der Staatsanwaltschaft.
Dann ging Stefan Kastner auf den Anteil von Straftaten ein, die von Zuwanderern begangen werden. Diese  führen zu einem erkennbaren Anstieg im Bereich einfacher Diebstahl und Rohheitsdelikte, wobei diese meist Auseinandersetzungen zwischen Flüchtlingen betreffen. Der Anteil an schwerem Diebstahl und insbesondere an Sexual- und Tötungsdelikten liegt dagegen bei rd. 1 % oder darunter. Natürlich ist jede dieser Straftaten eine zu viel, aber die Sicherheitslage insgesamt hat sich nicht signifikant verändert. Anschließend sprach Stefan Kastner noch den Hauptbahnhof  als ein spezielles Problemfeld in München an.
Dann kam Herr Kastner auf das Thema Wohnungseinbruch zu sprechen, das  besonders interessiert. Auch hier ist in München eine deutlich höhere Sicherheit gegeben als in anderen deutschen Großstädten..
Abschließend ging Stefan Kastner noch auf Betrugsmaschen sogenannter Call Center ein. Opfer sind hier meist ältere und vielfach allein stehende Personen. Dies gilt für den Enkeltrick, der aber jetzt deutlich weniger Schaden anrichtet, nachdem in Zusammenarbeit mit ausländischen Stellen ein maßgebliches Call Center in Polen ausgehoben wurde. 
Eine neue gefährliche Betrugsmache ist nun, dass sich Anrufer am Telephon als Polizisten ausgeben, die ältere Personen überzeugen, diese seien im Visier von Gaunern und überreden, Geld und Wertsachen zu übergeben, um diese vor Straftätern in Sicherheit zu bringen. Eine ganz üble Masche, die teilweise sehr hohen Schaden verursacht und bei den Betroffenen deren Vertrauen in die Polizei schändlich ausnutzt 
 Diese Call Center agieren vorwiegend aus der Türkei, aber eine Zusammenarbeit mit entsprechenden Stellen erweist sich zur Zeit als schwierig. Ein Schwerpunkt liegt deshalb auf der Information und Aufklärung der Bevölkerung. ( Zusätzliche Detail-Information s. Jour fixe). 
Fazit des Vortrages. Die Bürger in München können sich sicher fühlen. Die Polizei in München ist erfolgreich in der Aufklärung und auch in der Prävention.
Die Ausführungen von Stefan Kastner waren sehr sachbezogen und in einer sympathischen Art vorgetragen. Man spürte sein Anliegen, den Bürgern zu helfen, und sei es an einem Abend wie diesem mit sachlicher Information zur Gesamtsituation Sicherheit in München. Seine Ausführungen wurden mit großem und Beifall bedacht und führten zu interessanten Detailfragen in der anschließenden Diskussion.

  
     
               Referent Stefan Kastner                                                        Zuhörer voll konzentriert                                                                        Ein Geschenk des Präsidenten                                                    Gut lachen - bei dieser Sicherheitslage




Der zweite Clubabend am 9.Oktober 2017 fand überragende Resonanz, denn Präsident Paul Hendrys war es gelungen, Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel als Referenten zu gewinnen.

                                                                                                                                   

Dr.Thomas Goppel  ist sei 1974 Abgeordneter für die CSU im Bayerischen Landtag.  Er gehörte verschiedenen Kabinetten an  - als Staatssekretär im Wissenschaftsministerium, als Umweltminister, Europaminister und Wissenschaftsminister. Für viele Jahre war er CSU-Generalsekretär. Heute  ist Dr. Goppel u.a. Sprecher des Gesprächskreises der Christ-Sozialen Katholiken (CSK) in der CSU, Mitglied im Partei-Vorstand mit dem Motto "Näher am Menschen", Präsident des Bayerischen Musikrates und Vorsitzender des Landesdenkmalrates.

        
            
Präsident Paul Hendrys begrüßt die Gäste und den Referenten               Dr. Th. Goppel mit Paul Hendrys u. PP Prof. Dr. Josef Nassauer                                          Engagierte Ausführungen

Motto des Abends war "Nach der Wahl ist vor der Wahl". Dieses wurde schon vor mehreren Wochen gewählt. Es soll zum Ausdruck bringen, dass es nach der Wahl an die Arbeit geht, den Willen der Bürgerinnen und Bürger in konkrete politische Projekte und Maßnahmen umzusetzen, denn nach 4 bzw. 5 Jahren gilt es, sich wieder dem Wähler zu stellen.
An den Beginn seiner Ausführungen, stets moderat und vielfach mit einem Augenzwinkern vorgetragen, stellte Dr. Goppel eine (Lebens)-Erfahrung aus seiner langen politischen Tätigkeit. 
" Bekenntnisbereitschaft zu Überzeugungen, Wertvorstellungen, Einschätzungen aktueller Probleme und Aufgaben ist Grundlage glaubwürdigen Handelns, auch in der Politik".
Dann führte er verschiedene Tendenzen auf, die es zu berücksichtigen gilt. Gerade in Deutschland  bevorzugen viele den Blick zurück, möchten zuweilen etwas überängstlich Bestehendes beschützen, haben eine Neigung zu Regulierungen bis hin zu Verboten. Andere sind interessiert, Bewährtes zu erhalten, um auf dieser Basis Neues aufzubauen für kontinuierliche Weiterentwicklung. Und wieder andere haben primär als Ziel, Altes durch Neues zu ersetzen, dabei vielfach ohne besonderes Konzept und somit das Entstehen des Neuen zu sehr Zufälligkeiten überlassend.
Als Beispiel für "Großes Neues schaffen" nannte Dr. Goppel die gelungene Wiedervereinigung Deutschlands.16 Mio Ostdeutsche mit über 60 Mio Westdeutschen zu einer Einheit zusammen zuführen  mit gemeinsamen kulturellen Wurzeln, aber aus gegensätzlichen politischen Systemen, war eine große Integrationsaufgabe. Und da war das ganze Spektrum an beschriebenen Tendenzen und Präferenzen zu berücksichtigen.
Auch jetzt steht eine große Integrationsaufgabe an angesichts des Zustroms von Flüchtlingen und Migranten aus anderen Kulturkreisen und politischen Systemen.
Dann ging Dr. Goppel allgemein auf das Ergebnis der Bundestagswahl ein. Die angestammten Parteien CDU/CSU und SPD mußten große Stimmenverluste hinnehmen. Zahlreiche Wähler fanden sich offensichtlich nicht mehr vertreten, in ihren Problemen und Wahrnehmungen aus dem alltäglichen und beruflichen Leben und sind zu andere Parteien abgewandert. Da stellt sich die Frage, wie solide stehen führende Politiker zu ihren Positionen und wie werden diese von den Wählern gesehen. Oder richtet man sich zu sehr nach dem Echo in den Medien und den Meinungsumfragen. Abgeordnete wie Bosbach oder Lammert wurden ob ihrer klaren Haltung hoch geschätzt, scheiden aber fast unkommentiert aus dem Bundestag aus. Dr.Goppel warf dann einen Blick zurück auf die Entstehung von CDU/CSU. Sie war nach dem Krieg die einzige neue Partei. Die ursprüngliche Nähe zur Kirche aber ist aufgebrochen: Die Kirchen sitzen nicht mehr im Überzeugungsboot, auch zum Teil von den Kirchen verursacht.Und auch die Journaille trägt dazu bei, konservative Wertvorstellungen zu sehr in Frage zu stellen, ohne Wissen, wie Neues aufzubauen.
Bezüglich Jamaika-Koalition ist Dr. Goppel eher skeptisch. Wenn sie zustande kommt, dürfte es eine Konstellation mit einem Spektrum an heterogenen Wertvorstellungen werden, bislang einzigartig vielelicht in ganz Europa.
Ein christliches Weltbild sieht Dr. Goppel auch heute unverändert als Richtschnur für Orientierung, mit einem gemeinsamen Verständnis von Personalität, Solidarität und Subsidiarität..
Im Hinblick auf die  Landtagswahl in Bayern im kommenden Jahr ist Dr. Goppel überzeugt, dass diese Wertvorstellungen in Bayern unverändert das Vertrauen der  Bürgerinnen und Bürger erfahren werden.
Die Perspektive der CSU sieht er voller Optimismus, denn für die Nachfolge bieten sich nach seiner Meinung mehrere Kandidaten an, um die Partei und das Land auch in eine positive Zukunft zu führen. 
Sein Impulsreferat hat Dr. Goppel  exakt auf 20 Minuten beschränkt, um genügend Raum und Zeit für den Dialog mit den Teilnehmern zu lassen.(s. Jour fixe).



Die Ausführungen wurden mit großem Interesse verfolgt und mit viel Beifall bedacht.
     
   
                                      Voll besetzter Saal                                                             Interesse, Aufmerksamkeit, Nachdenklichkeit auch bei der Diskussion                  Heiterkeit - als Geschenk ein "Roter" gut zum Schlucken

Man konnte durchaus den Eindruck gewinnen, Dr. Thomas Goppel hat sich als bekennender Rotarier bei den Lions sichtlich wohlgefühlt. 



Der erste Clubabend am 25. September 2017 fand überaus großen Zuspruch. Wiedersehensfreude nach der Sommerpause und viel Interesse an Event-Management als Thema des Abends, das Präsident Paul Hendrys gewählt hatte. Den Auftakt bildete die offizielle Aufnahme von Prof. Rudolf Klingshirn und Bankdirektor Peter Prasser als neue Mitglieder in unserem Lions Club.
 
     
                           Vollbesetzter Saal                                                    Präsident Hendrys begrüßt die Gäste                v.l.:  Präs. Hendrys. Prof. Klingshirn, Sekr. H. Pointl     Präsident u. Sekretär mit Peter Prasser ( Mitte)   


Professionelles Event-Management ist von großer Bedeutung für die erfolgreiche Durchführung von z.B. Konzerten, Kongressen, aber auch von politischen Großveranstaltungen. 
Präsident Hendrys konnte hierzu aus seinen langjährigen Netzwerkbeziehungen hervorragende Referenten gewinnen. - Christian Timmer und Wolfgang Köllen. 
Wie Paul Hendrys war Christian Timmer vor Jahren beim US Konzern Philip Morris tätig und für die Entwicklung einer Marketingstrategie für Marlboro zuständig.

                                                                                                 
                                                                                                                              Präsident Paul Hendrys (li.) mit Christian Timmer

In dieser Tätigkeit lernte er führende Manager aus dem Musikbusiness kennen und erschloss auch selbst Kontakte zu Musikgrößen wie den Rolling Stones oder Peter Maffay. Unter anderem hat Timmer ein Country Music Festival  initiiert und ein Marlboro Outdoor Team etabliert. Hieraus haben sich auch Kontakte zu BMW entwickelt. Nach erfolgreichen Jahren bei Philip Morris und BMW  gründete Timmer im Jahr 1986 seine eigene Event-Firma CSS( Congress Sponsor Ship). Dieses Unternehmen nahm eine sehr erfolgreiche Entwicklung. in den folgenden 15 Jahren wurden rund  2 000 Events in ca. 20 Ländern organsiert. Im Jahr 2001 verkaufte Timmer sein Unternehmen. Er ist heute noch beratend in dieser Branche tätig und hat zudem den Studiengang Event-Marketing an der FH München aufgebaut. Hier können die Studenten aus seiner internationalen Erfahrung lernen, wie professionelles Event-Management zu organisieren ist. Er könnte zahlreiche Beispiele aufführen, wie wichtig diese Management-Kompetenz für den Erfolg von Großveranstaltungen ist. Vielfach wird dies als gegeben hingenommen, so richtig sichtbar wird aber dessen Bedeutung meist nur, wenn etwas schief läuft.
Im Laufe seiner Tätigkeit hat Christian Timmer über die Organisation von Konzerten auch Wolfgang Köllen kennen gelernt, der für den Clubabend als weiterer Referent gewonnen wurde. Wolfgang Köllen ist Leiter der neu gegründeten Niederlassung der POOL Group in München. Dieses Unternehmen konzentriert sich auf die Organisation von Großereignissen in 3 Bereichen - der Musik, der Wirtschaft und der Politik. So war Köllen maßgeblich involviert in die Ausrichtung des G7 in Ellmau sowie des G20 vor wenigen Monaten in Hamburg. Die POOL Group war dabei als Generalunternehmer für die technische Planung und Durchführung als Rahmenvertragspartner des Auswärtigen Amtes und des Bundespresseamtes zuständig. Die POOL Group war nicht verantwortlich für Sicherheit, Kommunikation, Inhalte  sowie Betreuung der Gäste. 

        
                  Volle Konzentration bei den Ausführungen von....                                      ........   Wolfgang  Köllen ( li. am Pult)                                                       Dank an beide Referenten

       
      Eine leere Messehalle - Beispiel für techn. Planung und Umbau ..                            ...... für eine Plenarsitzung                                                                   .........  für eine Sitzungsrunde der G20

                                                                                            
                                                                                                                                       .............. für das offizielle Gruppenfoto

Der Erlebnisbericht "aus erster Reihe" von Wolfgang Köllen  beleuchtete die politische Bedeutung eines G20, eröffnete manchen Blick hinter die Kulissen, um Umfang und technische Anforderungen des "Event Managements" zu verdeutlichen, lieferte aber auch zusätzliche Eindrücke von der Atmosphäre in der Stadt.(s. Jour fixe). Die Ausführungen wurden mit großem Interesse verfolgt und mit viel Beifall bedacht.             




Abschlussfahrt vom 30.06. - 02.07. 2017 nach Lindau - eine schöne Reise an den Bodensee



Vom 30. Juni  bis 2. Juli 2017 fand zum Abschluss des Lions-Jahres die schon traditionelle Abschlussfahrt statt. Nach der Reise im vergangenen Jahr in die Berge Südtirols ging es diesmal an den wunderbar gelegenen Bodensee mit dem Zielort Lindau. Die Fahrt wurde von Präsident Josef Nassauer geplant und bestens organisiert. Sie fand mit rund 30 Teilnehmern einen erfreulichen Zuspruch.
Auch in diesem Jahr waren die Lions im Bunde mit dem Wettergott. Hatte es die ganze Woche geregnet, so waren für Freitag und Samstag sonnige Tage vorher gesagt ...und so kam es auch.
Nach der individuellen Anreise der Teilnehmer nach Lindau ging es Freitag Nachmittag auf ein Schiff zu einer Panorama Rundfahrt. Zunächst führte die Fahrt entlang des Ufers bis Wasserburg, dann folgte die Überquerung des Sees nach Rorschach. Von dort ging es vorbei an Bregenz mit Blick auf die Kulisse der Festspiele zurück in den Hafen von Lindau.
 
           
                          Ein Schiff wird kommen...                                                        ......................................................... ....auf hoher See.......................................................
 
              
               Schaufelraddampfer Hohentwiel                             Ein Selfie muss schon sein....                    Auf zum Schweizer Ufer                             Rückkehr in den Hafen Lindau


Fast nahtlos war dann  Aufbruch auf einen  geführten Stadtrundgang durch das idyllische Lindau mit verwinkelten Gassen, interessanten Häusern mit ihrer eigenen Geschichte - Lindau blieb im Krieg von Zerstörung verschont - und so manchem architektonischem Bezug auch zu König Ludwig II.  z.B. mit dem Lindavia Brunnen, der zu seinen 20. Krönungstag eingeweiht wurde.
Aber auch der Bezug zur "Neuzeit" fehlt nicht. In Lindau war Ende Juni wieder die jährliche  Tagung der Nobelpreisträger, in diesem Jahr turnusmäßig für Chemie und Medizin. Auf Schautafeln entlang eines virtuellen "Wissenschaftspfades" durch die Stadt sind einzelne Arbeiten von Nobelpreisträgern allgemein verständlich erläutert, vor allem auch hinsichtlich ihrer Bedeutung in der Anwendung.
          


     
          Altes Rathaus mit Lüftlmalerei                                     Führung in 2 Gruppen                                                Lindavia  Brunnen                                  Wissenschaftssäule


Nach dem Stadtrundgang blieb Zeit zu einer kurzen Erfrischung im Hotel, bevor es mit dem Bus nach Eichenberg in Österreich ging, hinauf in die Bregenzer Berge zum Restaurant Schönblick mit herrlicher Aussicht auf den Bodensee und die Schweizer Berge. Eine traumhafte Kulisse mit einem eindrucksvollen Wechselspiel von Wolken und Sonne, wunderbar reflektiert im See. Eine besondere Lichtinszenierung der Natur vom Abend hinein in die Nacht. Dieser gesellige Abend im Restaurant mit Panoramafenstern und mit einem vorzüglichen Menü war in jeder Hinsicht ein besonderes Erlebnis.


  
      Atemberaubender Ausblick oben in Eichenberg                                              Grupppenfoto                                                                     Sekt und Sonnenschein

   
     ............................................................Gesellige Tischrunden mit herrlichem Panorama...........................                                                        Sonnenuntergang

Am nächsten Morgen ging es mit dem Bus zum Besuch des Zeppelinmuseums nach Friedrichshafen. Zum Einstieg erläuterte die begeisternde Führerin  die Entwicklungsgeschichte der Luftschiffe u.a. anhand der erteilten Patente. Mit Bildern und Exponaten wurde der Bau der ersten Luftschiffe illustriert. Höhepunkt waren die Informationen über die legendäre Hindenburg. Durch das Begehen einer Nachbildung einer Passagierzelle konnte man einen realistischen Eindruck gewinnen, wie abenteuerlich aber auch exklusiv eine Luftreise zur damaligen Zeit war, die  z.B. mehrfach nach Brasilien oder in die USA. führte. Mit dem Unglück und der Zerstörung der Hindenburg beim Landeanflug in Lake Hurst USA im Mai 1937, also vor 80 Jahren, ging die Zeit der Luftschiffe vorerst zu Ende. Seit Jahren werden aber wieder Zeppeline gebaut, z.B. für Rundflüge über dem Bodensee. Den so interessanten Aufenthalt im Zeppelinmuseum rundete ein kurzer 3 D Dokumentarfilm ab.


  
                     Im Bus nach Friedrichshafen                                                           Interessante Führung                                                                Die Brille macht`s

Anschließend ging es weiter nach Meersburg zu einer Einkehr in der Gutsschänke hoch über dem Ufer des Sees.

   
                                 ....................................................Gemütliche Einkehr in der Gutsschänke.......................................................................
   


Nach einer herzhaften Stärkung blieb genügend Zeit, auf der Terrasse den herrlichen Ausblick zu genießen und bei frischem Wund  wieder das herrliche Wechselspiel von imposanten, Wolken und gleißenden Sonnenlicht zu beobachten
 

  
         ............................................................................................................Strahlende Gesichter..........................................................................................
   
           ...........................................................................Auch in der in der Gruppe fühlt sich`s gut an..............................................................................................


Danach folgte noch ein kurzer Abstecher in die nahe  Barockbasilika Birnau, herrlich oberhalb von Maurach auf einem Plateau gelegen, mit Blick auf die Insel Mainau und die Schweizer Berge. Diese einzigartige Barockkirche wurde von den Zisterziensern 1746 - 1750 erbaut. Überwältigend ist das Innere  der Basilika. Dem Vorarlberger Baumeister Peter Thumb ist ein beeindruckender Innenraum gelungen, der in seiner Schönheit und Einheitlichkeit bei jedem Besucher  Bewunderung auslöst. Dieser ist überreich ausgestattet mit Stuckaturen, Engeln und Putten von Joseph Anton Feuchtmayer und  verziert mit Fresken von Gottfried Bernhard Göz aus Mähren, die sich auf Maria beziehen, der dieses Gotteshaus geweiht ist. Jedes Jahr finden  zahlreiche Marienwallfahrten von Gruppen aus dem Bodenseeraum, aber auch angrenzenden Ländern statt. 
 
   
                                                          .....................................................Barockbasilika Birnau...........................................................................................

Nach diesem beeindruckenden Besuch ging es am späten Nachmittag zurück nach Lindau in das Hotel.
Der Auftakt am Abend erfolgte mit einem Stehempfang im Glas-Pavillon des Hotels direkt an der Seepromenade mit Blick auf die Hafeneinfahrt. Ein herrliches Ambiente, das rückwärtig den Blick  auf den festlich dekorierten Raum für das anschließende Dinner freigab.

                                      
                                           Dr. Robert Stolze (M) - Inhaber des Hotels Bay.Hof mit v. li. Präsident Paul Hendrys, 
                                           Clubmaster Dr. Hans-Otto Feldhütter, Past Präsident Prof. Josef Nassauer mit Gattin
 Stehempfang
    
                                                          ....................................      Festlich gestimmte Gäste ............................
 
                                   
Blick in den Saal
   
      Schatzmeister Prof. Rupert Stettner        LEO Beauftragter Torsten Adam mit Gattin               VP Dr. Herbert Bauer mit Gattin                            

Präsident Josef Nassauer begrüßte die Teinehmer und gab einen kurzen Rückblick auf das Lions Jahr 2016/ 2017. Hermann Pointl dankte dem Präsidenten für die professionelle Zusammenarbeit,  vor allem für die Vorbereitung aller Clubabende, die er als besondere Unterstützung in seiner umfangeichen Arbeit als Sekretär empfand.
Präsident Prof. Josef Nassauer ehrte dann Prof. Dr. Horst Schmidt-Bischoffshausen, gegenwärtig Mitgliedschaftsbeauftragter, für sein langjähriges, vielseitiges und vorbildliches Engagement  mit dem President`s Appreciation Award, der höchsten Auszeichnung, die ein Club Präsident vergeben kann.

     
     Rückblick Präsident Prof. Josef Nassauer            Dankesworte Sekretär Hermann Pointl              Ehrung Prof.Horst Schmidt-Bischoffshausen

Nach einem vorzüglichen Menü übergab Präsident Josef Nassauer die Präsidentschaft an seinen gewählten Nachfolger Paul Hendrys. Er überreichte ihm auch gleichzeitig  die Julia als Zeichen seines nun beginnenden Präsidentenjahres. An den Beginn seiner Ausführungen stellte Paul Hendrys den Dank an den scheidenden Präsidenten und überreichte dessen Gattin einen bezaubernden Blumenstrauß für ihre stete Unterstützung. Dann skizzierte er mit wenigen Worten Eckpunkte seines Präsidentenjahres und betonte, er freue sich auf das Zusammenwirken mit dem neu gewählten Vorstand und auf weiterhin rege Beteiligung der Mitglieder.
                     
                   Weitergabe der Präsidentschaft                                       Neuer Präsident Paul Hendrys mit Gattin                                  Past Präsident mit Gattin

     
                                              ...............................................  Ausklingen des Abends .........................................................................
   
Nach dem offiziellen Teil löste sich schnell die ursprüngliche Sitzordnung auf zu wechselnden Unterhaltungen an den einzelnen Tischen..

Am Sonntag morgen war dann tristes Regenwetter Grau in Grau. So fiel die Abreise vom Bodensee nicht so schwer.

Die meisten Teilnehmer folgten der Einladung zu einem Abstecher in das Festspielhaus in Füssen. Dort war die Premiere des über Computeranimation hergestellten Films " Ludwigs. Visionen in 3 D", eine visionäre Reise durch Königsschlösser, aber auch von nicht realisierten, nur in Plänen vorliegenden Projekten von König Ludwig II. Die Filme basieren u.a. auf Technologien von Prof. Dr. Gerd Hirzinger, dem  Referenten unseres ersten Business Dinners im März 2017. Mit einer anschließenden Einkehr mit bayersicher Brotzeit und einem Wiedersehen mit Prof. Hirzinger fand diese Abschlussfahrt ihren Ausklang.

Eine Reise mit vielseitigen Programmpunkten, vor allem aber mit ausreichend Zeit für geselliges Miteinander in einer herrlichen Umgebung -  Tage zum Ausspannen vom Alltag..
  


Clubabende 2017 ( Lionsjahr 2016/2017)

Der zwölfte Clubabend am 19. Juni 2017 hatte wieder erfreulichen Zuspruch - trotz hochsommerlicher Temperaturen und herrlichem Biergarten-Wetter. Diese Resonanz spricht für das Interesse, das die Mitglieder des Lions Clubs aktuellen richtungsweisenden Themen und geselligem Miteinander entgegenbringen...
Für den letzten Clubabend des Lions-Jahres 2016/2017 hatte Präsident Prof. Josef Nassauer ein besonders Thema gewählt. : Graphen - das Material der Zukunft. Es handelt sich hierbei um eine herausragende Entdeckung aus der Wissenschaft, die bereits nach wenigen Jahren weltweit Bestrebungen zur kommerziellen Nutzung ausgelöst hat.
Graphen besteht aus reinem Kohlenstoff. Außergewöhnlich ist der Anordnung der Atome zu einem wabenförmigen Gitter. Es werden also nicht 3 dimensionale Moleküle geformt, sondern erstmals ist es gelungen, ein zwei dimensionales (2 D) Material-Molekül zu erzeugen.

                                      
                                          Modell der Graphen-Struktur                  Dr. Novoselov                 Dr. Geim                            Ein Sensor aus Graphen

Entdeckt wurde dieses Material von den Physikern Dr. Kosty Novoselov und Dr. Andre Geim im Jahr 2004 an der University of Manchester. Schon im Jahr 2010 erhielten sie hierfür den Nobelpreis für Physik.
                                                                                   
Allein durch die Anordnung der Kohlenstoff-Atome hat Graphen ganz außergewöhnliche Materialeigenschaften - extrem dünn, super hart, dennoch biegsam, transparent, extrem leitfähig, Gas dicht sowie von breiter optischer Absorption Eine Schicht ist extrem dünn, nur 0,3 nm, das  entspricht einem 1/100 000 der Dicke eines menschlichen Haares.
Chancen für die Anwendung von Graphen sieht man in der Beschichtung mit mehrlagigem Graphen, z.B. für verschleißfeste Oberflächen, in der Beimischung von Nano Graphen Flocken zu Flüssigkeiten, z.B. zu Schmieröl zur weiteren Verringerung der Reibung.
Bereits 20 000 ! Patentfamilien sprechen für die seit 2010  weltweit laufenden Forschungsarbeiten, dieses einzigartige Graphen in größerem Maßstab herzustellen und für verschiedenste Anwendungen zu nutzen. Hierzu zählen u.a. die Bereiche IT und Elektronik,  Automobil, Energie, technische funktionelle Textilien und die Medizintechnik.

                                                                 
                                 Vielfältige Chancen im Automobil                         

       

Prof. Josef Nassauer hat als Cluster Sprecher Automotive noch Zugang zu Trends im Automobilsektor und war bereit, einen Überblick über Anwendungschancen in zahlreichen Branchen zu erstellen. Es war gedacht, diese Ausführungen durch LF Hans-Otto Feldhütter, Physiker und Hauptabteilungsleiter bei der Fraunhofer Gesellschaft, punktuell zu vertiefen. Leider war er aus beruflichen Gründen kurzfristig  verhindert.  So ist Prof. Nassauer auch auf seine Charts eingegangen u.a. auf Aspekte weiterer Funktionalisierung mit Graphen-Oxid, die Bedeutung der Prozesstechnologie zur Gewinnung von Graphen wie auch in allgemeiner Form auf  aktuelle Förderprojekte zu Graphen an insgesamt 6 Fraunhofer Instituten

Über Graphen werden wir in Zukunft noch viel hören, sehen und lesen sowie anhand von Produkten erfahren können. Die Teilnehmer des Clubabends sind mit großer Aufmerksamkeit den Einblicken in eine Ära neuer bahnbrechender Entwicklungen gefolgt und haben diese mit ehrlichem Beifall bedacht.(mehr s. Jour fixe).
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Der Präsident begrüßt                      Referent "Remote"                  Momentaufnahme                 
                                                                                                                                                             
 

                 
Der elfte Clubabend am 22. Mai 2017 hatte ein außergewöhnliches Entwicklungsthema aus der Wissenschaft, das an der Schwelle zur Umsetzung in der Wirtschaft steht und mit seiner besonderen Bedeutung auch Politik und Gesellschaft betrifft. Es ging um eine neuartiges Fahrzeugkonzept, mit dem Mobilität auch in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern ermöglicht wird, z.B.in der Subsahara in Afrika. 
Dieses Fahrzeugkonzept aCar wurde von Prof. Markus Lienkamp vorgestellt, dem Inhaber des Lehrstuhls für Fahrzeugtechnik an der TU München sowie Initiator und Gesamtleiter dieses nun seit über vier Jahren laufenden internationalen Projektes.
Der Referent wurde vom amtierenden Präsidenten, Prof. Josef Nassauer, herzlich begrüßt, der seit Jahren mit Prof. Lienkamp im Cluster Automotive zusammen arbeitet und in begleitender Funktion auch in das  Projekt aCar eingebunden ist.

     
                                         In der Stadt                                                                                  Auf dem Land                                                                              Traumziel aCar


Prof. Lienkamp ging zunächst auf die Situations- und Bedarfsanalyse ein, die durch Forschungsreisen in Länder wie Nigeria und Ghana erhoben wurde.
Mobilität im ländlichen Raum ist dringend notwendig, für den Transport von Personen und Waren, z.B. zur Steigerung der Ernte, aber auch für Zugang zu Information oder grundlegender medizinsicher Versorgung.
Ein Fahrzeug muss robust sein, da viele der Straßen unbefestigt sind. Es muss zudem leicht zu reparieren sein, ein Aspekt der bereits in die Konstruktion einfließt. Grundsätzliche handwerkliche Fähigkeiten sind in den besagten Ländern vorhanden, auch in der Metallverarbeitung. Dies ist auch ein wichtiger Aspekt für eine später geplante Herstellung und Montage der Fahrzeuge in Afrika. Eine Reichweite von rund 50 km ist ausreichend, wie mit GPS Trackern an Bewegungsprofilen dortiger Fahrzeuge ermittelt wurde.
                
                              Handwerkliche Fähigkeit                                                                                 Reparatur                                                                        Bewegungsprofil mit GPS Tracker

Aus den gemachten Erfahrungen wurden die Projektziele definiert und hieraus ein erstes Konzept mit elektrischem Antrieb entwickelt. Dabei wurde auch auf Modularität geachtet, um je nach Anforderung spezifische Ausstattungen des Fahrzeuges zu ermöglichen.
Die Konzeption  entstand unter Einbindung weiterer Institute und Industrie Partner in Bayern sowie von Universitäten in Nigeria, Ghana und Tansania. :Seit Begin der technischen Umsetzung an der TU München wird das Projekt von der Bayerischen Forschungsstiftung gefördert.
Im Jahr 2016 wurde ein erster Prototyp vorgestellt, der in der Fachwelt große Beachtung fand. Nach  technischen Feinabstimmungen erhielt das Fahrzeug Anfang 2017 auf Anhieb die TÜV Zulassung.

                             
                                                                  Das Fahrzeugkonzept                                                          Voila -  der Prototyp heute im Gelände  - TÜV zertifiziert

Mittlerweile hat das Fahrzeug  hier in Bayern rund 400 km problemlos zurückgelegt. Es wird nun in den nächsten Wochen nach Ghana gehen, um weitere Erfahrungen vor Ort zu sammeln..
Parallel wird eine zweite Version eines Prototypen gebaut, der im September 2017 auf der IAA in Frankfurt vorgestellt werden wird. Zudem beginnt der Aufbau einer ersten kleinen Produktionslinie. hier in Bayern. Für 2018 sind rund 10 Fahrzeuge geplant, für 2019 dann schon rund 1 000 Fahrzeuge. Dabei sollen alle Montageschritte über Video aufgezeichnet und erläutert werden, um den späteren Transfer der Produktion nach Afrika zu unterstützen. Diese soll im  Umfeld technischer Universitäten angesiedelt werden.
                                                                       
Mit Aufnahme der Produktion beabsichtigen die beiden Projektleiter eine Unternehmensausgründung aus der TU München 
Ein besonders innovatives Projekt, herausragend in der bedarfsgerechten technischen Konzeption und in der Bedeutung für die Entwicklungshilfe. Denn diese Modell aCar ist  auch auf andere Länder adaptierbar. 
Faszinierend die Präsentation  von Prof, Lienkamp, beeindruckend die Leichtigkeit der Darstellung, mit der er jeden Zuhörer auch in die technischen Facetten des Projektes mitnahm. Alle waren begeistert von diesem Zukunftsprojekt, das jetzt Realität wird, und dankten mit herzlichem Beifall. (mehr s. Jour fixe).

    
"Fachsimpeln" zum Auftakt - Prof..Lienkamp (Mitte)  mit                                      Exzellente Präsentation                                            Geballte Aufmerksamkeit                                   Ein kleines Geschenk - überreicht im "Rampenlicht"
Prof.Josef Nassauer ( re.) u. Dr. Hans-Otto Feldhütter (li



Der zehnte Clubabend am 8. Mai 2017 fand  wieder sehr hohes Interesse.. Am Tag des Clubabends kamen jedoch einige Abmeldungen durch unglücklich zusammentreffende individuelle Verhinderungen. Dennoch war eine gute Präsenz gegeben. Die Teilnehmer erlebten einen grandiosen Vortrag von Dr. Thomas Braun, Gründer der Teseon GmbH und heute Vorstand der RedpointTeseon AG in Garching..
Dr. Braun hat an der TU München in Garching im Bereich Maschinenbau am Lehrstuhl für Produktentwicklung von Professor Dr. Udo Lindemann promoviert und anschließend mit einem Kollegen das Unternehmen Teseon gegründet. Dr. Braun, seit Jahren mit dem Präsidenten des Lions Club, Prof. Josef Nassauer, in engem Kontakt, gab aus eigenem Erleben einen faszinierenden Einblick in die Gründung und erfolgreiche Entwicklung seines Unternehmens von 2005 bis 2017.
                                                                                                                                              
In seinem Vortrag ging er zunächst auf die Gründungsphase ein. Die Zielsetzung war technische Komplexität in der Produktentwicklung zu beherrschen, indem die Abhängigkeiten der Einflußgrößen unter-einander sowie auf das Endergebnis sichtbar gemacht und somit Lösungen schneller gefunden werden. Hierzu dient eine neuartige Software LOMEOO, Ergebnis von Spitzenforschung an der TU, für die visuelle Darstellung komplexer Zusammenhänge bei Entwicklung von High-Tech-Produkten wie Hochleistungspumpen oder Sicherheitsgurten mit Airbag-Auslösung.
Also ein Produkt nicht für den Verbraucher, sondern für andere Firmen. Und das Produkt war brandneu und erklärungsbedürftig.

                                                       
                                              
                                                            Dr. Thomas Braun                                      Die Gründungsidee                                              Firmensitz im Business Campus Garching

                                      
Die Gründung erfordert  nicht nur ein attraktives Produkt, sondern auch Mut und Selbstvertrauen, ein unterstützendes Umfeld wie die UnternehmerTUM und auch ein stabiles familiäres Umfeld. 

Nach erfolgter Gründung gingt es darum, Kontakte zu potentiellen Kunden in der Wirtschaft und zu Banken zur weiteren Finanzierung des Unternehmens aufzubauen. 
Nach der Erfahrung von Dr. Braun sind hierfür essentielle Erfolgsfaktoren ein renommierter Doktorvater als Türöffner in die Wirtschaft, ein Business Angel - meist ein erfahrener mittelständischer Unternehmer - als Kontakt zu Hausbanken und eine Netzwerkorganisation, auf deren Kongressen und Messen die Möglichkeit gegeben wird, sich einem breiten Zielpublikum aus der Wirtschaft  wie auch Repräsentanten der Wirtschaftspolitik zu präsentieren.

       
                            Dr.Braun  zweiter v. rechts                                                        Stand auf der Hannover Messe                                                   Am Podium beim Kongresse im Audi Forum

Der Kontakt ist aber noch nicht gleichbedeutend mit einem Auftrag. Hier gab es immer wieder Hürden zu überwinden. Die Risikobereitschaft von Entscheidungsträgern in Konzernen ist  geringer als von mittelständischen Firmen. Meist kam die Frage nach Referenzkunden oder -projekten. Schließlich gelang es, das erste Projekt zu akquirieren, zudem von einem renommierten Kunden. .
Dieses erste Projekt mußte ein Erfolg werden.. und es wurde ein Erfolg. Das erste  Referenzprojekt war abgewickelt.

Anschließend zeigte Dr. Braun Etappen der weiteren Unternehmensentwicklung auf. Ein Software Produkt kann patentrechtlich nicht geschützt werden; ist somit frei für den Wettbewerb. Den Unterschied macht die Beratung in der Anwendung der Software, kombiniert mit strategischer Lösungskompetenz.
Mit dieser Ausrichtung hat sich das Unternehmen kontinuierlich weiter entwickelt, vom Lösungsspezialisten zum Anbieter von Beratungsleistung in allen Stufen der Entwicklung komplexer Produkte. Hierbei wird meist über Monate bei den Kunden vor Ort mit deren Mitarbeitern gemeinsam an den Entwicklungen und Lösungen gearbeitet.
Konsequent war dann im Jahr 2016 die Fusion von Teseon mit dem langjährigen Kooperationspartner Redpoint AG, Experte u.a. in der Auftragsabwicklung und der Produktion einschließlich der Zulieferkette ( Supply Chain). Damit wird Dienstleistung aus einer Hand geboten, vom Entwicklungsbereich bis zur kommerziellen Umsetzung, also dem kompletten Innovationsmanagement. ( (mehr s. Jour fixe). .

Abschließend zeichnete Dr.Braun noch ein Bild von der gegenwärtigen Gründer-Situation. Die Rahmenbedingungen haben sich weiter verbessert, dennoch bleiben  Herausforderungen wie Ausbildung im Bereich Firmen-Gründung, Vereinfachung administrativer Prozesse  bis hin zu einer weiteren Stärkung einer Gründerkultur.
Die Wahrnehmung von Jungunternehmern fasste Dr. Thomas Braun Thomas Braun sinngemäß wie folgt zusammen. Bei der Wirtschaft durchaus eine positive Einstellung und Erwartungshaltung. Aber vor der Auftragsvergabe doch ein Schwanken zwischen Innovationsinteresse und Risikobereitschaft. Wichtig ist der Aufbau von Vertrauen, und nichts wirkt überzeugender als der Erfolg in Projekten.
Die Wahrnehmung in der Gesellschaft - beim unmittelbaren Umfeld unterstützend, allgemein ein Schwanken zischen Bewunderung und Skepsis. Wichtig wäre hier, auch solide Erfolgsbeispiele zu kommunizieren - nicht Schlagzeilen bedingt primär Bezug nehmen auf Silicon Valley und Venture Capital. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Gründerkultur im Lande.

Bezüglich der Wahrnehmung des Vortrages von Dr. Thomas.Braun gab es kein Schwanken. Begeisterung über diese Ausführungen, strukturiert aufgebaut, mit treffenden Bespielen unterlegt, die Komplexität der Firmenentwicklung  verständlich dargestellt mit vielen Impulsen für eine angeregte Diskussion. Ein beeindruckender Blick in die Praxis eines Jungunternehmers, wie man ihn sonst kaum erfährt.

                         
                  Eindrucksvoller Vortrag                                                       Präsident Prof.Josef Nassauer (re) und  Dr.Thomas Braun               
                                                                                                                             Kleines Geschenk - große Freude                 
                                                                           


Der neunte Clubabend am 10. Apri 2017 hatte wieder einen tollen Zuspruch. " Es tut sich was beim LC München- Arabellapark" und das spricht sich herum. Die Teilnehmer saßen wieder dicht gedrängt..und sie mögen diese Atmosphäre. Spezieller Auslöser für das Interesse an diesem Abend war Tobias Eschenbacher, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Freising vor den Toren Münchens und Mitglied u.a. im Bau- und Planungsausschuss des Bayerischen Städtetag.  Der Referent wurde herzlich begrüßt vom amtierenden  Präsidenten, Prof. Josef Nassauer, der seit vielen Jahren im Raum Freising wohnt.

Tobias Eschenbacher sprach über Infrastrukturprojekte in Bayern, deren Planung, Finanzierung und Bau. 
Die Relevanz resultiert u.a. aus dem kontinuierlichen Zustrom von Unternehmen und Bürgern in Ballungsräume sowie dem Bestreben der Politik, durch geeignete Maßnahmen attraktive Bedingungen  in allen  Regionen zu schaffen und lokaler Abwanderung entgegen zu wirken.
Besondere Aufmerksamkeit finden Projekte wenn sie von den Medien aufgegriffen werden  - Baubeginn für die 2. Stammstrecke in München,
Einwände gegen die 3. Startbahn am Flughafen München, neue Diskussionsrunden über die Zulaufstrecken zum Brenner Basistunnel, vor allem aber der ständig wachsende Siedlungsdruck in München und seinem Umland, also auch in der Stadt Freising.

OB Eschenbacher konzentrierte sich in seinen Ausführungen auf die Aspekte einer nachhaltigen Stadtentwicklung mit Schaffung von adäquatem Wohnraum in Verbindung mit einem zeitgemäßen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zur Gewährleistung der notwendigen Mobilität.

                                                                         
                                                                                                            Stadtentwicklung - Infrastruktur

Städte mit heute historischen Bauten und Plätzen haben sich vielfach über Jahrhunderte entwickelt, z:B. in den Hochkulturen der Ägypter oder Römer oder auch in den Epochen der Christianisierung des Abendlandes. In Zukunft werden viele Städte in vergleichbar großem Tempo entstehen durch primär ökonomisch getriebenes Wachstum. So geht eine Studie der UN davon aus, dass in 2050 rund 2/3 der Menschen in Megacities leben werden, vor allem in Asien.
In Deutschland stellt sich die Situation etwas anders dar. Nach dem Krieg hat eine starke Urbanisierung eingesetzt, parallel dazu aber auch der "Trend ins Grüne". Dennoch, so Tobias Eschenbacher, wird auch bei uns weiter ein Zuzug in Ballungsräume zu verzeichnen sein. So geht eine jüngste Studie davon aus, dass in den Raum München bis 2030 weitere 300 000 Personen zuziehen werden.Aber München ist nicht die einzige Region mit Zuzug.
Im Bayerischen Städtetag  tauschen die Kommunalpolitiker ihre Erfahrungen aus, erheben die sich abzeichnenden Bedarfe bezüglich Infrastruktur und entwerfen Vorschläge für notwendige Förderprogramme von Land und Bund, um diese Herausforderungen auch finanziell bewältigen zu können.
Bei der Lösung anstehender Probleme der Stadtentwicklung ist es angebracht, das kulturelle Erbe einer Stadt im Auge zu behalten, aber sich auch aktuell in anderen Ländern zu informieren, so Tobias Eschenbacher. Das weitet den Blick und bestärkt in den Planungen nachhaltiger Stadtentwicklung.
Hierzu beschrieb OB Eschenbacher dann die wesentlichen Faktoren -  Flächenverbrauch vs. Restriktionen ( z.B. zu große Verdichtung, Emissionen, Natur- und Umweltschutz), Ermöglichen einer Mischbevölkerung, Realisierung weicher Standortfaktoren ( Wissenschaft, Kultur,Freizeit), Mitnehmen der Bevölkerung.
An einigen Infrastrukturprojekten zeigte er schließlich mögliche Zielkonflikte und deren Lösung auf Den Abschluss bildete ein Blick in die Zukunft mit Smart Cities und deren infrastrukturellen Voraussetzungen (mehr s. Jour fixe). .

Es war ein beeindruckender Vortrag von OB Tobias Eschenbacher, fachkompetent und sympathisch offen in der Kommunikation. Jeder der Zuhörer fühlte sich mitgenommen in dieser für uns so wichtigen Thematik.
Die Präsentation war Vertrauen erweckend und überzeugte, dass Infrastrukturprojekte  Ergebnis profunder Planungen im Interesse  der Bürger sind und nicht zufälliger politischer Mehrheiten.

                                     
                                                                       Ein Selfie  zum Auftakt                                                                         Beste Gespräche
                                                   OB Tobias Eschenbacher (li),  Präsident Josef Nassauer 
                        

   
                     Beeindruckende Ausführungen                                                        Volle Aufmerksamkeit                                                                 Herzlicher Dank
 



Erstes Business Dinner ein voller Erfolg -

Begeisternder Vortrag von Prof. Dr. Ing. Gerd Hirzinger über die Bedeutung von Mechatronik und Robotik für Innovation und Fortschritt

Der für den 27. März 2017 angesetzte Clubabend wurde relativ kurzfristig  zu einem ersten Business Dinner erweitert. Referent und Thema blieben unverändert. Aber die Mitglieder haben zahlreichen Partner aus dem beruflichen Netzwerk sowie Freunde und Bekannte aus dem privaten Umfeld als Gäste eingeladen. Die erhobene Eintrittsspende geht voll in unsere sozialen Projekte, speziell im Großraum München.
Die Resonanz war hervorragend. Der große Europa Saal im Eden Hotel Wolff war mit 120 Teilnehmern maximal belegt, davon rund 100 externe Gäste, primär aus den Bereichen Industrie und Banken.
 
Prof. Josef Nassauer begrüßte als amtierender Präsident die Gäste, insbesondere den Referenten sowie Vertreter der Lions Organisation  - die früheren Governor-Ratsvorsitzenden Deutschland, Daniel Isenrich und Dr.Jakob Reinhardt sowie den amtierenden District Governor Bayern-Süd, Dr. Claudia Spieß-Kiefer.
Präsident Nassauer informierte kurz über das 100 jährige Jubiläum, das  Lions International dieses Jahr begeht, also das Centennial, sowie über die Zielsetzungen dieser mittlerweile weltgrößten Wohltätigkeitsorganisation. Keimzellen für deren erfolgreiches soziales Engagement sind die lokalen Clubs wie z.B. der LC München-Arabellapark.

 
                                      Im Gespräch - re. Daniel Isenrich, Claudia Spieß-Kiefer                                Beste Unterhaltung

Dann stellte Präsident Nassauer den Referenten des Abends vor. Prof. Dr.-Ing.  Gerd Hirzunger wär 40 Jahre beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Oberpfaffenhofen tätig, davon 30 Jahre in leitender Position. Er gilt weltweit als einer der Pioniere von Mechatronik und Robotik. Er hat als einziger Wissenschaftler auf dem Gebiet der Robotik alle international hochrangigen  Auszeichnungen verliehen  bekommen. 


  

                     Prof. Dr. Gerd Hirzinger                                                                ........................................ Faszinierende Präsentation  .................................                              
    


 
Zum Einstieg betonte Prof. Hirzinger, dass die Luft- und Raumfahrt ein wesentlicher Treiber von Technologien ist, die in vielen Branchen Anwendung finden. Als Beispiele nannte er Entwicklungen im Bereich Ultraleichtbau, in robuster und leistungsfähiger Elektronik und Datenübertragungstechnik sowie in der Softwareentwicklung. Er beschrieb einige Meilensteine dieser Entwicklungen z.B. 1993 den ersten Roboter im Weltraum, der von der Erde aus ferngesteuert wurde oder den ersten frei fliegenden Roboter im Rahmen einer Mission im Jahre 1999.
 
Die Anwendung hierbei entwickelter Technologien "auf der Erde"machte er an einigen Beispielen fest. Ultraleichte  zitterfreie Roboter waren Grundlage für den Siegeszug von KUKA, dem wichtigsten Kooperationspartner des DLR in den letzten zwanzig Jahren. Dieser Erfolg in der Industrierobotik ist maßgeblich für die hohe internationale Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Automobilindustrie. Ein weiteres Beispiel ist die Anwendung von Technologien des DLR in der chirurgischen Robotik. Diese  ermöglichen höchste Präzision und Effizienz in den Operationen. Sie werden z.B. in den USA bereits täglich mit Tausenden von Operationen eingesetzt. Die Innovation des zitterfreien Agierens  bzw. der Unterdrückung  von pulsierenden Bewegungen am Bildschirm eröffnet in Zukunft auch die Chance der Operation am schlagenden Herzen mit deutlich weniger Belastung für den Patienten.

       
                     Industrierobotik                                 Robotik in der Chirurgie                                                       Robomobil                                                            Drohne


Hinsichtlich Mobilität sprach Prof. Hirzinger mehrere Beispiele an - sich bionisch bewegende Robotersysteme als Lastenträger, autonome Fahrzeuge wie das Robomobil oder ferngesteuerte Drohen.
Im Ausblick verwies Prof. Hiezinger auf das anbrechende  Zeitalter von Assistenzrobotern, die als Kooperationspartner des Menschen das Leben in der Produktion aber auch im Alltag signifikant beeinflussen werden. Der Roboter Franka, basierend auf Technologien von Prof. Hirzinger, war einer der "Stars" auf der CeBIT 2017 in Hannover, der weltweit größten Messe für Computer und Digitalisierung ( s.Jour fixe). 

Zur inhaltlichen Abrundung ging Prof. Hirzinger noch auf die Kombination von Technik und Kultur ein. Mithilfe von Luftaufnahmen z.B über Drohen, sowie neuester Computergraphik-Technologien lassen sich Landschaften, Schlösser  etc. virtuell absolut naturgetreu darstellen mit teilweise einzigartigen Perspektiven. Heute sind schon  zahlreichen Beispiele im Internet unter "Virtuelles Bayern" verfügbar.
Im Deutschen Museum in München werden diesbezüglich ebenfalls bahnbrechende Ansätze verfolgt. Stumme Zeitzeugen wie alte Maschinen werden durch Visualisierung ihrer Funktionsweise wieder zum Leben erweckt, ein deutlicher Informationsgewinn für den Besucher. Ein Blick in die ferne Zukunft wird die naturgetreue Simulation einer Fahrt über den Mond bilden, die zur Zeit in der Entsteh


Die Vortragsreise  von Prof. Hirzinger war einzigartiges Erlebnis, vermittelte Staunen und Faszination gleichermaßen.und wurde mit lang anhaltendem Beifall bedacht. Sie stimulierte viele Gespräche und Diskussionen. Das erste Business Dinner, bestens organsiert, war ein Abend, den die Teilnehmer noch lange in  Erinnerung behalten werden. Ein herzlicher Dank an alle, die dazu beigetragen haben.  

Impressionen

    
 
     
    
 

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Kurzbericht

Besuch im Internationalen Montessori Kinderhaus im Hasenbergl
Diese KITA des Munich Child e.V. wird durch den LC München-Arabellapark nachhaltig gefördert

LF Prof. Horst-Schmidt-Bischoffshausen, Kontaktmann zu Dr. Jakob Reinhardt vom Munich Child e.V.  lud am 27. März 2017 Präsiden Prof. Josef Nassauer und Past Präsident Hermann Pointl zu einem Kurzbesuch ein, um vor Ort einen Eindruck von der täglichen Arbeit zu gewinnen. Es war berührend zu sehen, in welch harmonischer Atmosphäre hier Kinder aus bedürftigen Familien unterschiedlicher Nationalität betreut und spielerisch an die deutsche Sprache herangeführt werden. Eine wunderbare Form frühkindlicher Integration. ( s. ISARA Hilfsfonds e.V.)


    
                         Sprachfrösche beim spielerischen Lernen                        v. l.: J. Nassauer, H. Pointl. Betreuerin Janka, J. Reinardt, 
                                                                                                                                             H. Schmidt-Bischoffshausen
  

                                                                                                     ____________________________________________                                                                                                                                                                                                                               

                                                                 


Clubabende 2017 ( Lionsjahr 2016/2017)

Der achte Clubabend am 13. März 2017 hatte nochmals eine Steigerung des Zuspruchs zu verzeichnen. " Ja geht´s noch " war die viel geäußerte Frage, denn die Teilnehmer saßen dicht gedrängt, temporär  auch unmittelbar vor der Leinwand. Auslöser für diesen "Run" war Prof. Dr. phil. Klaus Bengler, Inhaber des Lehrstuhls für Ergonomie der TU München mit dem alle interessierenden Thema.

                                                                                        
                                                                                           Automatisiertes und Autonomes Fahren.

Dieses Thema wird zur Zeit von den Medien nahezu täglich befeuert. Die Medienberichte sind aber häufig nicht auf Qualität, sondern auf Quote ausgerichtet und  zum Teil verwirrend. Einparken ohne Umschauen zu müssen, ist das schon autonom?  Die Meldung " Geisterautos von BMW in Kürze im Stadtverkehr in München"  impliziert Autos ohne Fahrer. Das ist nicht zutreffend. Die Vision eines SEDRIC, eines voll autonomen Automobils ohne Fahrer, ohne Lenkrad, vorgestellt von VW auf dem Genfer Autosalon 2017, dürfte  erst in einigen Dekaden zu realisieren sein.

Prof. Bengler brachte  Struktur und Klarheit in die gegenwärtige Situation. Auf einer Skala von 0 - 5 ( 0 für normales Fahrzeug, 5 für voll automatisiertes bzw. autonomes Automobil) befinden wir uns zur Zeit auf Level 2, also dem teilautomatisierten Fahren. Der Computer kann in bestimmten Fahrsituationen die Fahraufgabe ausführen. Bei Aufforderung durch den Computer, z.B. in komplexeren Fahrsituationen, muss der Fahrer aber sofort wieder übernehmen. So sieht es auch der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung vor.
Mit dieser gegenwärtigen Situation  wird auch erklärlich, dass Prof. Bengler, Psychologe mit hohem technischen Verständnis, in  Forschungsarbeiten vertieft der Frage nachgeht: "Was darf der Fahrer tun in der Zeit , in der der Computer fährt, ohne dabei seine Aufmerksamkeit und Konzentration unzulässig einzuschränken, sodass er bei Aufforderung  das Fahrzeug sofort wieder sicher übernehmen kann."
Ein Fahrzeug führen stellt dabei andere Anforderungen als es begleitend zu überwachen und dann zu übernehmen.
 Eindrucksvolle Erkenntnisse, die Prof. Bengler hierzu präsentierte und die jeden von uns fesselten. 
In naher Zukunft dürfte der Stauassistent zu erwarten sein, der in einer weiteren speziellen Fahrsituation autonomes Fahren ermöglichen wird.
Wichtig ist, dass sich beim Kauf eines teilautomatisierten Automobils die Erwartungen des Käufers  mit der technischen Fähigkeit des Fahrzeuges decken.

Die Entwicklung zu voll automatisierten Fahrzeugen wird nicht kontinuierlich verlaufen, sondern Paradigmenwechsel nach sich ziehen, in den technischen Funktionen, aber auch im Führen derartiger Systeme. Dies kann auch zu einer Polarisation in der Käuferakzeptanz  führen. Namhafte Automobilhersteller weisen vorsorglich schon darauf hin, dass hoch automatisierte Fahrzeuge immer auch die Option des herkömmlichen Betriebs anbieten werden. Eine Konfiguration z.B. ohne Lenkrad dürfte somit noch lange Science Fiction bleiben.(mehr s. Jour fixe).

  
Begrüßung von Prof. Bengler ( Mi) durch Prof. Josef Nassauer (re.)                  Geballte Aufmerksamkeit der Zuhörer                                     Dank für großartige Ausführungen in gelöster Atmosphäre
 und Prof. Horst Schmidt- Bischoffshausen (li)


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Fischessen am Aschermittwoch, 1. März 2017  -  Pflege christlichen Brauchtums

Seit dem 7. Jahrhundert kennzeichnet der Aschermittwoch den Übergang des Faschings in die 40 Tage dauernde Fastenzeit bis Ostern. Traditionell wird dieser Tag gerade auch in Bayern mit einem ursprünglich abstinenten Mahl, dem Fischessen, begangen. Zu diesem lud unser Präsident Prof. Josef Nassauer am 01.03.2017 in ein Weinhaus im Herzen von München ein. Passend die Speisekarte mit vielerlei Fisch, passend das feine schlichte Ambiente. Und keinerlei Abstinenz  bezüglich geselligem Miteinander mit unterhaltsamen Gesprächen in wechselnden Gruppen.  Kein Vortragsende, sonst untrügliches Signal für nahenden Aufbruch... So blieben alle etwas länger als gewohnt, bis sich dann doch die innere Uhr meldete.... Ein schöner gemeinsamer Abend zum Beginn der Fastenzeit.
 
  
                                                   ........................................................ Geselliger Abend......................................................
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Der siebte Clubabend am 13. Februar 2017 hatte nochmals eine Steigerung der Anziehungskraft zu verzeichnen. Im Mittelpunkt stand ein uns alle interessierendes Thema:

                                                                                               " Warum riechen (und schmecken) unsere Lebensmittel so gut?

Mit Prof. Dr. Thomas Hofmann konnte ein herausragender Referent gewonnen werden. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Lebensmittelchemie und Molekulare Sensorik an der TU München in Weihenstephan und Vizepräsident der TU München für den Bereich Forschung und Innovation. Für seine internationale Reputation steht u,a. der Sieg im November 2016 im Wettbewerb um das mit rund 400 Mit Euro dotierte Großprojekt EIT Food, dessen Konsortium mit über 50 Firmen und Instituten aus ganz Europa von ihm koordiniert wird. 
Prof. Hofmann hat  mit bahnbrechenden Arbeiten Licht in die komplexe Welt der Düfte und Aromen der Lebensmittel gebracht. In seinem exzellenten Vortrag ging er zunächst auf grundlegende Aspekte ein. Gerade auch bei Lebensmitteln sind Geruch und Geschmack wesentliche sensorische  Faktoren, maßgebend für die Kaufentscheidung und für den Genuss des Produktes.
Landläufig sagen wir " Essen schmeckt gut". Aber wir haben auf unserer Zunge nur 5 Geschmacksensoren für süß, sauer, salzig, bitter und umami (Glutamat als hauptsächlicher Geschmacksträger.)
Eigentlich meinen wir riechen. Denn wir haben rund 400 Riechrezeptoren,  vorwiegend in unserer Nase. Aufsteigende Düfte gehen direkt in die Nase. Beim Essen und Trinken finden jedoch auch zahlreiche Aromen den Weg aus Mund und Rachen über die Choane Röhre in die Nase. Von den Riechrezeptoren gelangen die Informationen dann in das Gehirn und werden dort gespeichert.


                                                                                     
                                                                                       Riechrezeptoren in der Nase          Duft ....direkt in die Nase              ..über Mund und Rachen in die Nase


Mit neuesten analytischen Techniken - unter Nutzung  der Bionik - ist es Prof. Hofmann und seinen Mitarbeitern gelungen, flüchtige Stoffe selbst in Konzentrationen von nur wenigen Molekülen zu erfassen.
Bei der Untersuchung von über 200 natürlichen Lebensmitteln wurden so rund 10 000 flüchtige Verbindungen entdeckt. Mithilfe der GC- Olfaktometrie, einer ebenfalls neuen Technik,  konnten diejenigen Aromen detektiert werden, die an den Riechrezeptoren des Menschen andocken. Aus der Fülle an flüchtigen Verbindungen sind insgesamt nur 230 Aromen relevant  Davon sind ca. 15 Generalisten, die  in mehr als der Hälfte aller Produkte zu finden sind. Alle anderen Schlüsselaromen sind Individualisten und nur in wenigen Produkten anzutreffen. 
Zudem wurde gefunden, dass sich das sensorische Klangbild eines Produktes aus einer Kombination von 3 - 40 der gefundenen Schlüsselaromen zusammensetzt, Sauerrahmbutter  z.B nur aus 3 - wie eine einsame Flöte,  Wein mit 28 oder Cognac mit 36 dagegen komplex wie der Klang eines symphonischen Orchesters. Neben der Zusammensetzung wird das sensorische Profil von der Intensität der  beteiligten Aromen geprägt. Diese egibt sich aus der tatsächlichen Konzentration, bezogen auf den Geruchsschwellenwert, also die minimale Konzentration, bei der das Aroma  von den Riechrezeptoren erfasst wird.
Ist dieser sehr niedrig, haben besagte Aromen bereits in geringster Konzentration einen prägenden Einfluss auf das sensorische Klangbild...eine bahnbrechende Erkenntnis.
Diese sind nur einige Ergebnisse, mit denen Prof. Hofmann einen faszinierenden Einblick in die Welt der wahrnehmbaren Düften und Aromen von Lebensmitteln vermittelte. Diese lassen uns Verbraucher   Produkte noch bewusster genießen und eröffnen weitere Potentiale für sensorische Optimierung. (mehr s. Jour fixe).

    
  Präs. Josef Nassauer begrüßt Prof.Thomas Hofmann                          .............  Ungeteilte Aufmerksamkeit bei den spannenden Ausführungen..................   Als Dank ein kleines Präsent mit "sensorischem Klangbild"

  


Der sechste Clubabend am 30. Januar 2017 hatte besondere Anziehungskraft. Trotz örtlich auftretendem Blitzeis war der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Das Thema "Bionik - Vorbilder der Natur für technische Lösungen" fand uneingeschränktes Interesse. Mit Prof. Dr. Harald Luksch war es gelungen, einen auch international herausragenden Referenten zu gewinnen. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für Zoologie an der TU München in Weihenstephan und u.a. einer Begründer des Bionik-Netzwerkes BIOKON.
Prof. Luksch führte zunächst allgemein in die Thematik ein. Der Begriff Bionik leitet sich aus der Verbindung von BIOlogie und TechNIK  ab. Tiere und Pflanzen sind ein hervorragender Lehrmeister für technische Neu- und Weiterentwicklungen, denn sie haben sich im Wettbewerb über Millionen von Jahren mit ihren gegenwärtigen Lösungen durchgesetzt.
Dabei ist es wichtig, mit der Grundlagenforschung die biologischen Objekte und Wirkmechanismen zu verstehen, um sie dann mit ingenieurmäßigen Lösungen zum Vorteil des Menschen zu nutzen
 
                   
                                      Haifischhaut                                           Lotusblume                                                             Greifvogel                                                    Tragflächenform

Dann beschrieb Prof. Luksch einige Beispiele. So besteht die Haifischhaut an der Oberfläche aus zahlreichen kleinen Hautzähnchen. Dadurch bilden sich feinste Kanäle, wodurch sich der Strömungswiderstand signifikant verringert. Dies läßt sich z.B.  im Wasser für entsprechende Schwimmanzüge nutzen oder in der Luft für die Außenhaut von Flugzeugen.mit adaptierter Oberflächenstruktur.
Die Lotusblume besticht  durch eine stets saubere Oberfläche der Blätter. Der Biologie ist es gelungen, die Wirkungsweise dieser Oberflächenstruktur zu entschlüsseln. Nun ist es möglich, mit gezielten Nanostrukturen selbst reinigende Oberflächen zu realisieren, z.B. auf Textilien von Markisen, auf den Ziegeln von Hausdächern oder dem Glas von Photovoltaikanlagen.
Dies sind zwei Beispiele für Bottom up - Ansätze, d.h. die Natur verstehen und dann das Wirkprinzip gezielt nutzen.
Nun ein Beispiel für den Top Down - Ansatz, d.h. für ein bestehendes technisches Problem die Lösung in der Natur suchen. Großraumflugzeuge verursachen starke Wirbelschleppen. Diese erfordern zusätzliche Energie und zwingen bei Start und Landung nachfolgende Flugzeuge zu noch größeren Sicherheitsabständen. Die Schwingen von zahlreichen Greifvögeln sind an den Flügelenden aufgefächert. Diese Form läßt viele kleine Wirbel entstehen und vermeidet unerwünschte große Wirbelschleppen. Die neue Generation von Flugzeugen mit am Ende aufgebogen Tragflächen nutzt diesen Wirkmechanismus.
Dies sind nur einige Beispiele, mit denen
Prof. Luksch einen faszinierenden Einblick in die Welt der Bionik ermöglichtedie aufgrund der Biodiversität in der Natur noch vielfältige Potentiale für zukünftige Lösungen bietet. (mehr s. Jour fixe).

   
PP H. Pointl, Prof. H. Luksch, Präs. Josef Nassauer (v.li.)                      Volle Aufmerksamkeit       ..........................                      Ein kleines Präsent als herzlicher Dank



Der fünfte Clubabend fand am 16. Januar statt und war der erste im Jahr 2017. Er verzeichnete großen Zuspruch, sicher wegen des allgemein interessierenden Themas, das an diesem Abend im Mittelpunkt stand.
Mit Unterstützung von Msgr. Dr. Siegfried Kneissl  konnte als Referent  Dr. med. Andreas Schießl gewonnen werden. Er ist Facharzt für Anästhesie und Notfallmedizin, Oberarzt an der Schön Klinik in München-Harlaching und geschäftsführender Arzt des neu gegründeten gemeinnützigen Vereins PSU-Akut e.V. in München (PSU = Psychosoziale Unterstützung).
Er sprach über Hilfe für Helfer- Psychosoziale Unterstützung für Notfallmediziner.
In allen Berufszweigen haben Selbständige und Arbeitnehmer große Belastungen zu bestehen. Dies gilt in besonderer Weise für Ärzte, Pflegekräfte und Sanitäter in der Notfallmedizin, in deren Einsatz es oft um die Rettung von Menschenleben geht. Trotz fachlicher Schulung können die Helfer schwerwiegende Erlebnisse nicht immer allein verarbeiten.  
                                               
                                                                      

Zielsetzung ist deshalb die kompetente Unterstützung von Notfallmedizinern, damit diese ihre Herausforderungen in der Akutmedizin stets bestmöglich bewältigen können. Dies kommt letztlich jedem von uns zugute, der in eine medizinische Notsituation gerät.
Dr. Schießl beschrieb zunächst die Notwendigkeit des Handlungsbedarf im Umfeld der Akutmedizin anhand veröffentlichter Statistiken. Zwei Aspekte seien als Beispiele zitiert: der Krankenstand in der Pflege bewegt sich auf einem ungewöhnlich hohen Niveau. 20 bis 30 Prozent der Klinikärzte haben einen burn out oder sind davon bedroht.
Dann erläuterte Dr. Schießl  erste Ansätze aus verschiedenen Bereichen der Ärzteschaft für einen Sinneswandel mit der Einsicht, dass ein Teil der Helfer in der Notfallmedizin psychosoziale Unterstützung braucht.
Zielführend war schließlich die Gründung des gemeinnützigen PSU Akut e.V. in München, aufbauend auf den Erfahrungen aus dem Klinik-Pilotprojekt " Umgang mit schwerwiegenden Ereignissen".
Dr. Schießl stellte danach die Strategie des PSU Akut e.V. mit den Ansatzpunkten ihres Handelns vor. Konkrete Erfolge durch Kooperation in Netzwerken mit Kliniken und Praxen sind bereits zu verzeichnen.
Der Ansatz von PSU Akut e.V findet mittlerweile über den Großraum München hinaus Interesse.( mehr s. Jour fixe).

    
          
      Präsident Prof. Nassauer (re.) begrüßt Dr. Andreas Schießl               Eine kleine Aufmerksamkeit als herzlicher Dank

    






16. Eisstockschießen 13. - 15. Januar 2017, Freyung - Wieder Sport, Frohsinn und Geselligkeit

Das neue Jahr beginnt beim LC München - Arabellapark  traditionell mit einem Wochenende für das Eisstockschießen, das vom 13. - 15. Januar 2017 nun bereits zum 16. Mal in Freyung im Bayerischen Wald stattfandIm Gegensatz zu den Vorjahren diesmal tiefer Winter. Sturmtief "Egon" brachte viel Schnee, gefolgt von zapfig kalten Temperaturen deutlich unter Null Grad. So war diesmal das Wochenende In Freyung  wie ein Wintermärchen. Auch in diesem Jahr war es ein herrliches Familientreffen von  jung und alt. Die Kinder und  Jugendlichen sind immer eine besondere Bereicherung. Leider fehlten diesmal die Mädchen, aber im nächsten Jahr sind sie hoffentlich wieder dabei.
Die Tage wurden von Rudi Reinhardt in bewährter Manier hervorragend organsiert, unterstützt von Andrea Melzer.

Wenn die "Lions " aus München über Jahre zum Eisstockschießen nach Freyung kommen, so findet das auch die Aufmerksamkeit der Stadt. Am Samstag Vormittag wurden wir wieder von Christian Kilger, dem Leiter des Tourist Büros begrüßt, der auch wieder die Grüße von Bürgermeister Dr. Olaf Heinrich überbrachte, der wieder kurzfristig verhindert war. 
Die gute und freundschaftliche Zusammenarbeit mit Freyung zeigt sich auch in der stets zuvorkommenden Unterstützung bei der Nutzung der Eishalle sowie bei der Durchführung des Turniers.

Die Trainingsstunden am Freitag Nachmittag und am Samstag waren gleichermaßen konzentriert wie spielerisch. Abends fanden die Tage  jeweils ihren geselligen Ausklang bei unterhaltsamen Gesprächen oder auch beim Kegeln - Schafkopfen war diesmal nicht angesagt.

Am Sonntag Vormittag war dann das große Turnier, "deshalb waren wir auch hier". Auch in  diesem Jahr wurde mit 6 Mannschaften gespielt. Die Moare (Mannschaftsführer) wurden gesetzt. Die anderen 3 Spieler wurden zugelost. Jedes Team spielte gegen jeden, wobei jedes Spiel über 6 Bahnen ging. 
Letztes Jahr gab es einen gravierenden Einbruch der Herren mit einer deutlichen Niederlage gegen die Damen. Schmunzelnd versprachen sie "Saures für diese Jahr"...und hielten Wort.

Nach spannenden Wettkämpfen gab Rudi Reinhardt  das Klassement bekannt.

Platz 1 ging an die Mannschaft 1 mit Josef Nassauer und Ulla von Crailsheim, Vitus Hartmann und Eva Soballa. Platz 2 eroberte Mannschaft 2 mit Diether Zippel, Andrea Melzer, Marianne Scheuffler und Konstantin Soballa. Platz 3 - man ahnt es schon - ging an die Mannschaft 3 mit Horst Schmidt- Bischoffshausen, Heidi Erwand, Anneliese Reinhardt und Dominik Soballa.
Dann ging es bunt durcheinander. Auf Platz 4 landete die Mannschaft 5 mit "Moar" Inge Ritter, Sigrid Haas, Volker Soballa und Gudrun Wolf. Auf Platz 5 gelangte die Mannschaft 6 der Youngster mit Benedikt Soballa, seinen Brüdern  Kajetan und Sebastian sowie Marinus Melzer 
Platz 6 und damit die rote Laterne ging wieder an Rudi Reinhardt, in diesem Jahr mit Dieter Wolf, Uschi Zieglmeier und Edith Zippel. Trost war, dass sie dem Siegerteam die einzige Niederlag beibrachten.
Mit dieser besonderen Ergebnisliste galt auch in diesem Jahr:" Nicht ist unmöglich....bei den LIONS". 
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Die schönen Tage vergingen wieder viel zu schnell, auch jenen, die nicht am Wettkampf teilnahmen. Das lag auch an der herzlichen Aufnahme und der freundlichen Betreuung durch die Besitzerin des Hotels, Frau Kobatsch, und ihrem exzellenten Team. Herzlicher Dank nochmals an Rudi Reinhardt für die umsichtige Organisation. Alle freuen sich schon heute auf das Turnier im nächsten Jahr vom 12.-14. Januar 2018.

Winter in Freyung
 
     
                                 Blick aus dem Fenster                                                                             Parken im Freien                                                                                       Eishalle

                                                               

 Eindrücke vom Training

     
                       Gefühl für Stock und Bahn                                                                                               Farbe im Spiel                                                                                Gemeinsame Strategien 
     

     
                  oh  was Süßes                                                                                       " Naschkatzen"                                               Glühwein gefällig...                                                        Warum nicht....
 
Gesellige Abende

   
  
 
Eindrücke vom Wettkampf

    
                                      Richtung vorgeben                                                                  Kraftvoll schiessen                                                                           Genau messen                            
 Siegerehrung - Teams in der Reihenfolge der Platzierung

     

        
                                                                                                                                                                                                                              Rudi Reinhardt dankt Frau Kobatsch, der Chefin des Hauses

                                                                                                           
                                                                                                     Auf ein Wiedersehen in 2018
     
                                                
                                                                     
                                                           
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